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Produktbeschreibung


Garofolis Verdicchio aus dem Classico-Gebiet

Garofoli macht seit 1871 in den Castelli di Jesi Wein, mittlerweile in fünfter Generation. Der Serra del Conte ist die Hausmarke unter ihren Verdicchios – benannt nach dem Ort Serra de' Conti, wo die Reben für diese Flasche stehen. Wer das Familienunternehmen aus diesem Anbaugebiet zum ersten Mal probiert, bekommt hier einen guten Eindruck davon, wie der Erzeuger die Rebsorte interpretiert: mit klarer Linie, ohne Show, im Alltagsformat. Wer die Spitzengewächse wie den Podium Classico Superiore bereits kennt, sieht hier, woher der Anspruch kommt – auch im täglichen Glas.

Die Trauben kommen aus der „Classico"-Zone, dem historischen Kern des Anbaugebiets in den Hügeln zwischen Jesi und der Adria. Reiner Verdicchio, ausgebaut im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur. Eine bewusste Stilwahl: Holz oder lange Hefelagerung hätten ihn in eine andere Richtung gezogen, weg von der jugendlichen Frische, die hier im Vordergrund steht.

Die Rebsorte gehört zu den großen autochthonen Weißen Italiens und ist außerhalb von Fachkreisen noch immer unterschätzt. DNA-Analysen haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Sorte mit Trebbiano di Soave und Trebbiano di Lugana identisch ist – ein Hinweis darauf, wie tief sie in den klassischen italienischen Weiß-Stilistiken verwurzelt ist. Über Jahrhunderte hat sie hier ihr eigenes Profil entwickelt: helle Farbe, präsente Säure ohne aggressiven Zug, ein klares Trinkprofil.

Im Glas hellstrohgelb mit grünlichen Reflexen – das typische Farbbild eines jungen Weißen aus den Marken, der die Sonne eingefangen hat, ohne sie schwer durchschlagen zu lassen. Die Nase fein und fruchtig, mehr ein Hauch als ein dichtes Bouquet. Diese Zurückhaltung gehört zum Konzept: Es soll nichts überdeckt werden, nichts kaschiert.

Am Gaumen liegt der eigentliche Reiz. Das Haus selbst beschreibt den Wein als „fein, sapide und weich" – und das trifft es genau. Die Sapidität meint diesen leicht salzigen Zug, fast meerwasserkühl, den die Castelli di Jesi aus den Hügeln knapp dreißig Kilometer hinter der Adria gut auf die Zunge bringen. Sie gibt dem ansonsten ruhigen Tropfen sein Profil – das Stück Charakter, an dem man ihn erkennt. Die mittlere Struktur ist spürbar, eine präsente Säure hält die Frucht zusammen, und die weiche Komponente sorgt dafür, dass nichts spitz oder anstrengend wirkt. Der Abgang klingt mittellang aus, mit eben dieser salzigen Note, die schon den Antrunk geprägt hat – ein Eindruck, der zum nächsten Schluck einlädt.

Am besten im Jahr nach der Lese trinken, empfiehlt Garofoli. Das ist sinnvoll: Sein Charakter liegt in der Frische, nicht in der Reifeentwicklung. Im Sommer ein paar Stunden im Kühlschrank, im Winter eine knappe Viertelstunde, und er ist da, wo er sein soll.

Auf dem Tisch funktioniert er klassisch zu allem, was die Marken-Küche an leichten Speisen anbietet: Antipasti misti, Pasta in zurückhaltender Sauce, vor allem aber Fisch. Konkret etwa Spaghetti alle vongole, gegrillte Sardellen mit Zitrone und Petersilie, eine knusprige Frittura mista mit Calamari und Garnelen, oder ein Brodetto all'anconetana – die Fischsuppe aus Ancona, in der jede Trattoria ihre eigene Variante kennt. Zum Aperitif mit Oliven und einem jüngeren Pecorino macht er ebenfalls eine gute Figur. Eine Flasche für Abende, an denen das Essen die Hauptrolle spielt und ein guter Tropfen selbstverständlich dazugehört.

Auszeichnungen


89 vinous.svg
Vinous - 89 Punkte

Produkt Steckbrief


LAND:
Italien
TYP:
Weißwein
JAHRGANG:
2023
REGION:
Marken
ALKOHOLGEHALT:
12
EAN:
8004375000032
GESCHMACK:
Trocken
QUALITÄTSSTUFE:
DOC
REBSORTE:
Verdicchio
AUSBAU:
Edelstahltank
AUSZEICHNUNGEN:
Vinous
VERSCHLUSS:
Naturkorken
AUSBAUART:
Edelstahltank
ALLERGENE:
enthält Sulfite
LAGERFÄHIGKEIT:
1 - 2 Jahre
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
10 - 12
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Vinous - 89 Punkte
FARBE:
Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
SPEISEN:
Fisch, vegetarische Gerichte, Vorspeisen
DUFT:
Frisch-fruchtige, feine und intensive Nase mit leicht rauchigen Feuerstein-Noten.
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Casa Vinicola G. Garofoli Spa, Via Arno 9 60025 Loreto ( AN ), Italien
SPEISEEMPFEHLUNG:
Ideal als Begleiter zu Vorspeisen, delikaten Zwischengerichten und allerlei Fischzubereitungen.
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Frische Würze am Gaumen, gleichzeitig weich und angenehm sanft mit lebendiger Säure und dezenten Erdbeertönen im Abgang.

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Garofoli

Garofoli steht für präzise Weine aus den Marken, zwischen Adriaküste und Apennin. Im Fokus: Verdicchio dei Castelli di Jesi – von frischen, stahlvergorenen Abfüllungen bis zu selektierten Lagenweinen mit langem Hefelager. Typisch sind Zitrus, gelber Apfel, Kräuter und die feine Mandelnote; die besten Verdicchio reifen überraschend gut und zeigen mit Zeit mehr Tiefe und Salzspur. 

Zweite Säule ist Rosso Conero aus Montepulciano: dunkle Kirsche, Veilchen, etwas Graphit, straffe, doch reife Tannine. Im Weinberg setzt Garofoli auf sorgfältige Lese, Ertragsdisziplin und naturnahe Bewirtschaftung; im Keller dominieren Edelstahl für Klarheit, große Fässer oder behutsames Barrique für Struktur. Auch traditionelle Metodo-Classico-Schaumweine auf Verdicchio-Basis gehören zur Handschrift. Kulinarisch sind die Weine ideale Partner zu Brodetto, gegrilltem Fisch, Oliven all’Ascolana, Geflügel und kurzgebratenem Rind. Ergebnis: klare Herkunft, saubere Frucht, verlässliche Qualität.

Garofoli
Marken

Die Herkunft

Marken

Die Marken liegen an der Adria: Hügel, Kalk und Ton, kontinentale Winde treffen auf maritime Frische; Weinberge folgen Flusstälern und Rücken. Stil: geradlinig, klar, essensnah. Verdicchio dei Castelli di Jesi und Matelica bringt Zitrus, Mandel, Salzigkeit und überraschende Lagerfähigkeit. Rosso Piceno aus Montepulciano/Sangiovese ist kirschig, würzig, mittelgewichtig. Lacrima di Morro d’Alba zeigt parfümierte rote Frucht. Passerina und Pecorino wirken zitrisch, kräutrig, lebhaft. Fischküche, Olivenöl, Trüffel passen ausgezeichnet. In kühleren Lagen entstehen straffere, mineralische Profile; wärmere Zonen bringen runderes, reiferes Obst. Sehr lagerfähig bei guten Erzeugern.

Die Rebsorte

Verdicchio

Verdicchio ist die Leitsorte der Marken und zeigt zwei Gesichter: rund und kräutrig-mineralisch in den sanften Hügeln der Castelli di Jesi, straffer und kühler im höheren, kontinentaleren Matelica. Typisch sind Zitrone, Grapefruit, grüner Apfel, Fenchel und weiße Blüten, dazu eine feine Bittermandel im Finale. Am Gaumen trocken, mittelgewichtig, mit hoher, klarer Säure und dezentem Phenolik-Grip; oft salzige Länge. Ausbau meist im Edelstahl mit Feinhefelager, vereinzelt großes Holz. Classico und Riserva aus guten Lagen besitzen erstaunliches Reifepotenzial und entwickeln Wachs, Honig und Mandelschale. Ideal zu Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, fritti misti, Artischocken, Kräuter-Risotti und jungem Pecorino. Serviertemperatur 9–11 °C.

Verdicchio
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