Piancarda Rosso Conero DOC 2021
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Produktbeschreibung
Garofolis Piancarda: Montepulciano vom Kalkstein des Monte Conero
Der Name Piancarda geht zurück auf "Biancarda" – die Weiße. Gemeint ist der helle Kalk, auf dem die Reben stehen: ein Stück Hügelland nördlich von Ancona, am Fuß des Monte Conero. Diese Lage arbeitet Garofoli seit Generationen für seinen wichtigsten Roten – einen sortenreinen Montepulciano, der das Sortiment der Familie aus Castelfidardo seit Jahrzehnten prägt.
Im Anbaugebiet Rosso Conero ist die Rebsorte ausschließlich Montepulciano. Das macht die kleine Appellation auf der adriatischen Hügelflanke zu einer Besonderheit der Marken: dieselbe Sorte wie jenseits der Apenninen, aber auf einem ganz anderen Boden. Die kalkhaltigen Hänge bringen hier mehr Stütze und klarere Konturen mit als die Abruzzen-Heimat der Rebsorte. Der Monte Conero selbst ist der einzige größere Berg an der mittleren Adriaküste; an seinen Flanken liegen die Lagen für Rosso Conero und seine Riserva.
Die Maischegärung – also die Phase, in der der Saft auf den Beerenschalen vergärt und Farbe wie Struktur extrahiert – dauert acht bis zehn Tage. Anschließend reift er ein Jahr in traditionellen Holzfässern, den großen Botti, nicht in den kleineren Barriques, die man heute oft findet. Botti fassen mehrere tausend Liter, ein Barrique 225 – die Holzoberfläche pro Liter ist im großen Fass viel geringer, und das Holz tritt entsprechend dezenter auf. Garofoli folgt hier einer Praxis, die für den klassischen Rosso Conero typisch ist. Nach einem weiteren halben Jahr Flaschenreife kommt der Wein in den Verkauf.
Im Glas zeigt sich ein tiefes Rubinrot mit dunklen Reflexen, fast undurchsichtig im Kern. Die Nase öffnet sich mit dunkler Frucht – Kirsche, Pflaume, Brombeere – und einer deutlichen Würze: schwarzer Pfeffer, ein Hauch Tabak, dazu zarte Vanille aus dem Holzausbau. Mit etwas Luft im Glas werden die Aromen tiefer; die Konzentration bleibt erhalten.
Am Gaumen ist der Piancarda vollmundig und kompakt gebaut. Die Tannine sind präsent, aber rund. Sie geben Struktur, ohne die Zunge auszutrocknen. Die Aromatik aus der Nase setzt sich fort, begleitet von jenen würzigen Noten, die der Montepulciano hier auf Kalkboden mitbringt. Eine harmonische Säure sorgt für Frische und Balance. Der Abgang trägt lang und endet samtig – die Beerenaromen klingen lange nach. Samtig ist das richtige Wort: ein weiches, allmähliches Ausklingen, das noch viele Schlucke später im Hintergrund mitschwingt.
Trinkreif ist der Jahrgang jetzt, gut gelagert legt er aber noch zu. Mit Flaschenruhe schmelzen die Tannine weiter, die Aromen werden tiefer und ziehen sich auf reifere, getrocknete Pflaumennoten zurück. Drei bis fünf Jahre macht der Rosso Conero ohne Probleme mit, manche Jahrgänge halten länger.
Zum Essen denken Sie an Gerichte mit Substanz. Eine geschmorte Lammschulter mit Rosmarin, ein gegrilltes Rindersteak, ein Wildragout oder Pasta al ragù di cinghiale halten dem Roten gut stand. Genauso passen gereifte Käsesorten wie ein Pecorino aus den Sibillinen oder Fossa-Käse aus der Region. Wer den Conero in seiner Heimatküche erleben will, kombiniert ihn mit Stoccafisso all'anconetana – Stockfisch nach Anconetaner Art mit Tomaten, Oliven und Kartoffeln, dem traditionellen Sonntagsessen von Ancona.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
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JAHRGANG:
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DUFT:
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Garofoli
Garofoli steht für präzise Weine aus den Marken, zwischen Adriaküste und Apennin. Im Fokus: Verdicchio dei Castelli di Jesi – von frischen, stahlvergorenen Abfüllungen bis zu selektierten Lagenweinen mit langem Hefelager. Typisch sind Zitrus, gelber Apfel, Kräuter und die feine Mandelnote; die besten Verdicchio reifen überraschend gut und zeigen mit Zeit mehr Tiefe und Salzspur.
Zweite Säule ist Rosso Conero aus Montepulciano: dunkle Kirsche, Veilchen, etwas Graphit, straffe, doch reife Tannine. Im Weinberg setzt Garofoli auf sorgfältige Lese, Ertragsdisziplin und naturnahe Bewirtschaftung; im Keller dominieren Edelstahl für Klarheit, große Fässer oder behutsames Barrique für Struktur. Auch traditionelle Metodo-Classico-Schaumweine auf Verdicchio-Basis gehören zur Handschrift. Kulinarisch sind die Weine ideale Partner zu Brodetto, gegrilltem Fisch, Oliven all’Ascolana, Geflügel und kurzgebratenem Rind. Ergebnis: klare Herkunft, saubere Frucht, verlässliche Qualität.
Die Herkunft
Marken
Die Marken liegen an der Adria: Hügel, Kalk und Ton, kontinentale Winde treffen auf maritime Frische; Weinberge folgen Flusstälern und Rücken. Stil: geradlinig, klar, essensnah. Verdicchio dei Castelli di Jesi und Matelica bringt Zitrus, Mandel, Salzigkeit und überraschende Lagerfähigkeit. Rosso Piceno aus Montepulciano/Sangiovese ist kirschig, würzig, mittelgewichtig. Lacrima di Morro d’Alba zeigt parfümierte rote Frucht. Passerina und Pecorino wirken zitrisch, kräutrig, lebhaft. Fischküche, Olivenöl, Trüffel passen ausgezeichnet. In kühleren Lagen entstehen straffere, mineralische Profile; wärmere Zonen bringen runderes, reiferes Obst. Sehr lagerfähig bei guten Erzeugern.
Die Rebsorte
Montepulciano
Montepulciano ist eine rote Sorte mit Schwerpunkt in den Abruzzen und den Marken. In Meeresnähe und an Apennin-Hängen reift sie zuverlässig und liefert tiefdunkle, fruchtbetonte Weine. Im Duft schwarze Kirsche, Pflaume, Veilchen und Gewürze, am Gaumen saftig mit mittlerer Säure und von weich bis griffig reichenden Tanninen. Montepulciano d’Abruzzo reicht von unkompliziert bis strukturiert; Colline Teramane DOCG zeigt mehr Tiefe. In den Marken prägen Rosso Conero/Conero DOCG und Rosso Piceno die Stilistik. Cerasuolo d’Abruzzo steht für würzig-kirschigen Rosato. Passt zu Arrosticini, Ragù, Pizza, Grillgerichten. Servieren 15–17 °C.