Grappa Riserva Lugana Trent8°
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Produktbeschreibung
Lugana-Trester, in Eiche gereift und gekühlt getrunken
Für diese Grappa reist der Trester vom Gardasee ins Trentino. Am milden Südufer des Sees keltert man aus der Rebsorte Trebbiano di Soave unter anderem den Lugana; was nach dem Pressen an Schalen, Kernen und Fruchtfleischresten übrig bleibt, ist der Trester.
Villa de Varda verarbeitet ihn in Mezzolombardo, solange er frisch ist. Gebrannt wird diskontinuierlich, also Charge für Charge in kleinen Brennblasen; Vor- und Nachlauf werden abgetrennt, nur der Mittellauf kommt in den Brand. Als Riserva reift das Destillat danach mindestens anderthalb Jahre in Eichenfässern, wie sie Tommasi auch für seinen Lugana Riserva „Le Fornaci“ verwendet.
Die Grappa leuchtet bernsteinfarben, mit goldenen Reflexen. Sonnig und lebhaft duftet sie, nach Rosinen und Dörrobst, dazwischen weiße Blüten; aus dem Fass kommen Vanille, etwas Gewürz und leichte Röstnoten hinzu. Der Schluck ist zart und sehr weich. Sultaninen und getrocknete Aprikosen tragen die Frucht, die Blüten aus dem Duft kehren wieder. Die Wärme bleibt sanft im Hintergrund – den Alkohol hält die Brennerei bewusst knapp über dem gesetzlichen Mindestwert.
Villa de Varda empfiehlt sie leicht gekühlt, ungewöhnlich für einen gereiften Brand, der meist bei Zimmertemperatur ins Glas kommt. Ihren Platz hat sie nach dem Essen, dazu eine Schale Rosinen. Wer mehr möchte, stellt ein Stück Sbrisolona daneben, den krümeligen Mandelkuchen aus dem nahen Mantua.
Produkt Steckbrief
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Villa de Varda
Villa de Varda liegt in Mezzolombardo im Trentino, mitten in der Piana Rotaliana. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Familie Dolzan hier als Brenner und Weinbauern verwurzelt – heute führt die sechste Generation das Traditionshaus.
Im Zentrum steht die Grappa, destilliert aus frisch vergorenem Trester regionaler Rebsorten. Die Verarbeitung erfolgt nach der „Metodo de Varda“: langsame Destillation in Kupferbrennblasen, Ruhephasen in Stahl und gezielte Reifung in Holz. Dabei geht es nicht um Kraft, sondern um Klarheit, Präzision und Herkunft.
Villa de Varda verbindet Handwerk mit historischem Bewusstsein. Das firmeneigene Museum dokumentiert mit über 1.000 Exponaten die Kulturgeschichte der Destillation im Trentino. Auch Verkostungen und Führungen sind Teil der Philosophie – nicht als Event, sondern als gelebte Weitergabe von Wissen.
Der Stil der Grappas bleibt konsequent: sortentypisch, elegant und schnörkellos – mit feinem Charakter statt Effekthascherei.
Die Herkunft
Trentino
Trentino ist ein alpines Tal-Labyrinth mit Dolomitgestein, Seen und kühlen Nächten; die Ora vom Gardasee sorgt für Belüftung. Das ergibt präzise, frische Stile. Trentodoc-Schaumwein reift traditionell auf der Hefe: feine Perlage, Zitrus, Brotkruste. Teroldego aus dem Campo Rotaliano zeigt dunkle Beeren, Saftigkeit und moderate Tannine. Weißweine aus Chardonnay, Nosiola und Müller-Thurgau wirken duftig, klar, mineralisch. Insgesamt geradlinig, elegant, mit kühler Alpenfrische und guter Trinkigkeit. Marzemino bringt Pfeffer und rote Kirsche; Valdadige Pinot Grigio wirkt knackig, steinig, zitrisch. Hervorragend zu Fisch, Knödel, Pilzen, Almkäse und Speck der Region.