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Produktbeschreibung


Aus dem Michet-Klon: Marchesi di Barolos Nebbiolo d'Alba

Michet ist einer der Nebbiolo-Biotypen, in die sich die Sorte über die Jahrhunderte aufgegliedert hat – mit kleinen, lockerbeerigen Trauben, die mehr Farbe und Extrakt liefern als die häufigeren Klone der Familie. In den Cuvée-Mischungen großer Barolo-Erzeuger findet sich Michet oft als die Komponente, die dem Wein das geschmackliche Rückgrat gibt. Marchesi di Barolo verwendet diese Variante als Grundlage für seinen Nebbiolo d'Alba und gibt dem Wein damit jenen Zug, den eine einfachere Lesart selten erreicht. Eine zugängliche Auslegung, die ohne den Reifeaufwand eines Barolo auskommt.

Die Trauben stammen aus den Hügeln rund um Alba, gezielt aus zwei unterschiedlichen Bodentypen: Ton- und Kalksteinhänge moderater Konsistenz liefern Spurenelemente und damit die strukturelle Basis, sandigere Lagen mit hohem Quarz- und Schluffanteil tragen die fruchtige und blumige Aromatik bei. Aus dieser Mischung entsteht ein Wein, der sich gleich anbieten lässt. Die Appellation ist breiter gefasst als die DOCG für Barolo: Die Reben stehen in derselben Region, aber außerhalb der streng definierten Cru-Lagen. Das gibt dem Erzeuger mehr Spielraum für stilistische Entscheidungen. Marchesi di Barolo führt den Michet in der Linie Le Selezioni – Weine, die bewusst auf sofortigen Genuss zielen. Der Ausbau erfolgt im Holzfass und hinterlässt feine Röstung und Vanille, eingebunden in das Gefüge.

Im Glas leuchtet der Wein rubinrot mit granatfarbenen Reflexen am Rand. Die Nase öffnet sich mit wilden Beeren und Himbeere, dazu der für die Sorte signaturhafte Duft von Wildrose und Veilchen. Vanille und eine feine Würze halten sich im Hintergrund, eingebracht durch das Holz. Mit ein paar Minuten Luft im Glas kommen trockene Kräuter hinzu, mediterran in der Anmutung. Das Bouquet bleibt klar und entwickelt sich ruhig.

Am Gaumen zeigt sich der Wein intensiv und harmonisch. Die Tannine sind gut eingebunden: präsent genug, um dem Wein Struktur zu geben, aber rund geschliffen, mit einer feinkörnigen Textur. Eine knackige Säure hält das Ganze in Balance, dazu feine Röstnoten aus dem Ausbau. Die Aromatik des Bouquets kehrt im Mund zurück: dieselbe Frucht und blumige Würze. Das Mittelgewicht ist sauber auspariert: passend für ernstes Essen und für die einfache Runde gleichermaßen. Es ist die Trinkbarkeit, die den Michet vom strengen Vorbild unterscheidet – ein zugänglicher Einstieg in die Stilistik der Langhe-Weine.

Der Abgang läuft ruhig aus, sauber strukturiert, mit einer trockenen Note im Nachhall. Ein Wein, der die Tafel über mehrere Gänge begleitet, ohne ermüden zu lassen. Geöffnet hält der Michet drei, vier Stunden ohne Profilverlust. Eine Karaffe ist nicht zwingend nötig – der Wein zeigt sich von Anfang an offen.

Zu Tagliatelle al Ragù, zu einem Albese-Carpaccio mit Sellerie und Parmesan oder zu gegrillter Salsiccia. Auch zu Pizza mit kräftigem Belag, etwa Salame piccante und schwarzen Oliven, ist der Michet eine gute Wahl. Beim Käse passen gereifter Toma, Bra duro oder ein Stück Castelmagno. Wer den Wein als Aperitivo trinken möchte, kombiniert ihn mit Salame Piemontese oder Bresaola mit etwas Zitrone.

Produkt Steckbrief


TYP:
Rotwein
LAND:
Italien
JAHRGANG:
2021
REGION:
Piemont
ALKOHOLGEHALT:
13
ANBAUGEBIET:
Alba
EAN:
8004910042886
GESCHMACK:
Trocken
REBSORTE:
Nebbiolo
QUALITÄTSSTUFE:
DOC
WEIN-STIL:
fruchtig
AUSBAUART:
Eichenholzfass
ALLERGENE:
enthält Sulfite
REBSORTENANTEILE:
Nebbiolo
LAGERFÄHIGKEIT:
7 - 8 Jahre
FARBE:
Strahlend rote Farbe.
VERSCHLUSS:
Kunststoffkorken
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
16 - 18
SPEISEN:
Geflügel, Lamm, Pasta, Rind
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Marchesi di Barolo SpA, Via Roma 1, 12060 Barolo, Italien
DUFT:
Offenbart Aromen von wilden Beeren, Kräutern und Wildrosen, begleitet von dezenten würzigen Noten und einem Hauch von Vanille.
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Trotz seiner aromatischen Komplexität wirkt er ganz fein und elegant. Die Tannine sind präsent und perfekt von der kräftigen Textur umhüllt. Im Finale frisch und erdig.
SPEISEEMPFEHLUNG:
Perfekt zu Pasta, Grilladen, Steak, Lamm, Gerich- ten mit Pilzen, Wildgeflügel, Bistecca alla fioren- tina, Perfekter Begleiter für Gerichte aus rotem Fleisch, Wild, Braten und Grillgerichten.

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Marchesi di Barolo

Die Geschichte des Barolo ist eng mit dem Hause Marchesi di Barolo verknüpft. War es doch die Marquise Giulia Falletti, die Anfang des 19. Jahrhunderts die Weine aus den an Barolo angrenzenden Lagen unter dem Namen „Barolo“ zusammenfasste und so das heute noch gültige Begriffssystem einführte. So wurde das Weingut damals zur Wiege des Barolo. Pietro Abbona, der legendäre „Commendatore“, der das Weingut Marchesi di Barolo in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts erwarb, gilt als der Pionier des klassischen Barolo-Stils und war der Begründer der seither herausragenden Weinqualität von Marchesi di Barolo. Inzwischen befindet sich der Betrieb in fünfter Generation im Besitz der sympathischen und ebenso engagierten Familie. Den wichtigsten Wert bei den Marchesi di Barolo stellen die eigenen Weinberge in vielen Spitzenlagen der Langhe dar – wie etwa der herausragende Cru Sarmassa. 

Der große Protagonist im Weingut ist – naturgemäß - der Barolo: König der Weine, Wein der Könige. Je nach Wein und Jahrgang wird individuell entschieden, ob der Ausbau eher dem traditionellen Profil oder einer moderneren Stilistik folgt. Die großen Baroli, insbesondere jene aus den Cru-Lagen, erzielen regelmäßig höchste Auszeichnungen, so wie aktuell der 2013er Barolo Sarmassa. Neben den verschiedenen Baroli fertigen die Marchesi di Barolo auch weitee typische Weiß- und Rotweine des Piemont. Der Rebsortenspiegel umfasst die Klassiker der Region, darunter die autochthone weiße Sorte Arneis und, neben dem Nebbiolo für die Barolo-Gewächse, der rote Barbera. Als traditionelle Spezialität wird darüber hinaus Moscato für den großartigen, leichten und beschwingten lieblichen Wein angebaut.
Marchesi di Barolo
Piemont

Die Herkunft

Piemont

Piemont am Voralpenrand: Nebel, Mergel und Kalk, Hügelzüge in Langhe, Roero, Monferrato. Lange Vegetationsperioden, kühle Nächte, Herbstnebel fördern Finesse und langsame Reife. Weinstile: strukturiert, terroirbetont, langlebig. Nebbiolo (Barolo, Barbaresco) zeigt Teer, Rose, helle rote Frucht, hohe Säure und bestimmtes, feines Tannin. Barbera ist saftig, säurebetont, wenig tanninreich. Dolcetto bringt dunklere Kirsche, Bittermandel. Weiß: Arneis und Gavi/Cortese sind zitrisch, mandelig, mineralisch; Timorasso zeigt Druck. Moscato d’Asti liefert leichte Süße, feine Perlage, Pfirsich und Blüten. Alta Langa erzeugt traditionelle Schaumweine mit Kreide, Zitrus, Backwarenaromen. Sehr gute Küche.

Die Rebsorte

Nebbiolo

Nebbiolo ist die große rote Traube Norditaliens. In den Hügeln von Langhe und Roero auf kalkigem Mergel entstehen Barolo und Barbaresco mit heller Farbe, hoher Säure und fein doch bestimmt wirkendem Tannin. Duft nach Rose und Veilchen, rote Kirsche, Himbeere, Lakritz, Teer, Trüffel und getrocknete Kräuter; mit Reife Tabak, Unterholz, balsamische Noten. Im Alto Piemonte (Gattinara, Ghemme, Lessona) wirkt Nebbiolo kühler und mineralischer. In der Valtellina heißt er Chiavennasca, zeigt alpine Frische und sehnige Eleganz; Sforzato liefert konzentrierte, getrocknete Frucht. Langhe Nebbiolo und Nebbiolo d’Alba sind zugänglicher und früher trinkreif. Ausbau traditionell in großem Holz, modern auch im Barrique, stets mit langem Reifepotenzial. Servieren leicht gekühlt bei 16–18 °C, zu Brasato, Wild, Pilzen, Trüffel und gereiftem Hartkäse.

Nebbiolo