Michet Nebbiolo d'Alba DOC 2021
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Produktbeschreibung
Aus dem Michet-Klon: Marchesi di Barolos Nebbiolo d'Alba
Michet ist einer der Nebbiolo-Biotypen, in die sich die Sorte über die Jahrhunderte aufgegliedert hat – mit kleinen, lockerbeerigen Trauben, die mehr Farbe und Extrakt liefern als die häufigeren Klone der Familie. In den Cuvée-Mischungen großer Barolo-Erzeuger findet sich Michet oft als die Komponente, die dem Wein das geschmackliche Rückgrat gibt. Marchesi di Barolo verwendet diese Variante als Grundlage für seinen Nebbiolo d'Alba und gibt dem Wein damit jenen Zug, den eine einfachere Lesart selten erreicht. Eine zugängliche Auslegung, die ohne den Reifeaufwand eines Barolo auskommt.
Die Trauben stammen aus den Hügeln rund um Alba, gezielt aus zwei unterschiedlichen Bodentypen: Ton- und Kalksteinhänge moderater Konsistenz liefern Spurenelemente und damit die strukturelle Basis, sandigere Lagen mit hohem Quarz- und Schluffanteil tragen die fruchtige und blumige Aromatik bei. Aus dieser Mischung entsteht ein Wein, der sich gleich anbieten lässt. Die Appellation ist breiter gefasst als die DOCG für Barolo: Die Reben stehen in derselben Region, aber außerhalb der streng definierten Cru-Lagen. Das gibt dem Erzeuger mehr Spielraum für stilistische Entscheidungen. Marchesi di Barolo führt den Michet in der Linie Le Selezioni – Weine, die bewusst auf sofortigen Genuss zielen. Der Ausbau erfolgt im Holzfass und hinterlässt feine Röstung und Vanille, eingebunden in das Gefüge.
Im Glas leuchtet der Wein rubinrot mit granatfarbenen Reflexen am Rand. Die Nase öffnet sich mit wilden Beeren und Himbeere, dazu der für die Sorte signaturhafte Duft von Wildrose und Veilchen. Vanille und eine feine Würze halten sich im Hintergrund, eingebracht durch das Holz. Mit ein paar Minuten Luft im Glas kommen trockene Kräuter hinzu, mediterran in der Anmutung. Das Bouquet bleibt klar und entwickelt sich ruhig.
Am Gaumen zeigt sich der Wein intensiv und harmonisch. Die Tannine sind gut eingebunden: präsent genug, um dem Wein Struktur zu geben, aber rund geschliffen, mit einer feinkörnigen Textur. Eine knackige Säure hält das Ganze in Balance, dazu feine Röstnoten aus dem Ausbau. Die Aromatik des Bouquets kehrt im Mund zurück: dieselbe Frucht und blumige Würze. Das Mittelgewicht ist sauber auspariert: passend für ernstes Essen und für die einfache Runde gleichermaßen. Es ist die Trinkbarkeit, die den Michet vom strengen Vorbild unterscheidet – ein zugänglicher Einstieg in die Stilistik der Langhe-Weine.
Der Abgang läuft ruhig aus, sauber strukturiert, mit einer trockenen Note im Nachhall. Ein Wein, der die Tafel über mehrere Gänge begleitet, ohne ermüden zu lassen. Geöffnet hält der Michet drei, vier Stunden ohne Profilverlust. Eine Karaffe ist nicht zwingend nötig – der Wein zeigt sich von Anfang an offen.
Zu Tagliatelle al Ragù, zu einem Albese-Carpaccio mit Sellerie und Parmesan oder zu gegrillter Salsiccia. Auch zu Pizza mit kräftigem Belag, etwa Salame piccante und schwarzen Oliven, ist der Michet eine gute Wahl. Beim Käse passen gereifter Toma, Bra duro oder ein Stück Castelmagno. Wer den Wein als Aperitivo trinken möchte, kombiniert ihn mit Salame Piemontese oder Bresaola mit etwas Zitrone.
Produkt Steckbrief
TYP:
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Marchesi di Barolo
Die Herkunft
Piemont
Piemont am Voralpenrand: Nebel, Mergel und Kalk, Hügelzüge in Langhe, Roero, Monferrato. Lange Vegetationsperioden, kühle Nächte, Herbstnebel fördern Finesse und langsame Reife. Weinstile: strukturiert, terroirbetont, langlebig. Nebbiolo (Barolo, Barbaresco) zeigt Teer, Rose, helle rote Frucht, hohe Säure und bestimmtes, feines Tannin. Barbera ist saftig, säurebetont, wenig tanninreich. Dolcetto bringt dunklere Kirsche, Bittermandel. Weiß: Arneis und Gavi/Cortese sind zitrisch, mandelig, mineralisch; Timorasso zeigt Druck. Moscato d’Asti liefert leichte Süße, feine Perlage, Pfirsich und Blüten. Alta Langa erzeugt traditionelle Schaumweine mit Kreide, Zitrus, Backwarenaromen. Sehr gute Küche.
Die Rebsorte
Nebbiolo
Nebbiolo ist die große rote Traube Norditaliens. In den Hügeln von Langhe und Roero auf kalkigem Mergel entstehen Barolo und Barbaresco mit heller Farbe, hoher Säure und fein doch bestimmt wirkendem Tannin. Duft nach Rose und Veilchen, rote Kirsche, Himbeere, Lakritz, Teer, Trüffel und getrocknete Kräuter; mit Reife Tabak, Unterholz, balsamische Noten. Im Alto Piemonte (Gattinara, Ghemme, Lessona) wirkt Nebbiolo kühler und mineralischer. In der Valtellina heißt er Chiavennasca, zeigt alpine Frische und sehnige Eleganz; Sforzato liefert konzentrierte, getrocknete Frucht. Langhe Nebbiolo und Nebbiolo d’Alba sind zugänglicher und früher trinkreif. Ausbau traditionell in großem Holz, modern auch im Barrique, stets mit langem Reifepotenzial. Servieren leicht gekühlt bei 16–18 °C, zu Brasato, Wild, Pilzen, Trüffel und gereiftem Hartkäse.