BIO Bianco Bolgheri Vermentino DOC 2021
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Produktbeschreibung
Küstenvermentino aus fast vierzig Jahre alten Reben
Die ältesten Vermentino-Reben in Bolgheri gehören zu Grattamacco. Sie stehen seit fast vier Jahrzehnten auf einer natürlichen Terrasse über der toskanischen Küste, die Wurzeln tief im weißen, salzhaltigen Tonboden mit kalkigem Mergel. Wer diesen Wein trinkt, schmeckt diesen Boden: Die Salzigkeit, die den Grattamacco Bianco von der ersten bis zur letzten Sekunde durchzieht, hat ihren Ursprung auf diesem Hügel zwischen Castagneto Carducci und dem Tyrrhenischen Meer.
Vermentino spielt in Bolgheri eine Nebenrolle. Die Appellation gehört den roten Sorten – Cabernet, Merlot, Sangiovese prägen das Bild. Dass Grattamacco mit einem reinsortig ausgebauten Vermentino seit Jahrzehnten einen eigenen Akzent setzt, macht den Wein auch jenseits seiner Aromen interessant. Die Reben werden biologisch bewirtschaftet, was an diesem Standort naheliegt: Die stetige Brise vom Meer hält den Pilzdruck niedrig und schafft Bedingungen, unter denen die Reben mit wenig Eingriffen auskommen.
Ein Drittel des Mostes vergärt in kleinen Eichenfässern, der Rest in Edelstahl – das gibt dem Wein sowohl Struktur als auch klare Frucht. Anschließend reift er auf der Feinhefe, die durch regelmäßiges Aufrühren (Bâtonnage) Fülle und eine seidige Textur beisteuert, ohne die Frische zu überdecken.
Die Nase zeigt Zitrusschale und reife Aprikose, dazu Ginsterblüte und einen feinen Hauch Feuerstein. Mediterrane Kräuter schwingen mit – Thymian, Rosmarin, trockene Macchia-Würze. Am Gaumen fällt als Erstes die Salzigkeit auf. Sie ist präsent und prägend, trägt den Wein und gibt ihm Spannung von Anfang bis Ende. Die Säure arbeitet lebhaft daneben, klar konturiert, ohne je spitz zu werden. Steinobst und Zitrus kehren am Gaumen wieder, eingebettet in ein Mundgefühl, das feiner gewebt ist, als man es von einem toskanischen Vermentino erwarten würde – filigran, mit einem Schmelz aus dem Hefeausbau. Im Abgang stehen Salz und kräutrige Würze lange im Mund, begleitet von einer leisen Jodnote.
Zum Essen zeigt der Grattamacco Bianco seine Stärke überall dort, wo Salz und Meer auf dem Teller mitspielen: gegrillter Fisch, Spaghetti alle Vongole, die kräftige Cacciucco aus Livorno oder ein Teller toskanischer Antipasti mit Crostini und gereiftem Pecorino. Auch zu Kalbsfrikassee mit frischen Kräutern oder einem Risotto mit Meeresfrüchten passt er gut.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
LAND:
RESTZUCKER:
TYP:
JAHRGANG:
REGION:
GESCHMACK:
ALKOHOLGEHALT:
QUALITÄTSSTUFE:
REBSORTE:
ANBAUGEBIET:
WEIN-STIL:
ALLERGENE:
FARBE:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
REBSORTENANTEILE:
AUSBAUART:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
DUFT:
AUSZEICHNUNGEN:
SPEISEN:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
AUSBAU:
SPEISEEMPFEHLUNG:
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Grattamacco
Grattamacco gehört zu den Pionieren von Bolgheri. Ende der 1970er gegründet, liegt das Weingut auf einem Hügelrücken zwischen Castagneto Carducci und Bolgheri, offen zur Tyrrhenischen Küste. Diese Lage bringt Sonne, Wind und merkliche Tag-Nacht-Unterschiede zusammen – ideale Bedingungen für reife Trauben mit kühler Aromatik. Heute ist Grattamacco Teil der ColleMassari-Gruppe und arbeitet konsequent biologisch: selektive Handlese, niedrige Erträge, parzellenweise Vinifikation und ein behutsamer Ausbau in Holz, der Struktur statt Holzaroma betont.
Charakteristisch ist die toskanische Prägung des „Bolgheri-Stils“: Neben Cabernet Sauvignon und Merlot behält Grattamacco bewusst Sangiovese als dritte Säule bei. Das stärkt Herkunftsprofil, Frische und gastronomische Vielseitigkeit. Die Weinberge liegen auf 100–200 m Höhe, mit Böden aus Sand, Lehm und Kalk/Mergel; jahrzehntealte Reben und gezielte Nachpflanzungen sichern Kontinuität. Grattamacco steht damit für einen eigenständigen, ortsverwurzelten Bolgheri-Ausdruck – präzise, langlebig, verlässlich.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Vermentino
Vermentino ist eine weiße Küstensorte mit Schwerpunkt in Gallura auf Sardinien, an der ligurischen Grenze (Colli di Luni) und entlang der toskanischen Küste. Wind, Sonne und karge Böden bringen trockene, klare Weine mit frischer Säure, feinem Grip und häufig salziger Länge. Im Duft Zitrone, Grapefruit und Birne, dazu weiße Blüten, Salbei und Fenchel, gelegentlich eine leichte Mandel. Der Ausbau erfolgt meist im Edelstahl mit Feinhefelager für Spannung und Textur; dezentes Holz bleibt die Ausnahme. Ideal zu Crudo, Muscheln, gegrilltem Fisch, Bottarga und Artischocken. Servieren bei 9–11 °C.