Laven Bianco DOC Bio 2023
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Produktbeschreibung
Bio-Cuvée der Kellerei Bozen aus drei weißen Rebsorten
Der Name Laven greift in die Geologie zurück. Der rot-violette Bozner Porphyr, auf dem die Reben für diesen Bio-Weißwein wachsen, ist aus vulkanischen Lavaströmen entstanden, die das Etschtal vor sehr langer Zeit geprägt haben. Aus diesem Gestein ist auch die Bozner Altstadt errichtet – Boden und Baumaterial zugleich. Die Kellerei Bozen nimmt diese Herkunft beim Wort und hat ihre weiße Bio-Cuvée nach den Lavamassen benannt, denen Südtirol seinen charakteristischen Porphyr verdankt. Drei Rebsorten kommen darin zusammen, alle aus der weiteren Burgunder-Familie: Chardonnay, Weißburgunder und Pinot Grigio.
Die Reben stehen auf den Porphyrböden rund um Bozen und am Ritten, der sich auf bis zu 600 Meter Höhe erhebt – kühlere Nächte, längere Reifephasen. Die Bewirtschaftung erfolgt biologisch, die Lese von Hand. Nach sanfter Pressung durchläuft der Wein den biologischen Säureabbau, bei dem die Hefe die spitze Apfelsäure in weichere Milchsäure umwandelt. Die anschließende Reife auf der Feinhefe verteilt sich parallel auf drei Gebinde: Betontank, pyramidenförmige Eichenfässer und Edelstahltank. Am Ende werden die Fraktionen zur Cuvée zusammengeführt.
Im Glas leuchtet der Laven strohgelb mit zart grünlichen Reflexen. Die Nase ist von reifem Obst geprägt: Apfel und Birne stehen vorn, dahinter Pfirsich und ein feiner Anklang von Ananas, der die Aromen in eine tropische Richtung führt. Am Gaumen halten sich Eleganz und Kraft die Waage, getragen von einer frischen, angenehmen Säure. Die Frucht aus der Nase findet sich beim Trinken wieder, ohne sich aufzudrängen. Ein Wein mit genug Struktur, um zu Tisch zu funktionieren, und genug Frucht, um auch solo eine Figur zu machen.
Klassische Begleitung sind Vorspeisen wie eine Fischsuppe, regionale vegetarische Gerichte und mittelgereifter Käse – Spinatknödel oder gefüllte Paprika passen ebenso wie ein junger Asiago oder ein mittelreifer Stilfser Almkäse. Der Laven ist breit genug aufgestellt, um mit verschiedenen Aromen umzugehen, und behält dabei den Porphyr im Glas, von dem er seinen Namen hat.
Produkt Steckbrief
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Kellerei Bozen
Kellerei Bozen ist die Winzergenossenschaft der Stadt: Aus dem Zusammenschluss von Gries (1908) und St. Magdalener (1930) gewachsen, arbeiten heute 224 Winzerfamilien an einem Ziel – Qualität vor Menge. Die Rebgärten reichen vom warmen Talboden bis in höhenkühle Hanglagen; das alpine Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten sorgt für präzise Aromen und natürliche Frische.
Im Weinberg stehen naturnahe Bewirtschaftung, viel Handarbeit und vollständige Handlese im Vordergrund; im Keller setzt das Team um Önologe Stephan Filippi auf schonende Vinifikation und einen Ausbau, der Herkunft statt Holz betont. Seit 2019 bündelt der energieeffiziente Neubau in Moritzing die Prozesse und ist als erste „KlimaHaus Wine“-Kellerei Italiens zertifiziert. Ergebnis: charakterstarke Lagrein, trinkige St.-Magdalener und präzise Weißweine.
Die Herkunft
Südtirol
Südtirol ist alpin-mediterran: Steillagen, Porphyr und Dolomit, starke Tag-Nacht-Amplituden; präzise Weinbergsarbeit prägt die Region. Weine sind klar, duftig, strukturiert. Weiß: Sauvignon, Pinot Bianco und Gewürztraminer zeigen Bergkräuter, Blüten, Steinobst und kühle Mineralität. Lagrein liefert dunkle Beeren, Veilchen und samtiges Tannin; Vernatsch ist hell, kirschig, leicht, sehr trinkig. Insgesamt elegant, geradlinig und terroirbetont, mit hoher Präzision. In kühleren Höhenlagen gelingt Pinot Nero fein und würzig; Riesling zeigt Zitrus und Stein. Die Stile bleiben präzise, salzig und frisch. Passt hervorragend zu Knödeln, Speck, Almkäse und mediterraner Küche, leichten Fischen.
Die Rebsorte
Chardonnay
Chardonnay stammt aus Burgund und ist heute weltweit verbreitet. In Italien steht er vor allem in Trentino-Südtirol, Friaul, Piemont, Toskana und Sizilien – still oder als Basis für Metodo Classico in Trentodoc und Franciacorta. Die Sorte reift mittel bis früh, passt sich Böden und Klima stark an. Profil (still, trocken): Zitrone, grüner/gelber Apfel, Birne, je nach Reife Pfirsich, dazu Kreide/Stein, gelegentlich Nuss. BSA (Malolaktik) bringt Cremigkeit, Holz (meist Barrique) Noten von Vanille, Toast, Brioche; ohne Holz wirkt er geradlinig, mineralischer. Am Gaumen mittel bis kräftig, gute Säure, klare Struktur; Lagerung auf der Feinhefe erhöht Textur. Schaumwein zeigt Zitrus, Apfel, Hefegebäck, feine Perlage. Foodpairing: Fisch/Meeresfrüchte, Geflügel, Risotto, cremige Saucen; die barriquebetonte Variante passt zu Kalb, Schwein, gereiftem Käse. Servieren: still 9–12 °C, kräftig/holzig 12–14 °C; viele Qualitäten reifen 5–10+ Jahre.