Grosso Agontano Conero Riserva DOCG 2020
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Produktbeschreibung
Garofolis Conero Riserva, benannt nach einer Silbermünze
Garofoli füllt den Grosso Agontano nur in den besten Jahrgängen ab. Die Trauben aus den gutseigenen Lagen Piancarda und Paterno müssen die Klasse für eine Conero Riserva DOCG erreichen – wenn die Reife in einem Jahr nicht stimmt, bleibt diese Selektion in der Schublade. Der Name geht auf eine Silbermünze zurück, die im 13. Jahrhundert in Ancona geprägt wurde, damals eines der wichtigsten Zahlungsmittel im mittelalterlichen Italien. Heute steht das Wort für Garofolis bestes Rotwein-Etikett.
Piancarda liegt im Naturpark des Monte Conero, einem geschützten Küstengebiet südlich von Ancona. Die Lage Paterno schließt im Hinterland an, wo die Hügel weiter ins Land ziehen. Beide Weinberge stehen auf kalkhaltigen Böden mit mittlerer Bindigkeit – das ist die Grundlage für die mineralische Spur, die später am Gaumen wieder auftaucht. Garofoli liest die Trauben für den Grosso Agontano von Hand.
Nach der Lese gärt der Most rund zwei Wochen auf den Beerenschalen – diese Maischegärung bringt Farbe, Tannin und Aromatik mit sich. Anschließend folgt der biologische Säureabbau: Hefe und Bakterien wandeln die spitze Apfelsäure in weichere Milchsäure um, was den Most geschmeidiger macht. Dann beginnt die lange Reifung – 18 Monate in Barriques, kleinen Eichenfässern mit je 225 Litern Inhalt. In dieser Zeit nehmen die Beeren-Aromen Würze und Vanille aus dem Holz auf, die später in der Nase so charakteristisch sind. Mehr als ein Jahr Flaschenreife schließt sich an, bevor die Selektion den Keller verlässt – die zusätzliche Zeit lässt das Profil sich setzen.
In tiefem Rubinrot kommt der Grosso Agontano ins Glas, mit violetten und granatfarbenen Reflexen, klar und konturiert. In der Nase ist er komplex und gestaffelt: Vorne reife Sauerkirsche, dazu Weichsel und Schwarzkirsche, dunkler und konzentrierter mit jedem Schwenk. Im nächsten Anlauf öffnen sich Tabak, Leder und Espresso, dahinter Vanille und ein Hauch Holz aus dem langen Fassausbau. Mit Geduld und Wärme kommt eine florale Ebene dazu: Veilchen, dazu die grüne Spitze von Wacholder.
Am Gaumen ist der Grosso Agontano warm, weich und rund. Die Textur ist samtig, die Tannine sind poliert – präsent, aber nicht griffig, eher als Halt im Hintergrund. Neben der Wärme bringt er eine kontrastreiche Frische mit, eine Spannung zwischen reifer Frucht und präziser Säure. Diese Spannung gibt dem Riserva seine Lebendigkeit – er wirkt trotz Volumen und Substanz nicht müde, sondern wach. Balsamische Noten klingen mit, dazu eine schokoladige Tiefe. Der Abgang ist lang und fein strukturiert; süße Frucht und eine mineralische Spur ziehen sich nebeneinander durch und prägen den Nachhall.
Der Grosso Agontano braucht kräftige Begleitung. Schmorgerichte vom Rind, Wildbret, gegrilltes rotes Fleisch – das ist sein natürliches Umfeld. Ein Tomahawk-Steak vom Holzkohlegrill spielt mit seiner Wärme, ein langsam geschmortes Stinco di Vitello holt die balsamische Tiefe hervor. Auch zu Pasta mit dichten Saucen passt er, etwa Tagliatelle al Ragù alla Bolognese oder Pappardelle mit Wildschweinragù. Lange gereifter Pecorino oder ein gut abgehangener Parmigiano klingen ebenfalls. Wer ihn liegen lassen will: In guten Jahrgängen hält die Flasche zehn Jahre und mehr. Mit der Reife treten Tabak- und Ledernoten deutlicher nach vorne, die Beerenaromen ziehen sich zurück.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
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Garofoli
Garofoli steht für präzise Weine aus den Marken, zwischen Adriaküste und Apennin. Im Fokus: Verdicchio dei Castelli di Jesi – von frischen, stahlvergorenen Abfüllungen bis zu selektierten Lagenweinen mit langem Hefelager. Typisch sind Zitrus, gelber Apfel, Kräuter und die feine Mandelnote; die besten Verdicchio reifen überraschend gut und zeigen mit Zeit mehr Tiefe und Salzspur.
Zweite Säule ist Rosso Conero aus Montepulciano: dunkle Kirsche, Veilchen, etwas Graphit, straffe, doch reife Tannine. Im Weinberg setzt Garofoli auf sorgfältige Lese, Ertragsdisziplin und naturnahe Bewirtschaftung; im Keller dominieren Edelstahl für Klarheit, große Fässer oder behutsames Barrique für Struktur. Auch traditionelle Metodo-Classico-Schaumweine auf Verdicchio-Basis gehören zur Handschrift. Kulinarisch sind die Weine ideale Partner zu Brodetto, gegrilltem Fisch, Oliven all’Ascolana, Geflügel und kurzgebratenem Rind. Ergebnis: klare Herkunft, saubere Frucht, verlässliche Qualität.
Die Herkunft
Marken
Die Marken liegen an der Adria: Hügel, Kalk und Ton, kontinentale Winde treffen auf maritime Frische; Weinberge folgen Flusstälern und Rücken. Stil: geradlinig, klar, essensnah. Verdicchio dei Castelli di Jesi und Matelica bringt Zitrus, Mandel, Salzigkeit und überraschende Lagerfähigkeit. Rosso Piceno aus Montepulciano/Sangiovese ist kirschig, würzig, mittelgewichtig. Lacrima di Morro d’Alba zeigt parfümierte rote Frucht. Passerina und Pecorino wirken zitrisch, kräutrig, lebhaft. Fischküche, Olivenöl, Trüffel passen ausgezeichnet. In kühleren Lagen entstehen straffere, mineralische Profile; wärmere Zonen bringen runderes, reiferes Obst. Sehr lagerfähig bei guten Erzeugern.
Die Rebsorte
Montepulciano
Montepulciano ist eine rote Sorte mit Schwerpunkt in den Abruzzen und den Marken. In Meeresnähe und an Apennin-Hängen reift sie zuverlässig und liefert tiefdunkle, fruchtbetonte Weine. Im Duft schwarze Kirsche, Pflaume, Veilchen und Gewürze, am Gaumen saftig mit mittlerer Säure und von weich bis griffig reichenden Tanninen. Montepulciano d’Abruzzo reicht von unkompliziert bis strukturiert; Colline Teramane DOCG zeigt mehr Tiefe. In den Marken prägen Rosso Conero/Conero DOCG und Rosso Piceno die Stilistik. Cerasuolo d’Abruzzo steht für würzig-kirschigen Rosato. Passt zu Arrosticini, Ragù, Pizza, Grillgerichten. Servieren 15–17 °C.