Simposio Vino Nobile di Montepulciano Riserva DOCG 2015
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Produktbeschreibung
Wein für Tafel und Tischrede: die Trerose-Riserva Simposio
Auf dem Hang Colle i Palazzi, südwestlich exponiert über der Ebene von Valiano, wachsen die Trauben für den Simposio – die Riserva der Tenuta Trerose. Drei Jahre Reife durchläuft er, bevor er auf den Markt kommt: anderthalb davon in Eichenfässern, anderthalb in der Flasche.
Der Hügel Palazzi gehört zu den fünf Lagen, auf denen das Gut seine Weinberge bewirtschaftet, und liegt vollständig in der Pieve di Valiano. Diese Subzone ist eine von zwölf, in die der Vino-Nobile-Verband die Appellation seit 2021 unterteilt; die Einteilung beruht auf der pedologischen Vermessung der Böden. Valiano sitzt leicht abgesetzt vom Zentrum Montepulcianos, auf 300 bis 350 Metern Höhe, mit deutlichen Tag-Nacht-Schwankungen, die die Aromatik der Trauben prägen. Der Boden von Colle i Palazzi ist reich an Sandstein und salzhaltigem Ton; die südwestliche Ausrichtung sorgt für späte Sonne und langsame Beerenreife.
Reinsortig wird der Simposio aus dem Prugnolo Gentile gewonnen, dem heimischen Biotyp des Sangiovese in Montepulciano. Der Ertrag wird im Weinberg bewusst niedrig gehalten, deutlich unter dem üblichen Niveau der Appellation. Nach der Gärung reift er achtzehn Monate in Eichenfässern von 30 bis 40 Hektolitern Inhalt – in kleineren Holzgebinden also, als sie für den Vino Nobile sonst typisch sind. Das Holz wirkt dadurch spürbarer, bleibt aber dezent. Achtzehn weitere Monate verbringt er anschließend in der Flasche, bevor er ausgeliefert wird.
Im Glas leuchtet ein intensives Rubinrot, das mit den Jahren in Richtung Granat kippt. Die Nase ist vielschichtig: reife rote Frucht – Sauerkirsche, Pflaume, Brombeere – mischt sich mit kandierten Orangenschalen und einer süßlichen Würze. Darunter liegen Röstnoten, ein Hauch Kaffee und eine mineralische Tiefe, die an feuchten Stein erinnert. Mit Luft öffnet sich der Duft weiter, kommen getrocknete Kräuter und Tabak dazu.
Am Gaumen kommt er dicht und voll, ohne breit zu werden. Die Frucht wirkt reif und leicht süßlich, getragen von einer Säure, die genug Frische einbringt. Die Tannine sind engmaschig und kräftig, dabei feinkörnig – das typische Merkmal des Prugnolo Gentile, dessen Gerbstoffe von Natur aus weniger streng ausfallen als bei anderen Sangiovese-Klonen der Toskana. Eine salzige Mineralität schiebt sich durch die Mitte, das Erbe des Tons unter den Reben. Der Abgang ist lang und schmeichelnd, mit nachklingender Würze und Röstaromen.
Trerose hat seinen Riserva nach dem antiken Symposion benannt – dem zweiten Teil eines griechischen oder römischen Banquetts, in dem der Wein die Hauptrolle spielte. Er trug die Runde aus Gespräch, Musik und Poesie. Der Name ist Programm: Der Simposio ist der Wein, der den Abend trägt.
Zum geschmorten Wildbret zeigt er seine Stärke – Hirschragout mit Wacholder und Lorbeer, Wildschwein in Salmì oder die toskanische Scottiglia, in der mehrere Fleischsorten gemeinsam schmoren. Auch ein kräftiges Rinderfilet mit Steinpilzen oder ein langsam gegartes Lammragù sind passende Partner. Beim Käse setzt er einen klaren Punkt: gereifter Pecorino di Pienza nach mindestens sechs Monaten, ein Parmigiano über 24 Monate oder ein Castelmagno aus dem Piemont. Wer eine Flasche jetzt öffnet, sollte sie eine Stunde vorher karaffieren – er braucht etwas Luft, um seine Tiefe zu zeigen.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
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TreRose
Tenuta Trerose liegt in Valiano di Montepulciano, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, in der Weinberge, Olivenhaine und weite Felder ein harmonisches Mosaik formen. Die Geschichte des Besitzes reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück – auch wenn der heutige Kern des Engagements durch modernes Denken geprägt ist.
Über fünf Hügel erstreckt sich das Weingut, mit rund 100 Hektar Rebfläche, vornehmlich bestockt mit Sangiovese (Prugnolo) – dort, wo Klima und Böden das zentrale Terroir dieser Region prägen. Die Ausrichtung erfolgt bewusst sortenrein: Die Trauben werden selektiv geerntet, reifen langsam in Edelstahl, Zement oder großen Holzfässern. Damit soll der eigene Charakter zur Geltung kommen – keine Überholung durch Technik, sondern Unterstützung der Herkunft.
Der Stil von Trerose bleibt auf Linie: weiche Struktur, Tiefe und klare Typizität, niemals überladen. Besonders interessant: Mit der Linie „Santa Caterina“ entstand eine gezielte Selektion vom gleichnamigen Hügel, um die Eigenheiten dieser Parzelle zu betonen. Trerose ist Teil von Bertani Domains – und profitiert so vom Erfahrungsaustausch rund um Sangiovese in der Toskana.
Viele Parzellen sind in biologischer Umstellung oder bereits nachhaltig bewirtschaftet. Der Betrieb betrachtet Rebsortenpflege, Bodenbalance und ressourcenschonende Maßnahmen als Teil seines Selbstverständnisses.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese
Sangiovese prägt die Hügel der Toskana mit Galestro- und Alberese-Böden und zeigt je nach Lage kühle Eleganz oder sonnige Fülle. Typisch sind rote Kirsche und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, etwas Orangenzeste und mit Reife Tabak, Leder und Erde. Die Weine wirken trocken, mittel bis kräftig, mit hoher, klarer Säure und feinkörnigem, doch bestimmtem Tannin – ideal für Tischkultur und Reife. Ausdrucksorte: Chianti Classico (geradlinig, würzig), Brunello di Montalcino (tiefer, langlebiger), Vino Nobile di Montepulciano (kernig, würzig), Morellino di Scansano (sonniger, weicher). Ausbau vom Edelstahl bis großem Holz oder Barrique, stets auf Frische und Struktur bedacht. Passt zu Bistecca, Wild, Ragù, Pecorino, Pilzen. Servieren 15–17 °C.