Pecorino d'Abruzzo DOP 2022
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Produktbeschreibung
Salbei, Lavendel und viel Grip – Pecorino auf Super-Premium-Niveau
Die Pecorino-Traube trägt ihren Namen der Überlieferung nach, weil Schafe – pecore – die reifen Beeren besonders gern fraßen. Lange galt die Sorte in den Abruzzen als beinahe vergessen, bis Winzer sie in den 1990er Jahren wiederentdeckten. Seitdem zeigt sie, was in ihr steckt: kraftvolle Weißweine mit aromatischer Dichte und einer Struktur, die man bei italienischen Weißen dieser Art selten antrifft.
Cantina Tollo führt diesen Pecorino d'Abruzzo DOP als Super Premium in ihrer Anthology-Linie. Er reift auf der Feinhefe, teils im Edelstahltank, teils in großen Fässern.
Im Glas leuchtet er strohgelb mit feinen grünlichen Reflexen. Die Nase öffnet sich mit reifer Birne und weißem Pfirsich – saftige Frucht, die ihre Frische bewahrt. Darüber liegen helle Zitrusnoten, die an frisch aufgeschnittene Zedrat-Zitrone erinnern, und ein leiser Mandelton im Hintergrund. Den eigentlichen Akzent setzen die Kräuter: Salbei und Lavendel, würzig und warm, mit einem herbalen Unterton, der an die Macchia der umliegenden Hänge denken lässt. Darunter schwingt eine mineralische Note mit, trocken und steinig, die dem Duftbild eine raue Kante gibt.
Am Gaumen fällt sofort die Konzentration auf. Die Frucht steht satt und präsent im Mund, wird aber von einer lebendigen Säure in Schach gehalten, die ihm Spannung und Trinkfluss gibt. Er hat Gewicht, ohne schwer zu wirken. Die Textur ist geschmeidig, beinahe ölig – ein Ergebnis der Hefelagerung. Im Abgang bleibt eine markige, salzige Mineralität zurück, die minutenlang auf der Zunge liegt und dem Wein seinen Grip gibt. Man stellt das Glas nicht so schnell zur Seite.
Zu Spaghetti alle Vongole greift die Kräuterwürze die Aromen der Muscheln auf. Zu gegrilltem Wolfsbarsch mit Zitrone bildet die Säure einen belebenden Kontrapunkt. Auch ein Risotto mit Zucchiniblüten oder helles Kalbfleisch mit Kapern-Zitronen-Sauce profitieren von seiner aromatischen Bandbreite. Wer mag, schenkt ihn auch solo als Aperitif ein – die mineralische Würze und die Frische machen ihn zu einem Wein, der ohne Speisenbegleitung genauso gut funktioniert.
Pecorino steht in den Abruzzen noch im Schatten von Trebbiano und Montepulciano. Dieser Wein von Cantina Tollo zeigt, warum die Sorte mehr Aufmerksamkeit verdient.
Produkt Steckbrief
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Cantina Tollo
1960, in einer Phase der Abwanderung, schlossen sich Winzerfamilien in Tollo zusammen und legten den Grundstein für eine Kooperative, die den Neuaufbau des regionalen Weinbaus prägte. In den 1960er/70ern wurde Cantina Tollo zur treibenden Kraft: Während in Teramo und L’Aquila Flächen sanken, wuchs die Rebfläche in Chieti – Tollo entwickelte sich zur „Weinstadt“. Heute bewirtschaftet die Cantina rund 2.700 Hektar von den küstennahen Hügeln bis zu den Berghängen. Mediterranes Klima und deutliche Tag-Nacht-Amplituden fördern die Aromaausprägung der Trauben.
Im Mittelpunkt stehen autochthone Sorten wie Montepulciano, Trebbiano und Pecorino sowie Cerasuolo d’Abruzzo DOC. Traditionelle Pergola-Erziehung bleibt Grundlage, begleitet von experimentierfreudiger Weinbergsarbeit und moderner Kellertechnik. Nachhaltigkeit ist fest verankert: etwa 240 Hektar werden biologisch bewirtschaftet – damit zählt Tollo zu den größten Biowein-Erzeugern Italiens. Die Qualität wird international bestätigt, u. a. durch wiederholte Auszeichnungen der Berliner Wine Trophy als „beste italienische Kooperative“. Ergebnis: Weine mit klarer H erkunft, sauberer Frucht und verlässlicher Stilistik – vom frischen Weiß bis zum strukturierten Rot.
Die Herkunft
Abruzzen
In den Abruzzen liegen Apennin und Adria nah beieinander; Kalk, Ton und kühle Fallwinde bringen aromatische Frische. Landschaftlich wechseln Berge, Ebenen und Meeresnähe. Die Weine sind kernig und bodenständig. Montepulciano d’Abruzzo bietet dunkle Kirsche, Pflaume, Gewürz und zupackende Tannine. Pecorino und Trebbiano liefern trockene, kräutrige Weißweine mit Zitrus, grünem Apfel und salziger Note. Cerasuolo d’Abruzzo ist farbintensiv, saftig, mit Biss. Höhenlagen bringen Spannung und kühle Würze; Colline Teramane liefert Tiefe. Zu Lamm, Arrosticini, Pasta und Fisch und Meeresfrüchten aus der Adria funktionieren die Weine besonders gut zusammen.
Die Rebsorte
Pecorino
Pecorino ist eine weiße, von Natur aus ertragsarme Sorte aus den Marken und den Abruzzen, heute vor allem als Offida Pecorino DOCG, Terre di Chieti/Abruzzo Pecorino zu finden. Kühle Höhenlagen und kalkhaltige Böden bringen straffe, salzige Profile. Im Duft Zitrone und Grapefruit, gelber Apfel, weiße Blüten, dazu Fenchel, Salbei und eine feine Mandel. Am Gaumen trocken, mittelgewichtig, mit hoher, klarer Säure und spürbarem Phenolik-Grip, oft erstaunliche Länge. Der Ausbau erfolgt überwiegend im Edelstahl mit Feinhefelager für Textur; punktuell großes, neutrales Holz oder kurzer Maischekontakt. Pecorino passt hervorragend zu Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, Pasta alle vongole, jungem Pecorino-Käse und Kräutergerichten. Servieren bei 9–11 °C; gute Exemplare reifen drei bis fünf Jahre und gewinnen an Wachs, Honig und Kräutertiefe.