La Selvanella Chianti Classico Riserva DOCG 2021
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Produktbeschreibung
Der erste Cru des Chianti Classico – Sangiovese aus alten Reben in Radda
Auf einem Anwesen von 139 Hektar in der Gemeinde Radda in Chianti, Provinz Siena, liegt ein einziger, zusammenhängender Weinberg von 50 Hektar. Vigneti La Selvanella zieht sich über den Rücken eines Hügels bis auf 600 Meter hinauf, nach Südwesten ausgerichtet und den ganzen Tag über im Licht. Hier wurde vor über einem halben Jahrhundert der erste und größte Cru des Chianti Classico angelegt, bepflanzt mit Sangiovese aus eigener Klonauswahl.
Es war der erste Wein der Toskana, der den Namen seines Ursprungsweinbergs aufs Etikett setzte – damals ungewöhnlich, bis heute prägend. Eine bedeutende Lage zählt hier mehr als die einzelne Ernte oder die Mode der Saison. Deshalb bleibt der Stil von Jahr zu Jahr erkennbar: Er kommt aus genau diesem Stück Land, und das zeigt sich über die ganze Reihe der Füllungen hinweg.
Die Reben stehen zwischen 330 und 600 Metern auf Sillano, Pietraforte und Macigno – ein im Anbaugebiet seltenes Nebeneinander dreier Bodenformationen. Erzogen werden sie im Cordone speronato, dem gespornten Kordon, der die Erträge niedrig hält. Der Sangiovese reift in großen Holzfässern und danach in der Flasche, die Kellerarbeit bleibt einfach und auf die Trauben konzentriert. Alles stammt aus diesem einen, klar abgegrenzten Hang.
Radda zählt zu den höchsten und kühlsten Gemeinden der Appellation, ein Ursprung für frische, haltbare Gewächse. Von jeder Lese legt das Gut einige Hundert Flaschen ins Archiv zurück; diese Reihe belegt über fünf Jahrzehnte, wie gut ein Cru aus dieser Ecke altert. Über fünfzehn Jahre im Dunkeln verträgt die Riserva ohne Mühe. Jung wirkt sie eher verschlossen, mit der Zeit rundet sich das Tannin und die balsamische Seite tritt hervor.
Im Glas leuchtet ein schönes Rubinrot. Die Nase ist intensiv: zuerst Waldfrüchte und Kirsche, dahinter balsamische Noten von Lakritz, Minze und mediterraner Macchia. Die dunkle Frucht steht im Vordergrund, die kräuterige Würze gibt der Nase Tiefe. Am Gaumen wirkt der Wein aufrecht und vibrierend, dabei saftig. Eine wache Säure hält ihn in der Senkrechten, das Tannin ist genussvoll präsent und trägt bis in einen langen Nachhall. Ein Profil, das über Spannung läuft, nicht über Wucht.
Am Tisch passt die Riserva zu den herzhaften Hauptgängen der toskanischen Küche: Wildschwein und geschmortes Reh, ein Girarrosto vom Spieß oder eine Bistecca alla Fiorentina vom Holzkohlegrill. Auch gereifter Pecorino und kräftige Bergkäse stehen ihr gut. Eine junge Füllung lässt man am besten eine Stunde in der Karaffe atmen; mit ein paar Jahren im Keller braucht es das nicht mehr. Den Korken zieht man ohnehin dann, wenn Zeit für ein langes Essen bleibt.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
GESCHMACK:
ALKOHOLGEHALT:
QUALITÄTSSTUFE:
FARBE:
VERSCHLUSS:
REBSORTE:
ANBAUGEBIET:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
WEIN-STIL:
AUSBAUART:
REBSORTENANTEILE:
AUSZEICHNUNGEN:
SPEISEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
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HERSTELLER/IMPORTEUR:
DUFT:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
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Melini
Melini steht für Chianti mit Geschichte und klarer Handschrift. Gegründet 1705, arbeitet das Haus heute in Gaggiano auf den Hügeln zwischen Poggibonsi und Castellina – mit einer modernen, terrassenartig in den Hang gebauten Kellerei, die seit den 1970ern parzellenreine Vinifikation ermöglicht. Die Weinberge liegen zwischen Siena und Florenz; zum Besitz gehören traditionsreiche Lagen wie Selvanella, Granaio und San Lorenzo.
Stilistisch setzt Melini auf Sangiovese in unterschiedlichen Ausprägungen – vom geradlinigen Chianti DOCG bis zur charaktervollen Riserva aus Einzellagen wie La Selvanella. Ziel ist Herkunft statt Effekt: saubere Frucht, Struktur und Langlebigkeit. So verbindet Melini historische Substanz mit konsequenter Qualitätsarbeit – ein verlässlicher Name für authentischen Chianti.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese Grosso
Sangiovese Grosso ist die Montalcino-Variante von Sangiovese und Basis für Brunello. Warme Tage, kühle Nächte und galestro-/alberesehaltige Böden bringen dichte, dennoch präzise Weine mit straffer Säure und feinkörnigem, bestimmtem Tannin. Im Duft rote und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, Orangenzeste, mit Reife Tabak, Leder und balsamische Noten. Am Gaumen trocken, mittel bis kräftig, lang und mineralisch getragen. Vinifikation häufig im Edelstahl, Reife traditionell in großem slawonischem Holz oder behutsamem Barrique; Rosso di Montalcino wirkt früher zugänglich, Brunello zeigt großes Lagerpotenzial. Passt hervorragend zu Bistecca, Wild, Ragù, Trüffelgerichten und gereiftem Pecorino. Servieren bei 16–18 °C, junge, strukturreiche Weine gern karaffieren.