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Produktbeschreibung


Von alten Reben im Belìce: sizilianischer Nero d'Avola in Reinform

Die Reben für diesen Nero d'Avola stehen im Westen Siziliens, im Belìce rund um Mazara del Vallo, und sie haben einiges hinter sich: Manche Stöcke sind an die fünfzig Jahre alt. Genau darum geht es Colomba Bianca mit der Linie Resilience und dem Projekt „Vigne Vecchie", das alte Weinberge erhält, die über die Jahrzehnte widerstandsfähig geworden sind. Der Name spielt darauf an – auf Reben, die sich an Hitze und Trockenheit angepasst haben. Solche Stöcke tragen weniger Trauben, und was sie tragen, ist dichter und ausdrucksstärker. Im Glas zeigt sich das an der Konzentration der Frucht.

Nero d'Avola, die rote Leitsorte der Insel, steht hier sortenrein im Glas. Von Hand gelesen und bei voller Reife geerntet, bringen die Trauben dunkle Beere, eine wärmende Würze und ein kräftiges, rundes Tannin mit, das dem Wein seine üppige Art gibt. Im Keller bleibt der Most lange auf den Schalen: Diese Mazeration zieht Farbe, Gerbstoff und Würze aus den Beeren, ehe ein kurzer Abschnitt im Holzfass folgt. Der gesamte Ausbau ist biologisch zertifiziert.

Im Glas zeigt der Wein ein lebhaftes Rubinrot, klar und durchscheinend, das an den Rändern schon ins Ziegelrote spielt. In der Nase wirkt er frisch und offen: Walderdbeere, Himbeere und Kirsche stehen vorn, dazu kommen Orangenschale und eine dunkle Würze aus Pfeffer, Kaffee und Kakao, ehe sich im Hintergrund ein Hauch Vanille zeigt. Am Gaumen ist er warm, füllig und geschmeidig. Das weiche, sauber eingebundene Tannin gibt ihm Halt, während eine lebendige Sapidität quer durch die Mitte zieht und die pfeffrige Würze heraushebt. So läuft er samtig und mit langem Atem aus, in dem die Himbeere noch einmal zurückkehrt.

Am Tisch spielt er seine Stärke aus – einer, der mehr Tiefe zeigt, als man von einem einfachen Roten der Insel erwartet. Zur kräftigen Küche Siziliens steht er gut: gegrilltes Lamm mit Rosmarin und Zitrone, eine süßsaure Caponata aus Auberginen oder ein gereifter Pecorino zum Abschluss. Durch die weiche Gerbstruktur lässt er sich schon jung gut trinken; wer ihm zwei, drei Jahre gibt, bekommt eine reifere, leicht ledrige Note und mehr Ruhe ins Glas.

Auszeichnungen


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Mundus Vini - Gold

Produkt Steckbrief


SÄURE:
5,4
TYP:
Rotwein
LAND:
Italien
JAHRGANG:
2024
RESTZUCKER:
4,8
REGION:
Sizilien
GESCHMACK:
Trocken
ALKOHOLGEHALT:
14,5
QUALITÄTSSTUFE:
DOC
AUSBAU:
Eichenholzfass
REBSORTE:
Nero d'Avola
LAGERFÄHIGKEIT:
3 Jahre
VERSCHLUSS:
Naturkorken
AUSBAUART:
Eichenholzfass
ALLERGENE:
enthält Sulfite
AUSZEICHNUNGEN:
Mundus Vini
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
16 - 18
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
BIO
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Mundus Vini - Gold
FARBE:
Attraktives tiefes Rubin mit violetten Reflexen.
SPEISEN:
helles Fleisch, Käse, Pizza, rotes Fleisch, Wild
SPEISEEMPFEHLUNG:
Ideal zu gegrilltem roten Fleisch und kräuterwürzigen Schmorgerichten, sowie Hartkäse.
DUFT:
Sortentypische Noten von Kirsche, Maulbeere und Himbeere, begleitet von eleganten Tönen wie Vanille, Kaffee und Kakao.
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Am Gaumen breit, elegant, samtig und umhüllend mit reifen Tanninen. Reicher und fruchtiger Nachgeschmack.
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Cantine Colomba Bianca Societá Cooperativa Agricola, Via Giovanni Falcone 72, I- 91026 Mazara del Vallo (TP), Italien

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Colomba Bianca

Ein halbes Jahrhundert liegt die Gründung von Colomba Bianca bereits zurück. Während dieser Zeitspanne hat sich die sizilianische Kooperative zu einem bedeutenden Faktor für den Weinbau der Insel entwickelt.

Heute zeichnet ein junges, ambitioniertes Önologen-Team für die Arbeit in Weinberg und Keller verantwortlich. Dabei bildet der weit über Sizilien verbreitete Rebbesitz große gestalterische Möglichkeiten und entscheidende Vorteile: Insbesondere können die Weinbauern in jedem Jahrgang auf Trauben verschiedener Zonen und unterschiedlichster Mikroklimata zurückgreifen. Auf diese Weise können mögliche qualitative Defizite in einem Weinberg durch das Ausweichen auf Trauben anderer Lagen bestens ausgeglichen werden.

Das Stand der Technik bei Colomba Bianca befindet sich dank regelmäßiger Investitionen in jeder Hinsicht auf der Höhe der Zeit – ebenfalls eine unabdingbare Voraussetzung für eine hohe Güte der Weine. Denken und Handeln sind dabei konsequent auf den Schutz der natürlichen Ressourcen und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. So entstammt aktuell bereits jede vierte Flasche der Cantine dem biologischen Anbau, mehr als 20 Prozent aller Gewächse entsprechen sogar veganen Vorgaben – bei weiter steigender Tendenz.

Diese Entschiedenheit im Hinblick auf eine gesunde, ökologische Gestaltung der Zukunft mag unter anderem auf der bewegten, herbe Rückschläge beinhaltenden  Geschichte der Genossenschaft gründen: Im Jahr 1968 zerstörte ein Erdbeben auf Sizilien die Lebensgrundlage tausender Menschen. Trotz der massiven Schäden entschlossen sich jedoch einige Weinbauern und Landwirte, an ihren Wurzeln festzuhalten, den mühseligen Wiederaufbau anzugehen und ihr Terroir weiterhin zu bewirtschaften. Heute, mehr als 50 Jahre später, kann der Lohn dieser Arbeit geerntet werden. Denn inzwischen handelt es sich bei den damals in den Weinbergen rekultivierten Pflanzen um Alte Reben, die nur noch einen geringen Ertrag, dafür aber überdurchschnittlich hohe und konzentrierte Qualität hervorbringen.

Dieses Vermögen von Menschen, sich einer traumatischen Begebenheit zu stellen und sie durch das Entwickeln zielgerichteter Widerstandskraft zu überwinden, nennt sich Resilienz. Dieser Fähigkeit und der Erinnerung an die zerstörerischen Ereignisse des Jahres 1968 widmet Colomba Bianca die Weinserie „Resilience“. 

Colomba Bianca
Küste Sizilien

Die Herkunft

Sizilien

Sizilien vereint Küsten, Hochebenen und vulkanische Zonen; am Etna sorgen Höhe und Basalt für kühle Nächte und mineralische Spannung, rundum wirkt das Meer ausgleichend. Weine erscheinen klar, sonnig, doch oft elegant. Nero d’Avola liefert dunkle Frucht und Kräuterwürze; am Etna zeigt Nerello Mascalese helle Kirsche, Rauch und feine Tannine. Grillo und Catarratto ergeben zitrische, salzige Weißweine; Carricante bringt straffe Säure und Länge. Rosé wirkt trocken, pikant, mediterran. Saline, Winde und Kalk prägen Westsizilien; auf Inseln wie Pantelleria entstehen aromatische Süßweine. Küche und Wein verbinden Kräuter, Zitrus, Meer.

Die Rebsorte

Nero d'Avola

Nero d’Avola ist die wichtigste rote Sorte Siziliens, verbreitet von Küstenlagen bis in höher gelegene, windige Hügel. Auf Kalk, Lehm und sandigen Böden reift sie sicher und liefert kräftige, dunkelfruchtige Weine mit moderater Säure und reifen, doch spürbaren Tanninen. Im Duft Schwarzkirsche, Pflaume, Brombeere, dazu mediterrane Kräuter, Lakritz, oft eine salzige, warme Inselnote; in kühleren Zonen wirken die Weine heller und würziger, am Meer runder und weicher. Der Ausbau reicht von Edelstahl für klare Frucht bis zu großem Holz oder Barrique für Gewürz, Tabak und Kakao. Rosato ist saftig und trocken, Cuvées mit Syrah, Frappato oder Cabernet zeigen zusätzliche Facetten. Ein vielseitiger Essenswein zu Ragù, Grillgerichten, Lamm, Aubergine alla Parmigiana und mittelreifem Hartkäse. Servieren bei 15–17 °C; gute Exemplare reifen fünf bis acht Jahre.

Nero d'Avola