Ca' Brione Alpi Retiche IGT 2024
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Produktbeschreibung
Weißer Nebbiolo aus dem Veltlin
Vier Rebsorten stecken im Ca' Brione, und eine davon wächst eigentlich für Rotwein. Nebbiolo, in der Valtellina unter dem Namen Chiavennasca bekannt, kommt hier weiß gekeltert ins Glas: Die roten Beeren werden gepresst, ihr Saft vergärt getrennt von den Schalen, und so bleibt die Farbe hell. Dazu kommen Chardonnay und Sauvignon sowie Incrocio Manzoni, eine alte Kreuzung aus Riesling und Weißburgunder, die für ihre feine Aromatik geschätzt wird. Aus diesem Quartett baut Nino Negri seit 1986 einen der bekanntesten Weißweine des italienischen Alpenraums.
Die Valtellina ist ein nach Süden offenes Tal im Norden der Lombardei, ein Amphitheater aus Terrassen und Trockenmauern, das die Winzer den Steilhängen der Rätischen Alpen abgerungen haben. Die Reben stehen am rechten Ufer der Adda, zwischen 300 und 550 Metern, voll in der Sonne. In dieser Höhe reifen die Trauben langsam und behalten ihre Frische. Die Vielfalt der Gesteine, die das Gebirge hier hervorgebracht hat, gibt ihm seine mineralische Ader.
Geerntet wird im September, von Hand und in kleinen Fünf-Kilo-Kisten. Vor dem Pressen lässt Nino Negri die Beeren ein wenig antrocknen – ein leichter Appassimento, ein kurzes Welken, wie man es sonst von Süßweinen kennt. Nach der Gärung bei kühler Kellertemperatur ruht der Most ein halbes Jahr auf der Feinhefe, den abgesetzten Hefezellen. Erst im April fügt der Kellermeister die einzelnen Partien zur Cuvée zusammen und zieht alles auf die Flasche.
Im Glas leuchtet er strohgelb mit grünen Reflexen. Die Nase ist intensiv floral: Holunderblüten und Robinie zuerst, dann weißfleischige Früchte, Pfirsich und reife Birne. Mit etwas Luft schieben sich würzige Anklänge nach vorn, die an mediterrane Kräuter denken lassen, dazu eine feine Note von Gebäck. Am Gaumen gibt sich der Ca' Brione füllig, getragen von einer klaren, harmonischen Säure. Lang und mineralisch klingt das Finale aus.
Über mehrere Jahre entwickelt er mit der Reife tertiäre Aromen, jene würzig-nussigen Töne, die erst die Zeit hervorbringt. Jung ist er ein eleganter Aperitif, mit etwas Alter ein Begleiter zur Tafel: zu rohem Fisch und Meeresfrüchten etwa, einem Crudo von Gamberi oder ein paar Austern, auch zu milder Bresaola aus dem Veltlin, jungem Ziegenkäse oder Geflügel mit Pilzen.
Produkt Steckbrief
LAND:
TYP:
JAHRGANG:
ALKOHOLGEHALT:
REGION:
GESCHMACK:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
VERSCHLUSS:
LAGERFÄHIGKEIT:
WEIN-STIL:
ALLERGENE:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
FARBE:
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SPEISEN:
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HERSTELLER/IMPORTEUR:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
SPEISEEMPFEHLUNG:
DUFT:
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Nino Negri
Nino Negri steht für Weinbau in der Lombardei mit klarem Fokus auf die alpine Zone der Valtellina. Der Betrieb entstand 1897 in Chiuro. Seitdem prägt er den Ausbau von Nebbiolo, lokal Chiavennasca genannt. Die Weinberge liegen auf steilen, südexponierten Terrassen. Trockenmauern stützen die Parzellen, Handarbeit bestimmt den Jahresverlauf. Erträge bleiben moderat, die Lese erfolgt selektiv.
Im Keller arbeitet Nino Negri chargengetrennt nach Lagen wie Sassella, Grumello, Inferno und Valgella. Vergärung in Stahl, Reife je nach Typ in großen Holzfässern und Barriques. Für den Sforzato (Sfursat) trocknen selektierte Trauben vor der Pressung in gut belüfteten Räumen aus. So entstehen strukturierte, lagerfähige Weine ohne überladene Extraktion.
Die Sortenkompetenz liegt klar bei Nebbiolo. Kleine Anteile weiterer lokaler Reben dienen punktuell der Abrundung. Nachhaltigkeit zeigt sich in der Pflege der Terrassenkultur, dem Erhalt der Mauern und einer zurückhaltenden Bodenbearbeitung. Nino Negri verbindet präzise Herkunftsarbeit mit verlässlicher Stilistik – charakteristische Valtellina-Weine aus der Lombardei.
Die Herkunft
Lombardei
Die Lombardei spannt sich vom Alpenbogen bis zur Poebene; Moränenseen, Kalk und Kies sorgen für große Temperaturunterschiede und langsame Reife. Stile sind vielschichtig. Franciacorta steht für traditionelle Schaumweine mit Feinheit, Brioche und Länge. Valtellina (Nebbiolo/Chiavennasca) bietet helle Farbe, rote Frucht, Kräuter und feines Tannin. Lugana am Südufer des Gardasees liefert cremig-frische Weißweine mit zarter Mandelnote und salziger Ader. Oltrepò Pavese fokussiert Pinot Nero, still und traditionell versektet, mit Kirsche, Hefe, Spannung. Groppello zeigt leichte rote Frucht und Würze. Risotto, Seefisch, Bergkäse passen hervorragend. Zur regionalen Küche Norditaliens.
Die Rebsorte
Chardonnay
Chardonnay stammt aus Burgund und ist heute weltweit verbreitet. In Italien steht er vor allem in Trentino-Südtirol, Friaul, Piemont, Toskana und Sizilien – still oder als Basis für Metodo Classico in Trentodoc und Franciacorta. Die Sorte reift mittel bis früh, passt sich Böden und Klima stark an. Profil (still, trocken): Zitrone, grüner/gelber Apfel, Birne, je nach Reife Pfirsich, dazu Kreide/Stein, gelegentlich Nuss. BSA (Malolaktik) bringt Cremigkeit, Holz (meist Barrique) Noten von Vanille, Toast, Brioche; ohne Holz wirkt er geradlinig, mineralischer. Am Gaumen mittel bis kräftig, gute Säure, klare Struktur; Lagerung auf der Feinhefe erhöht Textur. Schaumwein zeigt Zitrus, Apfel, Hefegebäck, feine Perlage. Foodpairing: Fisch/Meeresfrüchte, Geflügel, Risotto, cremige Saucen; die barriquebetonte Variante passt zu Kalb, Schwein, gereiftem Käse. Servieren: still 9–12 °C, kräftig/holzig 12–14 °C; viele Qualitäten reifen 5–10+ Jahre.