Mò Montepulciano d'Abruzzo Riserva DOP 2020
12,95 €
Sofort lieferbar
- 60 Tage Geld-zurück-Garantie
- Kostenloser Versand ab 120€
- Weine direkt vom Winzer
- Schneller Versand aus Deutschland
- Top-Kundenservice
Produktbeschreibung
Acht Mal Tre Bicchieri – warum eine Genossenschaft aus Chieti die Kritiker nicht mehr überrascht
Der Gambero Rosso hat diesem Wein acht Mal in Folge seine höchste Auszeichnung verliehen – die Tre Bicchieri, drei Gläser, das Äquivalent zu drei Michelin-Sternen in der italienischen Weinwelt. Für einen Montepulciano d'Abruzzo mit Riserva-Status ist das eine Serie, die selbst etablierte Einzelweingüter selten hinbekommen. Dass sie ausgerechnet aus einer Genossenschaft in der Provinz Chieti kommt, macht den Mò zu einer Geschichte, die man im Glas nachprüfen kann.
Die Trauben wachsen auf tonhaltigen Hügelböden zwischen der Adriaküste und dem Gran-Sasso-Massiv – warme Seeluft und kühler Bergwind sorgen dafür, dass Montepulciano hier langsam ausreift und besonders dunkle, dickschalige Beeren entwickelt. Die Rebsorte hat übrigens nichts mit der toskanischen Stadt gleichen Namens zu tun; sie ist in den Abruzzen zu Hause und bringt von Natur aus viel Farbe, kräftige Gerbstoffe und eine dunkle, beerige Frucht mit.
Neun Monate in Eichenfässern geben dem Mò seine feinen Röst- und Vanillenoten im Hintergrund, ohne die Frucht zu überlagern. Die anschließende Flaschenreife sorgt dafür, dass sich alles miteinander verzahnt – bei einem Riserva ist diese Geduld Pflicht, und beim Mò schmeckt man, dass sie sich gelohnt hat.
Im Glas steht ein dichtes, fast undurchsichtiges Rubinrot, am Rand ins Violette spielend – ein erster Hinweis auf Konzentration und reifes Lesegut. Die Nase öffnet sich sofort und großzügig: Schwarzkirsche und reife Brombeere, dahinter eine warme Schicht aus Pflaume, die an eingekochtes Kompott erinnert. Mit Luft kommen würzige Töne hervor – Zimt, schwarzer Pfeffer und ein feines Tabakblatt, das eine Spur Kakao mitbringt. Am Gaumen ist es die Textur, die den Mò von vielen Montepulciano in seiner Preisklasse absetzt. Die Tannine – das sind die Gerbstoffe, die bei Rotwein für das leicht pelzige, zusammenziehende Mundgefühl sorgen – sind hier weich geschliffen, fast samtig. Sie halten den Wein zusammen, ohne ihn einzuengen. Saftige dunkle Frucht füllt den Mittelteil aus, unterlegt von einer würzigen Strömung, die an Rosmarin und dunkle Schokolade denken lässt. Der Abgang zieht sich lang hin, mit einer feinen Bitternote im Finish, die typisch für die Rebsorte ist und den Gaumen sauber zurücklässt.
Dem Mò eine halbe Stunde in der Karaffe gönnen – er legt mit Luft spürbar zu. Wer ihn ein, zwei Jahre liegen lässt, wird erleben, wie die Tannine noch samtiger werden und sich erdige, ledrige Noten dazugesellen, die den Fruchtcharakter ergänzen. Am Tisch gehört er neben Pappardelle mit Wildschweinragout, langsam geschmorte Lammhaxe oder einen kräftigen Pecorino aus den Abruzzen, der seine würzige Seite aufgreift.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
TYP:
LAND:
RESTZUCKER:
JAHRGANG:
AUSBAU:
REGION:
GESCHMACK:
ALKOHOLGEHALT:
AUSBAUART:
EAN:
QUALITÄTSSTUFE:
VERSCHLUSS:
ALLERGENE:
LAGERFÄHIGKEIT:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
REBSORTE:
FARBE:
AUSZEICHNUNGEN:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
SPEISEEMPFEHLUNG:
DUFT:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Kundenbewertungen
Anmelden
Cantina Tollo
1960, in einer Phase der Abwanderung, schlossen sich Winzerfamilien in Tollo zusammen und legten den Grundstein für eine Kooperative, die den Neuaufbau des regionalen Weinbaus prägte. In den 1960er/70ern wurde Cantina Tollo zur treibenden Kraft: Während in Teramo und L’Aquila Flächen sanken, wuchs die Rebfläche in Chieti – Tollo entwickelte sich zur „Weinstadt“. Heute bewirtschaftet die Cantina rund 2.700 Hektar von den küstennahen Hügeln bis zu den Berghängen. Mediterranes Klima und deutliche Tag-Nacht-Amplituden fördern die Aromaausprägung der Trauben.
Im Mittelpunkt stehen autochthone Sorten wie Montepulciano, Trebbiano und Pecorino sowie Cerasuolo d’Abruzzo DOC. Traditionelle Pergola-Erziehung bleibt Grundlage, begleitet von experimentierfreudiger Weinbergsarbeit und moderner Kellertechnik. Nachhaltigkeit ist fest verankert: etwa 240 Hektar werden biologisch bewirtschaftet – damit zählt Tollo zu den größten Biowein-Erzeugern Italiens. Die Qualität wird international bestätigt, u. a. durch wiederholte Auszeichnungen der Berliner Wine Trophy als „beste italienische Kooperative“. Ergebnis: Weine mit klarer H erkunft, sauberer Frucht und verlässlicher Stilistik – vom frischen Weiß bis zum strukturierten Rot.
Die Herkunft
Abruzzen
In den Abruzzen liegen Apennin und Adria nah beieinander; Kalk, Ton und kühle Fallwinde bringen aromatische Frische. Landschaftlich wechseln Berge, Ebenen und Meeresnähe. Die Weine sind kernig und bodenständig. Montepulciano d’Abruzzo bietet dunkle Kirsche, Pflaume, Gewürz und zupackende Tannine. Pecorino und Trebbiano liefern trockene, kräutrige Weißweine mit Zitrus, grünem Apfel und salziger Note. Cerasuolo d’Abruzzo ist farbintensiv, saftig, mit Biss. Höhenlagen bringen Spannung und kühle Würze; Colline Teramane liefert Tiefe. Zu Lamm, Arrosticini, Pasta und Fisch und Meeresfrüchten aus der Adria funktionieren die Weine besonders gut zusammen.