Pastificio Gentile
Seit 1876 entsteht die Pasta von Pastificio Gentile in Gragnano, der Pasta-Stadt südlich von Neapel – durch Bronze gezogen und langsam nach der Cirillo-Methode getrocknet. Bei uns finden Sie die klassische Linie Pasta di Gragnano IGP in ihrer ganzen Formenvielfalt: lange Spaghetti in zwei Stärken, Linguine, Tagliatelle und breite Pappardelle, dazu kurze Formate von Casarecce und Orecchiette Napoletane bis zu gerillten Rigatoni und weiten Mezzi Paccheri. Ob Sie einen leichten Begleiter für Aglio e olio oder ein kräftiges Format fürs Sonntagsragù suchen: Hier finden Sie handwerklich gefertigte Pasta aus Hartweizengrieß und Quellwasser der Monti Lattari.
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Pastificio Gentile ist eine handwerkliche Pasta-Manufaktur aus Gragnano in Kampanien, gegründet 1876 und seit den 1980er-Jahren von der Familie Zampino geführt. Die klassische Linie trägt das EU-Siegel „Pasta di Gragnano IGP“: Hartweizengrieß aus italienischem Anbau, Quellwasser der Monti Lattari, durch Bronze gezogen und langsam nach der Cirillo-Methode getrocknet.
In Gragnano trocknet die Pasta seit über hundert Jahren langsam im feucht-windigen Klima zwischen Meer und Bergen – ein Handwerk, das die kleine Stadt südlich von Neapel weltweit bekannt gemacht hat.
Pastificio Gentile auf einen Blick
- Pasta-Manufaktur aus Gragnano (Kampanien), gegründet 1876.
- Seit den 1980er-Jahren im Besitz der Familie Zampino.
- Hartweizengrieß aus italienischem Anbau, Quellwasser der Monti Lattari.
- Alle Formate durch Bronze gezogen, langsam nach der Cirillo-Methode getrocknet.
- Klassische Linie mit dem Siegel „Pasta di Gragnano IGP“.
Was macht die Pasta von Pastificio Gentile besonders?
Gentile gehört zu den historischen Manufakturen, die Gragnano zur Stadt der Pasta gemacht haben. Fünf Merkmale unterscheiden diese Pasta von industrieller Massenware:
- Hartweizengrieß aus rein italienischem Anbau. Der Grieß stammt überwiegend aus Apulien und wird lokal vermahlen, mit nachvollziehbarer Herkunft bis zum Feld. Sein hoher Proteingehalt sorgt für eine Bissfestigkeit, die das Kochen übersteht.
- Trafilatura al bronzo. Der Teig wird durch Bronzeformen gepresst. Die so aufgeraute, leicht poröse Oberfläche nimmt Sugo und Pesto besser auf als die glatte Oberfläche teflongezogener Nudeln.
- Trocknung nach der Cirillo-Methode. Gentile trocknet langsam über drei bis vier Tage bei niedrigen Temperaturen. Das schont Aroma und Struktur des Grießes und erhält den Hartweizenduft.
- IGP „Pasta di Gragnano“. Die Formate tragen das EU-Siegel für die geschützte geografische Angabe, das Herkunft und Herstellungsweise streng regelt.
- Von Hand gedrehte Fusilli als Ursprung. Das Gründungsformat des Hauses entstand in Handarbeit, einzeln um einen dünnen Eisenstab gewickelt – daraus wuchs das heutige Sortiment.
Gragnano – die Stadt der Pasta
Gragnano liegt am Fuß der Monti Lattari, zwischen Neapel und der Sorrentinischen Halbinsel. Das Klima dieser Lage hat den Ort zur Pasta-Hochburg gemacht: mild und feucht, mit viel Sonne und einer Brise, die vom Golf von Neapel heraufzieht. Was Wäsche auf der Leine zäh macht, trocknet Nudeln gleichmäßig. Im 19. Jahrhundert plante man ganze Straßenzüge so, dass die Pasta im Freien trocknen konnte. Die alte „strada dei maccheroni“, heute die Via Roma, war über und über mit Spaghetti behangen.
Zur Herstellung der Pasta di Gragnano ist bis heute das kalkarme Quellwasser der Monti Lattari vorgeschrieben. Es bindet den Grieß zu einem geschmeidigen Teig, der sich gut formen und langsam trocknen lässt. Hartweizen und Wasser – mehr braucht es für die klassische Pasta aus Gragnano nicht. Eier kommen darin nicht vor.
Wer steckt hinter Pastificio Gentile? Die Familie Zampino
Den Namen „Gentile“ trug schon 1876 das damalige Anwesen, nach dem die Marke benannt wurde. In den 1980er-Jahren übernahm die Familie Zampino den kleinen Betrieb. Natale Zampino, der die Produktion von Beginn an leitete, startete mit einem einzigen Format: den von Hand gedrehten Fusilli. Aus diesem Anfang wuchs nach und nach ein Sortiment von rund 50 Pastaformaten. Bekannt wurde Gentile auch für Eigenkreationen wie den SpaghettOne, einen Spaghetto mit 2,7 Millimetern Durchmesser, der auf den Tellern vieler Spitzenköche gelandet ist.
Il 1650 – die Manufaktur im Tal der Mühlen
2016 eröffnete Gentile eine zweite Produktionsstätte: „Il 1650“, eine restaurierte Mühle in der Valle dei Mulini direkt vor Gragnano. Der Name verweist auf das Gründungsjahr des Gebäudes, das in den Türsturz gemeißelt ist. Früher mahlte man hier das Korn; heute trocknet die Pasta in den Cirillo-Zellen über mehreren Etagen, daneben liegen eine Kochschule und der „Orto di mamma Maria“, ein Gemüsegarten.
Was ist die Cirillo-Methode?
Die Trocknung entscheidet bei handwerklicher Pasta über Biss, Farbe und Aroma. Gentile folgt dabei der Cirillo-Methode, benannt nach einem Ingenieur aus dem nahen Torre Annunziata. Bevor es künstliche Trocknung gab, breitete man die Pasta auf den Straßen Gragnanos aus und überließ sie der Sonne und dem Wind vom Golf. Cirillo baute Trockenzellen, in denen zunächst Kohlebecken, heute Heizkörper die Wärme erzeugen und Ventilatoren sie verteilen. So ließ sich das natürliche Trocknen ins Innere der Manufaktur holen – unabhängig vom Wetter.
Gut zu wissen: die Cirillo-Methode
Bei Gentile trocknet die Pasta langsam über drei bis vier Tage bei Temperaturen unter rund 48 °C. Diese schonende Trocknung bewahrt die organoleptischen Eigenschaften des Grießes – Geschmack, Duft und vor allem den festen Biss „al dente". Industriell wird Pasta oft in wenigen Stunden bei hoher Hitze getrocknet, was die Stärke verändern und Aromen verflüchtigen kann.
Warum wird Pasta von Gentile durch Bronze gezogen?
Beim Formen presst Gentile den Teig durch Matrizen aus Bronze. Das Metall hinterlässt feine Mikrorillen auf der Pasta, die nach dem Trocknen eine raue, poröse Oberfläche ergeben. An dieser Struktur haftet die Sauce gleichmäßig – jeder Bissen trägt Sugo oder Pesto mit, statt es im Teller zurückzulassen. Glatte, teflongezogene Nudeln laufen dagegen oft wie ein Regenmantel ab.
Spürbar wird der Unterschied beim sogenannten Mantecare: Wer die Pasta die letzten Minuten direkt in der Pfanne mit der Sauce schwenkt, sieht, wie die raue Oberfläche das Sugo bindet und cremig macht.
Was bedeutet das IGP-Siegel „Pasta di Gragnano"?
Im Oktober 2013 erklärte die Europäische Union die „Pasta di Gragnano" zur geschützten geografischen Angabe (g.g.A., italienisch IGP) – als weltweit erste Pasta überhaupt. Das Siegel schützt die Herkunft vor Nachahmungen und schreibt verbindliche Produktionsregeln vor. Die Formate von Pastificio Gentile erfüllen diese Vorgaben.
Die Regeln hinter „Pasta di Gragnano IGP"
- Hergestellt ausschließlich im Gemeindegebiet von Gragnano.
- Zutaten: Hartweizengrieß aus italienischem Anbau und lokales Wasser der Monti Lattari – sonst nichts.
- Formung durch Bronzematrizen für die typische raue Oberfläche.
- Trocknung in mehreren Stufen bei 40 bis 80 °C.
- Verpackung am Herstellungsort innerhalb von 24 Stunden.
Warum IGP und nicht DOP? Gragnano hat zu wenig Ackerfläche für den eigenen Weizenanbau. Geschützt ist deshalb die Herstellung vor Ort, nicht der Anbau des Korns.
Das Sortiment von Pastificio Gentile bei Vinolisa
Bei Vinolisa führen wir die klassische Linie Pasta di Gragnano IGP von Gentile in 500-g-Packungen. Bei den langen Formaten finden Sie Spaghetti in zwei Stärken – die feinen Spaghetti fini mit vier Minuten Kochzeit und die kräftigeren Spaghetti mit zwölf Minuten – dazu Linguine, Tagliatelle und breite Pappardelle. Bei den kurzen Formaten reicht die Auswahl von Casarecce, Gnocchetti und Orecchiette Napoletane über die gerillten Tortiglioni und Rigatoni bis zu den weiten Mezzi Paccheri.
Welche Pasta-Form passt zu welcher Sauce?
In Italien wird die Form nicht zufällig gewählt. Die Faustregel: Je dünnflüssiger und leichter die Sauce, desto länger und glatter die Pasta; je dichter und stückiger das Sugo, desto kürzer, hohler oder geriffelter das Format. Bei bronzegezogener Pasta wie der von Gentile funktioniert jede dieser Kombinationen besser, weil die raue Oberfläche zusätzlich bindet.
| Gentile-Format | Passt zu | Warum |
|---|---|---|
| Spaghetti fini (4 Min.) | Aglio e olio, leichte Tomatensaucen | Die dünne, lange Form trägt leichte, öl- und tomatenbasierte Saucen |
| Spaghetti (12 Min.) | Tomatensugo, Colatura di Alici | Etwas kräftiger, hält auch würzigere Öl- und Tomatensaucen |
| Linguine | Vongole, Meeresfrüchte, Pesto | Der flache Querschnitt bindet Öl und die Säfte von Muscheln |
| Tagliatelle | Ragù alla bolognese, Sahnesaucen | Die rauen Bandnudeln nehmen Fleisch- und Rahmsaucen auf |
| Pappardelle | Wildragù, kräftige Fleischsaucen | Die breiten Bänder tragen gehaltvolle, stückige Saucen |
| Casarecce, Gnocchetti | Pesto, Ricotta, sämige Gemüsesaucen | Drehungen und Rillen umschließen homogene, cremige Saucen |
| Orecchiette Napoletane | Friarielli oder Cime di rapa mit Sardelle | Die Wölbung sammelt das geschmorte Gemüse |
| Tortiglioni, Rigatoni | Carbonara, Amatriciana, Ofengerichte | Gerillte, dicke Röhren halten cremige und stückige Saucen fest |
| Mezzi Paccheri | Meeresfrüchte, Fleischragù, überbacken | Die weiten Röhren fangen Stücke im Inneren auf |
Welcher Wein dazu passt, zeigt unsere Übersicht Weine zu Pasta. Zu einem kräftigen Ragù greifen viele zu einem Primitivo oder einem spritzigen Lambrusco.
Wie kochen Sie Pasta richtig al dente?
Auch die beste Pasta di Gragnano braucht den richtigen Topf. Die Kochzeiten der Gentile-Formate reichen je nach Form von vier Minuten bei den Spaghetti fini bis zu rund zwölf Minuten – die genaue Angabe steht auf jeder Packung.
Gut zu wissen: Pasta al dente kochen
- Pro 100 g Pasta etwa 1 Liter Wasser und rund 10 g Salz – das Wasser soll sprudelnd kochen, bevor die Pasta hineinkommt.
- Die Kochzeit auf der Verpackung als Richtwert nehmen und ein bis zwei Minuten vor Ende probieren. „Al dente" heißt: fest im Kern, mit Biss.
- Eine Tasse Kochwasser zurückbehalten. Die gelöste Stärke hilft, die Sauce zu binden.
- Die Pasta die letzte Minute direkt in der Pfanne mit dem Sugo schwenken (mantecare). So überzieht die raue Oberfläche sich gleichmäßig mit Sauce.
- Lange Formate wie Spaghetti nicht brechen und nicht mit Öl im Wasser kochen – das Öl würde die Saucenhaftung mindern.
Häufige Fragen zu Pastificio Gentile
Was ist Pasta di Gragnano IGP?
Pasta di Gragnano IGP ist eine geschützte geografische Angabe der EU, seit Oktober 2013 und weltweit die erste für Pasta. Sie schreibt vor: Herstellung im Gemeindegebiet von Gragnano, Hartweizengrieß aus italienischem Anbau, lokales Wasser der Monti Lattari, Formung durch Bronze und langsame Trocknung.
Wird Gentile-Pasta durch Bronze gezogen?
Ja, alle Formate. Das Pressen durch Bronzeformen hinterlässt eine raue, leicht poröse Oberfläche, an der Sugo und Pesto besser haften als an glatten, teflongezogenen Nudeln. Beim Schwenken in der Pfanne bindet diese Oberfläche die Sauce cremig.
Enthält die klassische Gentile-Pasta Ei?
Nein. Die Pasta di Gragnano besteht ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser. Eier kommen darin nicht vor, weshalb sie sich auch für eine vegane Küche eignet.
Welche Gentile-Pasta passt zu Ragù?
Zu Fleischragù passen Bandnudeln wie Tagliatelle und Pappardelle sowie kurze, gerillte Röhren wie Rigatoni und Tortiglioni. Ihre Oberfläche hält die stückige Sauce fest. Zu Meeresfrüchten greifen Sie eher zu Linguine oder Mezzi Paccheri.
Wie lange ist die Pasta haltbar?
Trockenpasta wie die von Gentile ist ungeöffnet, kühl und trocken gelagert lange haltbar; das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Packung. Nach dem Öffnen bewahren Sie die Pasta trocken und verschlossen auf.
Pasta von Pastificio Gentile bei Vinolisa kaufen
Bei Vinolisa finden Sie die Pasta di Gragnano IGP von Pastificio Gentile in verschiedenen Formaten, vom feinen Spaghetto bis zu den Mezzi Paccheri. Wenn Sie unsicher sind, welches Format zu Ihrem Sugo passt, hilft Ihnen unser Team weiter – schreiben Sie uns oder rufen Sie an. Für den Einstieg: Pappardelle zu einem kräftigen Wildragù, dazu ein Glas Primitivo. Buon appetito.