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Valpolicella

Zwischen Gardasee und Verona reifen an den Hügeln der Lessinia-Berge einige der ausdrucksstärksten Rotweine Italiens. Wenn Sie Valpolicella Wein kaufen, erwartet Sie ein Spektrum von lebendig-fruchtig bis opulent-komplex: vom klassischen Valpolicella über den kräftigen Ripasso bis zum legendären Amarone. Entdecken Sie unsere Auswahl handverlesener Valpolicella-Weine von renommierten Weingütern wie Tommasi, Cesari, Santi und Cantina di Negrar.

Valpolicella

Das Valpolicella-Gebiet: Wo Venetiens große Rotweine entstehen

Nördlich von Verona erstreckt sich die Valpolicella über drei Täler, deren Name vermutlich „Tal der vielen Keller" bedeutet. Die Weinberge liegen auf Höhen zwischen 150 und 500 Metern, geschützt durch die Lessinia-Berge im Norden und beeinflusst durch die milde Luft des nahen Gardasees. Kalkhaltige Böden, teils vulkanischen Ursprungs, und ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht schaffen ideale Bedingungen für die heimischen Rebsorten. Das historische Kerngebiet, die Valpolicella Classico, umfasst fünf Gemeinden rund um Fumane, Marano und Negrar, deren Weine seit Jahrhunderten als Referenz für die gesamte Region gelten.

Corvina, Rondinella & Co.: Die Rebsorten der Valpolicella

Protagonist jedes Valpolicella-Weins ist die Corvina Veronese, die zwischen 45 und 95 Prozent der Cuvée ausmacht. Sie liefert die charakteristische Kirschfrucht, lebendige Säure und eine feine bittere Mandelnote im Abgang. Rondinella ergänzt mit dunkler Farbe und floralen Akzenten, während Corvinone als kräftigere Verwandte der Corvina für Struktur sorgt. Die früher obligatorische Molinara ist heute optional, dafür experimentieren einige Weingüter mit kleinen Anteilen von Oseleta oder Croatina, um ihren Weinen zusätzliche Komplexität zu geben.

Von Valpolicella bis Amarone: Die Weinstile im Überblick

Die Valpolicella bietet ein bemerkenswertes Spektrum an Weinstilen, die alle auf denselben Rebsorten basieren, sich aber grundlegend in Herstellung und Charakter unterscheiden.

Der klassische Valpolicella DOC ist ein frischer, fruchtbetonter Rotwein mit Aromen von Sauerkirschen, roten Beeren und einem Hauch Mandel. Bei Trinktemperaturen um 14–16 °C zeigt er sich zugänglich und vielseitig, ideal als unkomplizierter Begleiter zur italienischen Alltagsküche.

Beim Valpolicella Ripasso DOC wird der bereits vergorene Basiswein auf den Trestern der Amarone-Produktion ein zweites Mal vergoren. Durch diesen „erneuten Durchgang" gewinnt der Wein an Fülle, Farbe und Aromatik, ohne die Opulenz eines Amarone zu erreichen. Das Ergebnis sind gehaltvolle Rotweine mit Noten von reifen Kirschen, Pflaume, Tabak und dezenter Vanille, die samtige Tannine und einen warmen Abgang zeigen. Nicht umsonst wird Ripasso gern als „kleiner Bruder des Amarone" bezeichnet, der ein ausgezeichnetes Preis-Genuss-Verhältnis bietet.

Der Amarone della Valpolicella DOCG gilt als Kronjuwel der Region. Für seine Herstellung werden die besten Trauben nach der Lese drei bis vier Monate in gut belüfteten Räumen getrocknet. Dieses Appassimento-Verfahren konzentriert Zucker, Säure und Aromen, sodass nach der Gärung ein dichter, komplexer Wein mit 15 bis 16 Volumenprozent Alkohol entsteht. Im Glas zeigt der Amarone intensive Aromen dunkler Beeren, getrockneter Kirschen, Schokolade, Gewürzen und Leder. Eine anschließende Reifung in Holzfässern über mindestens zwei Jahre verleiht ihm zusätzliche Tiefe. Große Amarone-Jahrgänge besitzen ein Lagerpotenzial von zehn bis zwanzig Jahren und darüber hinaus.

Der Recioto della Valpolicella DOCG schließlich ist der süße Vorfahre des Amarone, bei dem die Gärung vor der vollständigen Umwandlung des Zuckers gestoppt wird. Ein seltener, kostbarer Dessertwein mit konzentrierter Frucht und samtigem Schmelz.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die Zusätze auf dem Etikett verraten viel über Qualität und Stil: „Classico" kennzeichnet Weine aus dem historischen Kerngebiet mit seinen besten Lagen. „Superiore" verlangt niedrigere Erträge, höheren Mindestalkohol und eine längere Reifezeit. Wer nach einem gehaltvollen Rotwein mit Charakter sucht, ohne den Preis eines Amarone zu zahlen, greift zum Ripasso. Für besondere Anlässe oder als Geschenk empfiehlt sich ein Amarone aus einem guten Jahrgang.
Bei Vinolisa finden Sie Valpolicella-Weine von vier etablierten Weingütern: Tommasi, eines der angesehensten Häuser der Classico-Zone, liefert Valpolicella, Ripasso und Amarone in konstant hoher Qualität. Cesari überzeugt mit eleganten Amarone-Interpretationen, Santi mit ausdrucksstarkem Ripasso in der Magnumflasche, und Cantina di Negrar bringt das genossenschaftliche Erbe der Region in präzise vinifizierte Weine.

Speiseempfehlungen: Was passt zu Valpolicella-Weinen?

Die Bandbreite der Weinstile erlaubt ebenso vielfältige Kombinationen am Tisch. Ein leichter Valpolicella DOC harmoniert mit Antipasti, Risotto oder gegrilltem Gemüse. Der Ripasso entfaltet seine Stärke zu Pasta mit kräftigen Ragùs, geschmortem Lamm oder mittelreifem Käse wie Asiago. Zum Amarone darf es opulenter sein: Brasato, Wild, reifer Parmigiano Reggiano oder dunkle Schokolade bilden kongeniale Partner. Die Trinktemperatur liegt für Valpolicella DOC bei 14–16 °C, für Ripasso bei 16–18 °C und für Amarone bei 18–20 °C, damit sich die vielschichtige Aromatik voll entfalten kann.
Wer die Rotweine Venetiens schätzt, findet in der Valpolicella eines der facettenreichsten Anbaugebiete Italiens. Vom unkomplizierten Alltagswein bis zum monumentalen Amarone erzählt jeder dieser Weine von Corvina-Trauben, Kalksteinhügeln und einer Winzertradition, die Geduld und Handwerk in den Mittelpunkt stellt.