Ugolforte Brunello di Montalcino DOCG 2018 BIO
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Produktbeschreibung
Tenuta San Giorgios Ugolforte: Brunello aus Castelnuovo dell'Abate
Castelnuovo dell'Abate ist die südöstliche Ecke der Montalcino-Zone. Die Tenuta San Giorgio steht hier auf einer Anhöhe in 400 Metern Höhe – mit Rebflächen, die geografisch eine Fortsetzung des Hangs sind, auf dem auch Poggio di Sotto seine berühmten Trauben zieht. Seit 2016 gehört das Weingut zur ColleMassari-Gruppe, und das Team von Poggio di Sotto und Grattamacco kümmert sich seither auch um den Ugolforte. Der Name geht auf einen Räuber des 12. Jahrhunderts zurück, der die Bevölkerung Montalcinos gegen sienesische Herrschaft anführte – ein toskanischer Tropfen mit eigener Lokalgeschichte.
Die Böden bestehen vorwiegend aus Ton und Tuff, durchsetzt von Sandstein und Galestro. Mager, steinig, mineralisch – ein Terroir, das den Sangiovese diszipliniert und ihm die fast strenge Frische gibt, für die der Süden Montalcinos bekannt ist.
Sangiovese in Reinform, von rund 20 bis 25 Jahre alten Reben. Die Vinifikation läuft traditionell: spontane Gärung mit langer Maischestandzeit, dann mehrjähriger Ausbau in großen slawonischen Eichenfässern, wie es für die DOCG vorgeschrieben ist. Mindestens vier Jahre vergehen, bevor der Wein in den Verkauf geht – ein Zeitfenster, in dem die Tannine geschmeidig werden und das Holz vollständig in die Frucht eingebunden ist.
Im Glas leuchtet der Wein in tiefem Rubinrot mit granatrotem Schimmer am Rand. Die Nase öffnet sich einladend mit Walderdbeere und einem prägnanten Lederton, dahinter klare Zedernholz-Nuancen und – ungewöhnlich für Brunello, aber dem Jahrgang typisch – ein Anklang von getrockneter Mandarinenschale, der dem Bouquet eine helle, frische Spitze gibt. Mit Luft entfaltet sich der Wein weiter: getrocknete Backpflaumen und reife Feigen treten hervor, dazu ein Hauch Trüffel, der sich diskret hält.
Am Gaumen ist der Wein finessenreich und elegant. Die Tannine, die einem jungen Brunello sonst manchmal eine raue Kante geben können, sind hier fein und delikat gewoben. Das Gerüst ist da – komplex und straff – aber es trägt den Wein, ohne ihn zu beschweren. Die Aromatik aus der Nase wiederholt sich am Gaumen: Zedernholz, Backpflaume, Feige, die Trüffelnuance als diskreter Hintergrund. Eine lebendige Säure läuft durch das Mittelgewicht und hält den Wein über die gesamte Länge zusammen.
Der Abgang trägt lang. Beere, Zeder und ein Hauch Trüffel klingen über mehrere Sekunden nach, dazu eine balsamische Würze. Eine Karaffe öffnet diesen Wein deutlich – mindestens eine Stunde Luft tut ihm gut, am besten zwei. Junge Jahrgänge dieser Appellation profitieren generell von mehr Sauerstoff; dieser hier ist da keine Ausnahme. In der Flasche reift Ugolforte 15 bis 20 Jahre weiter und gewinnt mit jedem Jahr an Komplexität – ein Wein zum Hineinlegen und Vergessen, bis ein besonderer Anlass nach ihm fragt.
Zu Cinghiale in Umido, zu Bistecca alla Fiorentina mit Cannellini-Bohnen oder zu einer langsam geschmorten Lepre in Salmì. Auch zu reifem Pecorino di Pienza oder altem Bergkäse passt der Wein.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
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San Giorgio
San Giorgio Montalcino steht für präzisen Sangiovese aus der Südostzone von Montalcino. Das Weingut wurde 1982 gegründet und liegt bei Castelnuovo dell’Abate auf rund 400 Metern. Kühle Nächte, stetige Winde und ton- sowie kalkhaltige Böden mit vulkanischen Einsprengseln verlängern die Reife und halten die Trauben gesund. Seit 2017 gehört San Giorgio zum Verbund der ColleMassari-Gruppe und arbeitet nach zertifizierten, ökologischen Standards.
Im Weinberg prägen Handarbeit, sorgfältiger Rebschnitt, gezielte Laubarbeit und selektive Lese den Jahrgang. Begrünung schützt die Hänge vor Erosion und fördert die Bodenstruktur, Pflanzenschutz folgt dem Prinzip so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Im Keller vergärt der Sangiovese temperaturgeführt im Stahl, der Ausbau erfolgt klassisch in großen Fässern aus slawonischer Eiche, damit Herkunft, Tannin und Frucht klar bleiben.
Der Schwerpunkt liegt auf Sangiovese in reiner Ausprägung für Brunello di Montalcino und Rosso di Montalcino. Transparente Herkunftsangaben, kontinuierliche Pflege der Weinbergsinfrastruktur und ein klarer, geradliniger Stil bilden das Profil. So entsteht zuverlässiger toskanischer Wein mit eindeutiger Herkunft.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese
Sangiovese prägt die Hügel der Toskana mit Galestro- und Alberese-Böden und zeigt je nach Lage kühle Eleganz oder sonnige Fülle. Typisch sind rote Kirsche und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, etwas Orangenzeste und mit Reife Tabak, Leder und Erde. Die Weine wirken trocken, mittel bis kräftig, mit hoher, klarer Säure und feinkörnigem, doch bestimmtem Tannin – ideal für Tischkultur und Reife. Ausdrucksorte: Chianti Classico (geradlinig, würzig), Brunello di Montalcino (tiefer, langlebiger), Vino Nobile di Montepulciano (kernig, würzig), Morellino di Scansano (sonniger, weicher). Ausbau vom Edelstahl bis großem Holz oder Barrique, stets auf Frische und Struktur bedacht. Passt zu Bistecca, Wild, Ragù, Pecorino, Pilzen. Servieren 15–17 °C.