Lagrein Riserva Taber DOC 2023
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Produktbeschreibung
Lagrein, wie er in Südtirol nur selten zu finden ist
Taber heißt der Grieser Hof, dessen über achtzig Jahre alte Lagrein-Reben den Stoff für diese Riserva liefern. Den Namen verdankt der Hof der Urgroßmutter des heutigen Bewirtschafters Klaus Mumelter, der die Trauben in akribischer Weinbergarbeit zur Lese bringt. Die Kellerei Bozen füllt die Trauben dieses Hofes seit dem Jahrgang 1988 als Einzellagen-Riserva — über die Jahrzehnte hat sich daraus eine der wichtigsten Referenzen für Lagrein entwickelt. Sie wird regelmäßig mit Gambero Rossos Tre Bicchieri und dem Mundus-Vini-Gold ausgezeichnet, dazu hohe Wertungen bei Decanter, Falstaff und Doctor Wine. Die Stöcke stehen in Gries bei Bozen auf sandigen Schwemmböden mit eingelagerten Porphyrteilen — die Kombination aus warmer Talsohle und kühlen Dolomitenwinden aus dem Sarntal gibt dem Wein seine charakteristische Spannung: warmer Druck im Glas, kühle Frische im Hintergrund.
Lagrein ist die autochthone Südtiroler Rotweinsorte, die in der Bozner Talsohle ihren historischen Schwerpunkt hat — dicht, tanninbetont, abhängig von Sonne und Wärme, nur in den richtigen Lagen wirklich groß. Die Rebsorte gilt als eine der ältesten Italiens und ist außerhalb Südtirols kaum verbreitet — eine regionale Spezialität, die ihre Heimat hier in der Talsohle hat. Über den Alltagsverbrauch hinaus, der in jedem Südtiroler Wirtshaus als Lagrein Dunkel ausgeschenkt wird, gibt es eine kleine Spitze von Riserva-Versionen, die das volle Potenzial der Rebsorte zeigen — diese gehört zu den prominentesten. Die Maischegärung im Holzbottich dauert rund zwei Wochen, der Ausbau danach ein Jahr in französischen Barriques erster, zweiter und dritter Belegung. Die Fass-Diversität hält das Holz im Hintergrund und gibt der Würze Tiefe.
Im Glas zeigt sich ein dichtes Purpurrot, fast undurchdringlich — eine Pigmentdichte, die für sehr alte Weinberge spricht. Die Nase ist tiefgründig und komplex, mit reifer Kirschfrucht im Vordergrund und einer dunklen, würzigen Schichtung aus Wacholder und schwarzem Pfeffer dahinter. Über allem schwebt eine Note Humus, die Kenner sofort wiedererkennen werden — die erdige Signatur der alten Schwemmböden. Am Gaumen entfaltet er sich mit viel Kraft, ohne breit zu werden. Im Mund wirkt er konzentriert und fast schwarz in der Anmutung, mit zunehmender Belüftung öffnen sich einzelne Aromen. Die Frucht ist saftig, der Körper kräftig, die Tannine konzentriert und doch eingebunden — typisch für Stöcke dieses Alters, die ihre Gerbstoffe schon im Weinberg ausreifen lassen. Die Säure ist präsent und sorgt für innere Spannung — der Unterschied zu den leichteren Vertretern der Rebsorte. Der Abgang ist lang und würzig — kein abruptes Ende, sondern ein langes Nachhallen, in dem sich Kirsche, Pfeffer und Holz noch einmal sortieren.
Die Speisenliste der Kellerei klingt nach Südtiroler Spätherbst: Hirschbraten mit kräftigem Fond und Blaukraut, Lammrücken, bollito misto. Auch zu getrüffelter Poularde, Pulled Pork und gereiftem Käse passt er ausgezeichnet — alles, was Druck verträgt und Substanz mitbringt. Wer eine Flasche zurücklegt, kann beobachten, wie sich die Frucht in den kommenden zehn und mehr Jahren in Richtung Pilze, Tabak und Leder bewegt — Lagrein-Reife dauert lang. Vor dem Servieren eine Stunde im Bordeauxglas oder Decanter atmen lassen, dann zeigt sich, was in achtzig Jahren alten Reben steckt. Der Taber ist ein Wein, der den Tisch beherrscht — und das mit der Selbstverständlichkeit, die nur ein Klassiker hat.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
TYP:
LAND:
RESTZUCKER:
JAHRGANG:
AUSBAU:
REGION:
ALKOHOLGEHALT:
REBSORTE:
GESCHMACK:
WEIN-STIL:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
VERSCHLUSS:
FARBE:
REBSORTENANTEILE:
ALLERGENE:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
AUSZEICHNUNGEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
SPEISEEMPFEHLUNG:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
DUFT:
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Kellerei Bozen
Kellerei Bozen ist die Winzergenossenschaft der Stadt: Aus dem Zusammenschluss von Gries (1908) und St. Magdalener (1930) gewachsen, arbeiten heute 224 Winzerfamilien an einem Ziel – Qualität vor Menge. Die Rebgärten reichen vom warmen Talboden bis in höhenkühle Hanglagen; das alpine Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten sorgt für präzise Aromen und natürliche Frische.
Im Weinberg stehen naturnahe Bewirtschaftung, viel Handarbeit und vollständige Handlese im Vordergrund; im Keller setzt das Team um Önologe Stephan Filippi auf schonende Vinifikation und einen Ausbau, der Herkunft statt Holz betont. Seit 2019 bündelt der energieeffiziente Neubau in Moritzing die Prozesse und ist als erste „KlimaHaus Wine“-Kellerei Italiens zertifiziert. Ergebnis: charakterstarke Lagrein, trinkige St.-Magdalener und präzise Weißweine.
Die Herkunft
Südtirol
Südtirol ist alpin-mediterran: Steillagen, Porphyr und Dolomit, starke Tag-Nacht-Amplituden; präzise Weinbergsarbeit prägt die Region. Weine sind klar, duftig, strukturiert. Weiß: Sauvignon, Pinot Bianco und Gewürztraminer zeigen Bergkräuter, Blüten, Steinobst und kühle Mineralität. Lagrein liefert dunkle Beeren, Veilchen und samtiges Tannin; Vernatsch ist hell, kirschig, leicht, sehr trinkig. Insgesamt elegant, geradlinig und terroirbetont, mit hoher Präzision. In kühleren Höhenlagen gelingt Pinot Nero fein und würzig; Riesling zeigt Zitrus und Stein. Die Stile bleiben präzise, salzig und frisch. Passt hervorragend zu Knödeln, Speck, Almkäse und mediterraner Küche, leichten Fischen.
Die Rebsorte
Lagrein
Lagrein ist eine rote autochthone Sorte aus Südtirol, klassisch in den warmen Talböden um Bozen/Gries auf Porphyr-, Schwemm- und Moränenböden. Sie reift relativ spät, liefert tiefdunkle Weine mit satter Frucht, moderater Säure und kräftigen, doch feinkörnigen Tanninen. Im Duft: Brombeere, Schwarzkirsche, Pflaume, Veilchen, dazu oft Kakao/Kaffee, Pfeffer, Lakritz; mit Reife balsamische und erdige Noten. Stilistisch zwei Hauptformen: Lagrein Dunkel (still, strukturiert, teils großes Holz/Barrique für Würze und Politur) und Lagrein Kretzer (Rosato; hellfarbig, saftig, sehr trinkig). Moderne Vinifikation setzt auf schonende Extraktion, um Frische und Trinkfluss zu betonen. Foodpairing: Rind/Steak, Lamm, Wild, Schmorgerichte, Pilze, Speck und gereifte Almkäse; Kretzer passt zu Antipasti, Fisch vom Grill und mediterranem Gemüse. Servieren: Dunkel 15–17 °C, Kretzer 9–11 °C; gute Exemplare reifen 5–10 Jahre.