Rosso Riserva Tullum DOCG 2019
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Produktbeschreibung
Tullum Riserva: Montepulciano aus den Hügeln von Tollo
Tullum ist eine Herkunft, die man selbst unter Italienkennern selten auf einem Etikett liest. Die Bezeichnung gilt für die Weinberge im Gemeindegebiet von Tollo in der Provinz Chieti, einem Ort im Hügelland zwischen dem Maiella-Massiv und der Adriaküste. Als DOC besteht Tullum seit 2008, elf Jahre später folgte die Aufwertung zur DOCG, der höchsten Stufe der italienischen Herkunftsklassifikation. Feudo Antico stellt diesen Namen in den Vordergrund: Auf der Flasche prangt der Ort, im Glas ist reiner Montepulciano.
In den Abruzzen bezeichnet Montepulciano die Rebsorte, und zwar die meistangebaute rote Traube der Region. Mit dem toskanischen Städtchen gleichen Namens verbindet sie nur das Wort, denn der dortige Vino Nobile entsteht überwiegend aus Sangiovese. Die Trauben für diesen Rotwein wachsen in Hügellagen rund um Tollo, innerhalb der Gemeindegrenzen, wie es das Regelwerk verlangt. Gelesen wird Mitte Oktober.
Für eine Riserva schreiben die Regeln der DOCG mindestens 24 Monate Reifezeit vor, davon sechs im Holzfass. Erst nach dieser Zeit darf die Flasche in den Handel. Das Weingut teilt den jungen Wein nach dem ersten Abstich, also dem Abziehen vom abgesetzten Trub, auf zwei Gefäßarten auf. Zwei Drittel reifen in Betontanks, das restliche Drittel in Tonneaux aus französischer Eiche. Tonneaux sind Fässer mit rund 500 Litern Inhalt und damit gut doppelt so groß wie eine klassische Barrique. Im Sortiment des Hauses rangiert die Riserva über dem einfachen Rosso, der überwiegend im Beton ausgebaut wird und nur teilweise mit Holz in Berührung kommt.
Im Glas zeigt sich ein intensives Rubinrot, das zum Rand hin ins Granatfarbene übergeht. Die Nase öffnet mit Kirsche in roter und schwarzer Ausprägung, ergänzt um Brombeere. Lakritze und Veilchen legen sich darunter. Das Veilchen begegnet einem bei dieser Rebsorte häufig, in diesem Fall gesellen sich Tabak und Leder dazu. Zurückhaltend im Hintergrund liegen Röstnoten von Toast, etwas Vanille und eine feine Gewürznote.
Am Gaumen setzt eine frische, lebendige Säure den Auftakt. Der Körper ist mittelkräftig, die Tannine sind reichlich vorhanden und fest, fühlen sich aber weich an. Ihre Textur ist leicht körnig: Man spürt sie als feine Rauheit an Zunge und Zahnfleisch, ähnlich wie bei einem lange gezogenen schwarzen Tee. Der Nachhall hält lange an und bleibt aromatisch komplex. Feudo Antico selbst hebt die Frische und die Balance hervor, dazu eine deutliche mineralische Spur.
Mit längerer Flaschenreife neigen die Gerbstoffe zur Samtigkeit, die körnige Kante rundet sich ab. Wer mehrere Flaschen kauft, kann eine öffnen und eine andere einige Jahre liegen lassen, um genau diese Entwicklung zu verfolgen.
Am Tisch gehört der Wein zu rotem Fleisch. Am naheliegendsten sind Arrosticini, die kleinen Lammspieße der Abruzzen, die über Holzkohle gegrillt und traditionell mit Brot und Olivenöl direkt vom Spieß gegessen werden. Ebenso gut passen Pasta alla chitarra mit einem langsam geschmorten Lammragù oder eine Pizza mit Salsiccia und Friarielli. Wer klassisch kocht, findet in einem Rinderschmorbraten mit Rosmarin und Ofenkartoffeln einen dankbaren Partner. Zum Abschluss des Essens bietet sich ein Stück gereifter Käse aus der Region an, etwa ein Pecorino di Farindola, dessen kräftige, pikante Art gut mit dem festen Tannin zurechtkommt.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
RESTZUCKER:
REGION:
GESCHMACK:
ALKOHOLGEHALT:
QUALITÄTSSTUFE:
REBSORTE:
VERSCHLUSS:
WEIN-STIL:
ALLERGENE:
AUSBAU:
AUSBAUART:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
AUSZEICHNUNGEN:
REBSORTENANTEILE:
FARBE:
SPEISEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
HERSTELLER/IMPORTEUR:
SPEISEEMPFEHLUNG:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
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Feudo Antico
Feudo Antico steht für das Terroir von Tullum (Abruzzen) – einer kleinen DOCG rund um Tollo in der Provinz Chieti. Das Projekt, entstanden im Umfeld von Cantina Tollo, fokussiert konsequent autochthone Rebsorten: Pecorino und Passerina für salzige, spannungsgeladene Weißweine, Montepulciano für dichte, fruchtklare Rote. Alte Rebanlagen, niedrige Erträge, selektive Handlese und ein schonender Ausbau – teils in Zement, großen Fässern oder dezentem Holz – bewahren Herkunft und Frische. Das Adriaklima und die Fallwinde aus der Maiella sorgen für kühle Nächte und präzise Aromatik. Nachhaltigkeit, Bodengesundheit und der Schutz historischer Weinberge stehen im Zentrum. Ergebnis: charakterstarke, geradlinige Weine mit Ausdruck und regionaler Identität.Die Herkunft
Abruzzen
In den Abruzzen liegen Apennin und Adria nah beieinander; Kalk, Ton und kühle Fallwinde bringen aromatische Frische. Landschaftlich wechseln Berge, Ebenen und Meeresnähe. Die Weine sind kernig und bodenständig. Montepulciano d’Abruzzo bietet dunkle Kirsche, Pflaume, Gewürz und zupackende Tannine. Pecorino und Trebbiano liefern trockene, kräutrige Weißweine mit Zitrus, grünem Apfel und salziger Note. Cerasuolo d’Abruzzo ist farbintensiv, saftig, mit Biss. Höhenlagen bringen Spannung und kühle Würze; Colline Teramane liefert Tiefe. Zu Lamm, Arrosticini, Pasta und Fisch und Meeresfrüchten aus der Adria funktionieren die Weine besonders gut zusammen.
Die Rebsorte
Montepulciano
Montepulciano ist eine rote Sorte mit Schwerpunkt in den Abruzzen und den Marken. In Meeresnähe und an Apennin-Hängen reift sie zuverlässig und liefert tiefdunkle, fruchtbetonte Weine. Im Duft schwarze Kirsche, Pflaume, Veilchen und Gewürze, am Gaumen saftig mit mittlerer Säure und von weich bis griffig reichenden Tanninen. Montepulciano d’Abruzzo reicht von unkompliziert bis strukturiert; Colline Teramane DOCG zeigt mehr Tiefe. In den Marken prägen Rosso Conero/Conero DOCG und Rosso Piceno die Stilistik. Cerasuolo d’Abruzzo steht für würzig-kirschigen Rosato. Passt zu Arrosticini, Ragù, Pizza, Grillgerichten. Servieren 15–17 °C.