Aska Bolgheri DOC 2022
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Produktbeschreibung
Cabernet Sauvignon und Franc aus Bolgheri
Der Aska ist der Ausflug von Castello Banfi an die toskanische Küste. Zu Hause ist das Weingut in Montalcino, beim Brunello. In Bolgheri, dem schmalen Küstenstreifen der Maremma südlich von Pisa, keltert es dagegen einen Rotwein aus zwei Bordeaux-Sorten – Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.
Die beiden sind ein altes Bordeaux-Paar; im Médoc stehen sie seit Generationen nebeneinander. In der Toskana wuchs aus dieser Kombination ab den 1970er-Jahren der Stil der sogenannten Supertoscani – dichte Rotweine aus internationalen Sorten, die mit den klassischen Sangiovese-Gewächsen des Landes wenig gemein haben. Bolgheri ist die Appellation, die diesen Stil bekannt gemacht hat, und der Aska steht in dieser Linie. Die warmen Tage am Meer und die lange Reife bis in den Oktober bringen den Cabernet hier zu einer Fülle, die er in kühleren Lagen selten erreicht.
Der Cabernet Sauvignon bringt dunkle Frucht und festen Griff, der Cabernet Franc eine würzig-kräutrige Spur, die der Cuvée etwas von ihrer Strenge nimmt. Reift rund zehn Monate in französischer Eiche, teils in 225-Liter-Barriques, teils in 350-Liter-Fässern – das Holz bleibt geschmacklich dezent.
Im Glas leuchtet ein dichtes, dunkles Rot. Die Nase ist voll und satt: Heidelbeere und eine eingekochte, fast marmeladige Fruchtsüße führen, darunter liegen Tabak und eine Spur Kakao. Am Gaumen gibt sich der Aska weich. Die Tannine sind reif und samtig, fast süß im Ansatz. Der Wein hat Gewicht und bleibt dabei zugänglich. Der Nachhall ist lang, mit einem tiefen, würzigen Ton.
Das ist ein Rotwein für den herzhaften Tisch. Zu Wild spielt er seine Statur aus – ein Rehrücken, ein langsam geschmortes Wildschweinragout, Taube oder Ente. Genauso gut steht er zu einem gereiften Pecorino oder einer Platte mit luftgetrockneter Salami und Schinken, wo das süße Tannin die salzige Würze auffängt. Jüngeren Flaschen tut etwas Luft gut – eine Stunde in der Karaffe, und er öffnet sich. Wer mag, legt eine Flasche ein paar Jahre weg: Der Aska hat das Zeug dazu, im Keller an Ruhe zu gewinnen.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
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QUALITÄTSSTUFE:
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Banfi
„Wir arbeiten mit den Händen, wir denken mit dem Herzen.“
Dies ist der Leitgedanke bei jedem Schritt, der beim weltweit renommierten Castello Banfi unternommen wird. Und über die Jahrzehnte, seit der Gründung im Jahre 1978, sind es unzählige Schritte, die dieses Ausnahmeweingut zum dynamischen Motor in der Toskana avancieren ließen. Der Name Banfi ist zum Synonym für die Qualitätsoffensive in der Region und speziell in Montalcino geworden, der Heimat des berühmten Brunello.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Cabernet Franc
Cabernet Franc stammt ursprünglich aus dem Loiretal (Chinon, Bourgueil) und ist Elternteil von Cabernet Sauvignon. Er reift früher, bringt höhere Säure, feineres Tannin und meist hellere Farbe als Cabernet Sauvignon. Typische Aromen: rote Johannisbeere, Himbeere, Veilchen, dazu Grafit, getrocknete Kräuter und – je nach Reifegrad – eine kühle Paprika-/Pyrazin-Note. In Italien häufig reinsortig in Friaul (Collio, Colli Orientali) und Alto Adige/Südtirol, außerdem in Toskana/Bolgheri als Teil von Bordeaux-Cuvées. Stil: trocken, mittelgewichtig, geradlinig; Ausbau überwiegend im Edelstahl oder dezent im Holz. In kühleren Lagen wirkt er würzig, straff, mineralisch; in warmen Zonen fruchtiger und runder. Sehr guter Essenswein zu Antipasti, Salumi, gegrilltem Gemüse, Tomatenküche, Geflügel, auch zu Lamm und mittelkräftigem Rind. Servieren bei 15–17 °C; gute Exemplare reifen 5–10 Jahre, Spitzenweine länger. Hinweis: In Norditalien wurde früher teils Carmenère als Cabernet Franc geführt.