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Produktbeschreibung


Verdicchio im Barrique: Garofolis Riserva aus Montecarotto

Der Serra Fiorese war der erste Verdicchio, der konsequent im Eichenfass vergoren und ausgebaut wurde. In den Achtzigerjahren wagte Garofoli diesen Schritt, zu einer Zeit, als Verdicchio vor allem als frischer, leichter Sommerwein galt. Dass die Rebsorte Tiefe aufbauen und sich über Jahre entwickeln kann, war damals alles andere als selbstverständlich. Bis heute gehört der Serra Fiorese zu den wenigen Verdicchio, die bewusst auf Langlebigkeit angelegt sind.

Die Trauben stammen aus einer Einzellage bei Montecarotto, im Kerngebiet der Castelli di Jesi. Die Böden dort wechseln zwischen Lehm und Sand – ein Untergrund, der dem Wein eine klare mineralische Spannung verleiht. Garofoli wartet die volle Reife ab, presst die Trauben schonend als ganze Trauben und vergärt den Most in Barriques aus französischer Eiche – kleinen Fässern, die dem Wein Röst- und Würznoten mitgeben und ihm Halt verleihen. Dort bleibt er zwölf Monate auf der Feinhefe, regelmäßig aufgerührt (ein Verfahren namens Bâtonnage), bevor er mindestens zwei weitere Jahre in der Flasche ruht.

Im Glas leuchtet ein sattes, brillantes Gelb mit goldenen Reflexen. Die Nase entfaltet sich in Schichten: Zuerst gelber Pfirsich und Mispel, reife Frucht ohne jede Überreife. Dann eine blumige Ebene – mazerierte Kamillenblüten, ein Hauch gelber Blütenblätter. Geröstete Mandeln und Vanille kommen vom Fass, dazu eine leise orientalische Würze. Mit ein paar Minuten Luft im Glas schiebt sich noch eine getreideartige Note darunter.

Am Gaumen bringt der Serra Fiorese spürbares Gewicht mit. Die Textur ist rund und füllig, mit einer fast sämigen Dichte. Eine lebendige Säure hält die Fülle in Balance, ein deutlich salziger Zug durchzieht den gesamten Verlauf. Im Mittelteil treffen Steinobst und Holzwürze aufeinander. Der Abgang zieht sich weit, getragen von nachhallender Pfirsichfrucht und einer Bittermandel-Nuance, die für gereiften Verdicchio typisch ist.

Verdicchio gehört zu den wenigen italienischen Weißweinrebsorten, die vom Barrique-Ausbau tatsächlich profitieren – der Vergleich mit einem gut gemachten weißen Burgunder liegt nahe. Bei guter Lagerung hält der Serra Fiorese zehn Jahre und länger, in starken Jahrgängen auch fünfzehn. Wer ihn jung öffnet, sollte ihm eine gute Stunde im Dekanter gönnen.

Dazu passen kräftige Begleiter: Trüffelpasta, gebratenes Geflügel mit Kräuterbutter, gereifter Pecorino oder ein Kalbsbraten mit Kräuterkruste. Wer es marchigianisch mag: Vincisgrassi, der üppige Lasagne-Verwandte aus den Marken.

Produkt Steckbrief


LAND:
Italien
TYP:
Weißwein
JAHRGANG:
2019
REGION:
Marken
AUSBAU:
Barrique
EAN:
8004375000407
GESCHMACK:
Trocken
ALKOHOLGEHALT:
13,5
AUSBAUART:
Barrique
QUALITÄTSSTUFE:
DOCG
REBSORTE:
Verdicchio
VERSCHLUSS:
Naturkorken
ALLERGENE:
enthält Sulfite
LAGERFÄHIGKEIT:
1 - 10 Jahre
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
10 - 12
FARBE:
Glanzklares Gelb mit goldenen Reflexen.
SPEISEN:
Fisch, Geflügel, helles Fleisch, Reis, Reisgerichte
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Casa Vinicola G. Garofoli Spa, Via Arno 9 60025 Loreto ( AN ), Italien
SPEISEEMPFEHLUNG:
Perfekt zu geräuchertem Fisch, Risotto, anspruchsvollen Gerichten aus Fisch und hellem, auch gut gewürztem Fleisch.
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Reichhaltige, kräftige Struktur am Gaumen, Komplexität, schmeichelnd, harmonisch, würzig und gehaltvoll mit einem langen Finale.
DUFT:
Komplex, von großer Feinheit, Nuancen von reifen Früchten und frischen gelben Blüten, in Verbindung mit einer deutlichen Vanillenote, etwas Karamell und würziger Honig.

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Garofoli

Garofoli steht für präzise Weine aus den Marken, zwischen Adriaküste und Apennin. Im Fokus: Verdicchio dei Castelli di Jesi – von frischen, stahlvergorenen Abfüllungen bis zu selektierten Lagenweinen mit langem Hefelager. Typisch sind Zitrus, gelber Apfel, Kräuter und die feine Mandelnote; die besten Verdicchio reifen überraschend gut und zeigen mit Zeit mehr Tiefe und Salzspur. 

Zweite Säule ist Rosso Conero aus Montepulciano: dunkle Kirsche, Veilchen, etwas Graphit, straffe, doch reife Tannine. Im Weinberg setzt Garofoli auf sorgfältige Lese, Ertragsdisziplin und naturnahe Bewirtschaftung; im Keller dominieren Edelstahl für Klarheit, große Fässer oder behutsames Barrique für Struktur. Auch traditionelle Metodo-Classico-Schaumweine auf Verdicchio-Basis gehören zur Handschrift. Kulinarisch sind die Weine ideale Partner zu Brodetto, gegrilltem Fisch, Oliven all’Ascolana, Geflügel und kurzgebratenem Rind. Ergebnis: klare Herkunft, saubere Frucht, verlässliche Qualität.

Garofoli
Marken

Die Herkunft

Marken

Die Marken liegen an der Adria: Hügel, Kalk und Ton, kontinentale Winde treffen auf maritime Frische; Weinberge folgen Flusstälern und Rücken. Stil: geradlinig, klar, essensnah. Verdicchio dei Castelli di Jesi und Matelica bringt Zitrus, Mandel, Salzigkeit und überraschende Lagerfähigkeit. Rosso Piceno aus Montepulciano/Sangiovese ist kirschig, würzig, mittelgewichtig. Lacrima di Morro d’Alba zeigt parfümierte rote Frucht. Passerina und Pecorino wirken zitrisch, kräutrig, lebhaft. Fischküche, Olivenöl, Trüffel passen ausgezeichnet. In kühleren Lagen entstehen straffere, mineralische Profile; wärmere Zonen bringen runderes, reiferes Obst. Sehr lagerfähig bei guten Erzeugern.

Die Rebsorte

Verdicchio

Verdicchio ist die Leitsorte der Marken und zeigt zwei Gesichter: rund und kräutrig-mineralisch in den sanften Hügeln der Castelli di Jesi, straffer und kühler im höheren, kontinentaleren Matelica. Typisch sind Zitrone, Grapefruit, grüner Apfel, Fenchel und weiße Blüten, dazu eine feine Bittermandel im Finale. Am Gaumen trocken, mittelgewichtig, mit hoher, klarer Säure und dezentem Phenolik-Grip; oft salzige Länge. Ausbau meist im Edelstahl mit Feinhefelager, vereinzelt großes Holz. Classico und Riserva aus guten Lagen besitzen erstaunliches Reifepotenzial und entwickeln Wachs, Honig und Mandelschale. Ideal zu Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, fritti misti, Artischocken, Kräuter-Risotti und jungem Pecorino. Serviertemperatur 9–11 °C.

Verdicchio