Sfurstat 5 Stelle Forzato Di Valtellina DOCG 2021
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Produktbeschreibung
Sfursat 5 Stelle
Nino Negri holt für den Sfursat 5 Stelle den Nebbiolo aus den steilen Terrassen der Valtellina, hoch über dem Adda-Tal – dort heißt die Rebe Chiavennasca. Vor dem Pressen werden die Trauben angetrocknet. Das gibt diesem kraftvollen Roten seine dichte, konzentrierte Statur.
Das 1897 gegründete Weingut gehört zu den traditionsreichen Häusern der Region und bewirtschaftet die ausgedehnteste Rebfläche der Valtellina. Gelesen wird ausschließlich von Hand – die steilen, oft nur über Stufen erreichbaren Hänge lassen Maschinen keinen Platz. Önologe Danilo Drocco, seit drei Jahrzehnten ein Kenner dieser Rebe, setzt beim Ausbau auf Eleganz statt auf bloße Wucht.
Die Böden hier sind karg und kaum einen halben Meter tief: sandig, überwiegend granitisch, geformt von der letzten Eiszeit. Oft greifen die Wurzeln direkt in die Felsspalten. Die nach Süden geneigten Hänge fangen viel Sonne ein, warme Tage und kühle Nächte sorgen für lange, ausgeglichene Herbste – ideal für die spät reifende Chiavennasca.
Den Namen Sforzato verdankt er seiner Machart. Nach der Lese kommen die ausgesuchten Trauben einlagig in flache Kisten und ruhen rund drei Monate im fruttaio, dem luftigen Dachspeicher des Weinguts. Etwa ein Drittel ihres Gewichts geben sie dabei ab, Zucker und Aromen ziehen sich zusammen. Gepresst wird erst im Dezember. Der fertige Wein ist trocken und langlebig, von kühler alpiner Klarheit – ein naher Verwandter des Amarone.
Nach der Gärung lagert der Sfursat zwei Jahre, mindestens eines davon im Holz. Das glättet die kräftigen Tannine und gibt ihm eine samtige Statur. International gehört der 5 Stelle zu den meistbeachteten Roten der Region und steht problemlos neben den großen Nebbioli des Piemont. Mit über zwei Jahrzehnten Lagerpotenzial eignet er sich für die Sammlung wie für besondere Anlässe.
Verkostungsnotiz
Im Glas steht ein Granat von mittlerer Tiefe. In der Nase liegen Veilchen und schwarze Beeren, dazu süße Gewürze. Am Gaumen ist er vollmundig, mit festem, samtigem Tannin und klarer Frucht. Im Hintergrund schwingt Brombeere mit. Das Finale bleibt lang und nachhaltig.
Dazu passen herzhafte Schmorgerichte: geschmorte Rinderbäckchen, ein Hirschragout oder eine Lammkeule. Auch zu gereiftem Hartkäse macht er eine schöne Figur.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
GESCHMACK:
REBSORTE:
ALKOHOLGEHALT:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
WEIN-STIL:
VERSCHLUSS:
ANBAUGEBIET:
LAGERFÄHIGKEIT:
ALLERGENE:
REBSORTENANTEILE:
FARBE:
AUSBAU:
SPEISEEMPFEHLUNG:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
AUSZEICHNUNGEN:
DUFT:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
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Nino Negri
Nino Negri steht für Weinbau in der Lombardei mit klarem Fokus auf die alpine Zone der Valtellina. Der Betrieb entstand 1897 in Chiuro. Seitdem prägt er den Ausbau von Nebbiolo, lokal Chiavennasca genannt. Die Weinberge liegen auf steilen, südexponierten Terrassen. Trockenmauern stützen die Parzellen, Handarbeit bestimmt den Jahresverlauf. Erträge bleiben moderat, die Lese erfolgt selektiv.
Im Keller arbeitet Nino Negri chargengetrennt nach Lagen wie Sassella, Grumello, Inferno und Valgella. Vergärung in Stahl, Reife je nach Typ in großen Holzfässern und Barriques. Für den Sforzato (Sfursat) trocknen selektierte Trauben vor der Pressung in gut belüfteten Räumen aus. So entstehen strukturierte, lagerfähige Weine ohne überladene Extraktion.
Die Sortenkompetenz liegt klar bei Nebbiolo. Kleine Anteile weiterer lokaler Reben dienen punktuell der Abrundung. Nachhaltigkeit zeigt sich in der Pflege der Terrassenkultur, dem Erhalt der Mauern und einer zurückhaltenden Bodenbearbeitung. Nino Negri verbindet präzise Herkunftsarbeit mit verlässlicher Stilistik – charakteristische Valtellina-Weine aus der Lombardei.
Die Herkunft
Lombardei
Die Lombardei spannt sich vom Alpenbogen bis zur Poebene; Moränenseen, Kalk und Kies sorgen für große Temperaturunterschiede und langsame Reife. Stile sind vielschichtig. Franciacorta steht für traditionelle Schaumweine mit Feinheit, Brioche und Länge. Valtellina (Nebbiolo/Chiavennasca) bietet helle Farbe, rote Frucht, Kräuter und feines Tannin. Lugana am Südufer des Gardasees liefert cremig-frische Weißweine mit zarter Mandelnote und salziger Ader. Oltrepò Pavese fokussiert Pinot Nero, still und traditionell versektet, mit Kirsche, Hefe, Spannung. Groppello zeigt leichte rote Frucht und Würze. Risotto, Seefisch, Bergkäse passen hervorragend. Zur regionalen Küche Norditaliens.
Die Rebsorte
Nebbiolo
Nebbiolo ist die große rote Traube Norditaliens. In den Hügeln von Langhe und Roero auf kalkigem Mergel entstehen Barolo und Barbaresco mit heller Farbe, hoher Säure und fein doch bestimmt wirkendem Tannin. Duft nach Rose und Veilchen, rote Kirsche, Himbeere, Lakritz, Teer, Trüffel und getrocknete Kräuter; mit Reife Tabak, Unterholz, balsamische Noten. Im Alto Piemonte (Gattinara, Ghemme, Lessona) wirkt Nebbiolo kühler und mineralischer. In der Valtellina heißt er Chiavennasca, zeigt alpine Frische und sehnige Eleganz; Sforzato liefert konzentrierte, getrocknete Frucht. Langhe Nebbiolo und Nebbiolo d’Alba sind zugänglicher und früher trinkreif. Ausbau traditionell in großem Holz, modern auch im Barrique, stets mit langem Reifepotenzial. Servieren leicht gekühlt bei 16–18 °C, zu Brasato, Wild, Pilzen, Trüffel und gereiftem Hartkäse.