Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2018 Biologico
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Produktbeschreibung
Poggio di Sotto – Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2018
Poggio di Sotto liegt auf den südöstlichen Anhöhen Montalcinos, im Weiler Castelnuovo dell’Abate – einer jener Lagen, in denen Sangiovese seit Generationen seine klarste, reinste Gestalt annimmt. Dass hier eines der am meisten gesuchten Weingüter Italiens steht, verdankt sich einer Verkettung aus außergewöhnlichem Terroir, unbeirrbarer Stilistik und dem Mut, sich dem Zeitgeist zu verweigern.
1989 erwarb Piero Palmucci, ein aus Grosseto stammender Unternehmer der internationalen Schifffahrt, ein Podere in Castelnuovo dell’Abate. An seiner Seite stand von Beginn an Giulio Gambelli, Italiens unangefochtene Autorität für Sangiovese. Gemeinsam verweigerten sich die beiden konsequent dem Zeitgeist: Wo in den neunziger Jahren tiefe Extraktion und der demonstrative Einsatz neuer Barriques als Qualitätsmerkmal galten, setzten sie auf große slawonische Eichenfässer, spontane Vergärung und geduldige Mazeration. 2011 übernahm Claudio Tipa das Weingut und bewahrte den Stil behutsam. Seit 2016 verantwortet der Önologe Leonardo Berti die Vinifikation, unterstützt von Federico Staderini – jenem Schüler Gambellis, der nach dessen Tod die Brücke zwischen den Epochen schlug.
Das Anwesen umfasst 48 Hektar, davon 20 Hektar Reben, ausschließlich Sangiovese Grosso, auf Höhen von 190 bis 440 Metern. Die Böden durchlaufen ein selbst für Montalcino außergewöhnliches geologisches Spektrum: Galestro und grauer Mergel in den tieferen Lagen, rötliche eisenhaltige Böden in mittlerer Höhe, kompakte Tone an den Kuppen. Der nahe Monte Amiata sorgt für eine ausgeprägte Temperaturamplitude zwischen Tag und Nacht, die Aromatik und Säurestruktur der Trauben entscheidend prägt. In Zusammenarbeit mit der Universität Florenz wurden 182 eigenständige Sangiovese-Biotypen in den ältesten Weinbergen identifiziert und als echte Feldmischung gepflanzt – eine klonale Vielfalt, die in dieser Größenordnung einzigartig ist. Biologisch zertifiziert seit 2004.
Die Riserva-Selektion folgt einer ebenso einfachen wie konsequenten Logik: Sämtliche Parzellen werden separat vinifiziert und in eigenen 30-Hektoliter-Fässern aus slawonischer Eiche ausgebaut. Erst im Verlauf der Reifung zeigt sich, welches Fass jene besondere Tiefe besitzt, die eine Riserva-Abfüllung rechtfertigt. Im Jahrgang 2018 fiel die Wahl auf ein einzelnes Fass aus einer Einzellage mit mergelhaltigem Boden – eine Parzelle, die 2001 bepflanzt wurde und deren Reben zum Zeitpunkt der Ernte siebzehn Jahre alt waren. Seit der Gründung wurden lediglich elf Riservas abgefüllt.
Die Vegetationsperiode 2018 war das Gegenteil des heißen Vorjahres: ein kühles, regenreiches Jahr, das Montalcino eine Rückkehr zu klassischen Verhältnissen bescherte. Der Sommer blieb von extremen Hitzespitzen verschont, die moderaten Temperaturen ermöglichten eine langsame Reife und die Ausbildung feinkörniger Tannine. Die Handlese erstreckte sich vom 12. September bis zum 4. Oktober in bis zu drei Durchgängen. Das Consorzio vergab vier von fünf Sternen – eine Einordnung als klassische Annata von Eleganz, nicht von Wucht.
Die alkoholische Gärung setzte spontan mit traubeneigenen Hefen in tronkokonischen Holzbottichen ein. Die Mazeration erstreckte sich über mindestens dreißig Tage, begleitet von schonenden Remontagen an der Luft. Der anschließende Ausbau erfolgte in 30-Hektoliter-Fässern aus slawonischer Eiche – jener Fassgröße, die Palmucci und Gambelli als ideal identifiziert hatten. In einer bemerkenswerten Entscheidung verkürzte das Kellerteam die Fassreife auf dreißig Monate statt der üblichen 45, um Frische und Eleganz des Jahrgangs zu bewahren. Abgefüllt im November 2021, ohne Filtration, bei 14 Volumenprozent Alkohol.
In der Farbe zeigt sich ein leuchtendes, klares Rubinrot mit zarten Granatreflexen – ein vergleichsweise helles Gewand, das sofort die Handschrift eines Hauses verrät, das Tiefe nie mit Opazität verwechselt hat. Das Bouquet entfaltet sich in Schichten: Glyzinie und wilde Rose, verwoben mit Blutorange und Zedernzeste, dahinter rote Johannisbeere, Moosbeere und Rosmarin. Mit Belüftung treten Pfeifentabak, schwarzer Pfeffer, nasser Stein und Graphit hervor.
Am Gaumen verbindet der Wein Zartheit und Substanz auf eine Weise, die seine helle Farbe nicht vermuten lässt. Die Tannine sind kreidig-fein, fast pudrig, die Säure vibrierend und präzise. Eine salzige Mineralität grundiert den Mittelgaumen. Das Finale ist von außergewöhnlicher Länge – Veilchen, wilde Erdbeere, nasser Stein und ein Anflug von Weihrauch klingen lange nach.
Der reguläre Brunello 2018 des Hauses wurde von Wine Enthusiast als Nummer eins der Top-100-Cellar-Selections ausgezeichnet und verwies Vega Sicilias Unico auf Platz zwei. Die Riserva setzt noch einmal obenauf. James Suckling vergab 98 Punkte, Robert Parkers Wine Advocate 97+, Jeb Dunnuck 97, Falstaff 98, Vinous 96 und Decanter 95 Punkte.
Das Trinkfenster erstreckt sich von 2026 bis mindestens 2048. Wer Geduld aufbringt, wird in fünfzehn bis zwanzig Jahren mit einem Wein belohnt, der die stilistische Grenze zwischen großem Brunello und den besten Nebbiolos des Piemonts auf faszinierende Weise verschwimmen lässt.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
WEIN-STIL:
AUSBAU:
ALKOHOLGEHALT:
GESCHMACK:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
REBSORTE:
ANBAUGEBIET:
FARBE:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
REBSORTENANTEILE:
DUFT:
SPEISEEMPFEHLUNG:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
AUSZEICHNUNGEN:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
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Poggio di Sotto
Das toskanische Weingut Poggio di Sotto überzeugt seit der Gründung im Jahr 1989 mit seinen hervorragenden Weinen. Die Weinberge des Weinguts sind auf einem Hügel angesiedelt, der süd-östlich von Montalcino liegt. Platziert werden die Reben dot auf steilen Höhen zwischen 200 und 400 Metern.
Von Anfang an war Poggio di Sotto bekannt für seine hoch qualitativen Sangiovese-Trauben. Dadurch erreichte das Weingut schnell einen Kultstatus. Gerade mal zwei Jahre nach Gründung ist dort der erste Brunello di Montalcino des Guts entstanden.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese
Sangiovese prägt die Hügel der Toskana mit Galestro- und Alberese-Böden und zeigt je nach Lage kühle Eleganz oder sonnige Fülle. Typisch sind rote Kirsche und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, etwas Orangenzeste und mit Reife Tabak, Leder und Erde. Die Weine wirken trocken, mittel bis kräftig, mit hoher, klarer Säure und feinkörnigem, doch bestimmtem Tannin – ideal für Tischkultur und Reife. Ausdrucksorte: Chianti Classico (geradlinig, würzig), Brunello di Montalcino (tiefer, langlebiger), Vino Nobile di Montepulciano (kernig, würzig), Morellino di Scansano (sonniger, weicher). Ausbau vom Edelstahl bis großem Holz oder Barrique, stets auf Frische und Struktur bedacht. Passt zu Bistecca, Wild, Ragù, Pecorino, Pilzen. Servieren 15–17 °C.