Custodi del Territorio Pecorino Terre d´Abruzzo IGP 2025
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Produktbeschreibung
Pecorino aus Tollo, wo schon die Römer Wein gekeltert haben
Auf dem Etikett sitzt eine römische Münze, und sie ist ein echtes Fundstück. Bei Grabungen auf dem Gelände in Tollo kamen Reste einer antiken Villa ans Licht, dazu Dolia – jene mannshohen Tongefäße, in denen man vor zweitausend Jahren Most vergären und lagern ließ –, eine Zisterne und mehrere Münzen. Eine davon ziert heute die Flaschen der Custodi del Territorio, der Hüter des Territoriums, wie Feudo Antico diese Linie getauft hat. Gedacht ist sie als Verbeugung vor der lokalen Weinbautradition, die Münze als Zeichen für dieses Erbe. Teile der Fundstelle sind auf dem Gut als kleines Museum zu besichtigen, und die Kellerei betreibt eigene archäo-önologische Forschung.
Tollo liegt in den Hügeln der Provinz Chieti, wenige Kilometer von der Adria entfernt, und führt den Beinamen Città del vino. Der ist historisch gedeckt: Vermutlich schon zur Zeitenwende, irgendwo zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 1. danach, wurde an dieser Stelle gekeltert – ziemlich genau dort, wo heute die Reben wachsen.
Die Rebsorte hat eine kürzere, aber bewegte Geschichte. Pecorino galt in den Siebzigerjahren als so gut wie verschwunden: magere Erträge, kaum Nachfrage, reihenweise gerodete Stöcke. Erst in den Achtzigern holten Winzer beiderseits der Grenze zwischen Marken und Abruzzen sie zurück – wer damals umpflanzte, tat das gegen den Markt und für eine Traube, die kaum jemand kannte. Heute zählt sie zu den gefragtesten weißen Reben Mittelitaliens. Mit Schafskäse hat der Name nichts zu tun; die gängige Erklärung verweist auf die Herden, die früher durch diese Hänge zogen und sich an den reifen Beeren bedienten.
Im Glas ein helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Der Duft ist fruchtbetont: Zitrus und Tropenfrucht zuerst, dahinter weißer Pfirsich und feine florale Anklänge. Am Gaumen hat der Weiße Gewicht: vollmundig und fest gebaut, mit langem Nachhall. Diese Statur macht ihn zum Begleiter für den Tisch.
Feudo Antico empfiehlt ihn zu rohem Fisch und Meeresfrüchten, etwa Crudo di mare oder Gamberi rossi, und zu Fischgerichten allgemein – gegrillter Seeteufel, Brodetto von der Adriaküste. Dazu junge Frischkäse und Pasta-filata-Sorten wie Mozzarella di bufala, Burrata oder Scamorza.
Produkt Steckbrief
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Feudo Antico
Feudo Antico steht für das Terroir von Tullum (Abruzzen) – einer kleinen DOCG rund um Tollo in der Provinz Chieti. Das Projekt, entstanden im Umfeld von Cantina Tollo, fokussiert konsequent autochthone Rebsorten: Pecorino und Passerina für salzige, spannungsgeladene Weißweine, Montepulciano für dichte, fruchtklare Rote. Alte Rebanlagen, niedrige Erträge, selektive Handlese und ein schonender Ausbau – teils in Zement, großen Fässern oder dezentem Holz – bewahren Herkunft und Frische. Das Adriaklima und die Fallwinde aus der Maiella sorgen für kühle Nächte und präzise Aromatik. Nachhaltigkeit, Bodengesundheit und der Schutz historischer Weinberge stehen im Zentrum. Ergebnis: charakterstarke, geradlinige Weine mit Ausdruck und regionaler Identität.Die Herkunft
Abruzzen
In den Abruzzen liegen Apennin und Adria nah beieinander; Kalk, Ton und kühle Fallwinde bringen aromatische Frische. Landschaftlich wechseln Berge, Ebenen und Meeresnähe. Die Weine sind kernig und bodenständig. Montepulciano d’Abruzzo bietet dunkle Kirsche, Pflaume, Gewürz und zupackende Tannine. Pecorino und Trebbiano liefern trockene, kräutrige Weißweine mit Zitrus, grünem Apfel und salziger Note. Cerasuolo d’Abruzzo ist farbintensiv, saftig, mit Biss. Höhenlagen bringen Spannung und kühle Würze; Colline Teramane liefert Tiefe. Zu Lamm, Arrosticini, Pasta und Fisch und Meeresfrüchten aus der Adria funktionieren die Weine besonders gut zusammen.
Die Rebsorte
Pecorino
Pecorino ist eine weiße, von Natur aus ertragsarme Sorte aus den Marken und den Abruzzen, heute vor allem als Offida Pecorino DOCG, Terre di Chieti/Abruzzo Pecorino zu finden. Kühle Höhenlagen und kalkhaltige Böden bringen straffe, salzige Profile. Im Duft Zitrone und Grapefruit, gelber Apfel, weiße Blüten, dazu Fenchel, Salbei und eine feine Mandel. Am Gaumen trocken, mittelgewichtig, mit hoher, klarer Säure und spürbarem Phenolik-Grip, oft erstaunliche Länge. Der Ausbau erfolgt überwiegend im Edelstahl mit Feinhefelager für Textur; punktuell großes, neutrales Holz oder kurzer Maischekontakt. Pecorino passt hervorragend zu Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, Pasta alle vongole, jungem Pecorino-Käse und Kräutergerichten. Servieren bei 9–11 °C; gute Exemplare reifen drei bis fünf Jahre und gewinnen an Wachs, Honig und Kräutertiefe.