Vigna Pedale Castel del Monte Rosso Riserva DOCG 2017
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Produktbeschreibung
Vielfach prämierter Nero di Troia in Riserva-Reife
Mit dem Vigna Pedale war Torrevento einer der ersten apulischen Erzeuger, die Nero di Troia reinsortig in die Flasche brachten. Bis dahin diente die Sorte vor allem als Würzpartner in Cuvées, weil sie spätreifend, dickschalig und gerbstoffreich ist und bei zu früher Lese gern grün und kantig schmeckt. In der Contrada Pedale unter dem Castel del Monte hat man gelernt, mit ihr umzugehen: spät ernten, streng selektieren, lange reifen lassen. Die heutige Riserva gilt als Referenz für reinsortige Nero-di-Troia-Weine: über zehn Jahrgänge in Folge ausgezeichnet mit den „Tre Bicchieri" des Gambero Rosso, Gold bei Mundus Vini und der Berliner Wein Trophy, dazu 97 von 100 Punkten bei Doctor Wine und Silber bei den Decanter World Wine Awards.
Nach der Gärung wird der Wein acht Monate im Stahltank ausgebaut, bevor er für weitere zwölf Monate ins Holz übergeht – nicht ins Barrique, sondern in die botte grande, das traditionelle Eichenfass mit mehreren tausend Litern Inhalt. Diese Fassgröße gibt dem Wein Zeit und Sauerstoff, ohne ihn mit Vanille- oder Röstaromen zu überlagern. Anschließend folgt die Flaschenreife im Keller.
Im Glas ein tiefes Rubin mit mauvefarbenen Reflexen. Der Duft ist nach dem Öffnen zunächst noch verschlossen und braucht Luft. Mit der Zeit treten Macchia-Kräuter hervor, dazu Thymian und eine balsamische Spur, dahinter pralle, dunkle Beerenfrucht: Cassis, Brombeere, ein Anflug Sauerkirsche. Holz und Tabak klingen verhalten aus dem Hintergrund. Mit Luft wird das Bouquet klarer, dichter, präziser. Wer dem Glas einen Moment gibt, wird belohnt – mit jedem Schwenken öffnet sich eine weitere Ebene, die Brombeere tritt vor, das Kräuterspiel verdichtet sich.
Am Gaumen kommt der Vigna Pedale saftig herein, Cassis und wieder die mediterrane Note aus der Nase, dann breitet er sich mit Schmelz aus. Feinkörniges Tannin und eine ausgewogene Säure halten alles zusammen, das Gefüge wirkt fein gegliedert, mit ordentlichem Körper. Geröstete Gewürze und ein Hauch Vanille aus der Fassreife runden das Bild ab, dazu eine balsamische Tiefe. Der Nachklang ist lang und elegant, eine feurige Frucht zieht sich bis zum Schluss durch und nimmt am Ende noch eine pfeffrige Note an.
Die Riserva steht erst am Anfang ihrer Trinkreife. Über die kommenden Jahre werden die Tannine runder und seidiger, die jugendliche Direktheit weicht Tertiärem: Leder, dunkler Tabak, feine Erde. Der Schmelz wird länger, das Gefüge zieht sich enger. Wer jetzt eine Flasche öffnet, gönnt ihr am besten eine Stunde im Dekanter, damit sie aus dem ersten Verschluss kommt.
Auf den Tisch passt sie zu allem mit Substanz: geschmorte Lammschulter mit Rosmarin, Wildragout, geschmorte Rinderbacken, dazu gereifter Pecorino oder Caciocavallo. Mit einem über offener Glut gegrillten Steak kommt sie ebenfalls gut zurecht. Ein Klassiker bleibt aber Orecchiette al ragù di cavallo, das traditionelle Sonntagsgericht Apuliens.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
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EAN:
GESCHMACK:
ALKOHOLGEHALT:
QUALITÄTSSTUFE:
REBSORTE:
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ALLERGENE:
LAGERFÄHIGKEIT:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
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HERSTELLER/IMPORTEUR:
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DUFT:
AUSZEICHNUNGEN:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
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Torrevento
Der Weinbau in Apulien ist untrennbar mit dem Namen Torrevento verbunden. Der Familienbetrieb mit Sitz am Fuß des Castel del Monte gilt als eine der prägenden Stimmen der Region – nicht zuletzt dank Francesco Liantonio. Bereits in den 1990er-Jahren entschied er sich bewusst gegen den Trend internationaler Rebsorten und setzte auf das, was Apulien einzigartig macht: seine autochthonen Reben.
In einem alten Alfa Romeo reiste Liantonio durch die Weinberge der Murgia, um alte Rebstöcke zu sichern und neu anzupflanzen – Bombino Bianco, Verdeca, Fiano, Bombino Nero, Aglianico, Nero di Troia und Primitivo. Ziel war es, die Vielfalt des regionalen Sortenspiegels zu erhalten – und daraus authentische Weine zu erzeugen, die Charakter zeigen, statt sich dem internationalen Einheitsgeschmack anzupassen.
Heute steht Torrevento für Weine mit Herkunft, Tiefe und Handschrift – gewachsen auf kargem Kalksteinboden, verarbeitet mit Sorgfalt und nach klaren Prinzipien nachhaltiger Bewirtschaftung.
Die Herkunft
Apulien
Apulien bildet den Absatz Italiens: viel Sonne, Kalkböden, Meeresbrisen und weite Ebenen mit Olivenhainen prägen das Landschaftsbild zwischen Adria und Ionischem Meer. Das Klima liefert zuverlässige Reife. Weinstile: saftig, fruchtbetont, mit mediterraner Würze. Primitivo bringt dunkle Beeren, weiche Tannine und moderate Säure; Negroamaro wirkt herzhafter, mit Kräutern und etwas Lakritz. Nero di Troia sorgt für Struktur und Pfeffer. Rosato ist kräftig, trocken, oft kirschig; Verdeca und Fiano spenden zitrische Frische. Viele Weine zeigen einen Hauch Salz, Kräuter der Macchia, bleiben zugänglich, harmonieren hervorragend mit Pasta, würzigen Grillgerichten.
Die Rebsorte
Nero di Troia
Heimisch im Norden Apuliens rund um die Alta Murgia und Castel del Monte. Kühle Winde vom Adriaraum, Kalk- und steinige Böden bringen straffe, langlebige Rotweine. Im Duft Schwarzkirsche, Pflaume, Veilchen, Pfeffer, oft Graphit und eine balsamische Spur. Am Gaumen mittel bis kräftig, mit frischer bis mittlerer Säure, festem, feinkörnigem Tannin und geradliniger Struktur; in guten Lagen erstaunliche Eleganz und Tiefe. Ausbau vom Edelstahl für klare Frucht bis zu großem Holz oder dezentem Barrique für Würze und Politur. Reinsortig in Castel del Monte Nero di Troia; in Cuvées gibt er Rückgrat. Passt zu Lamm, Rind, Ragù, gegrillter Aubergine und gereiftem Pecorino. Servieren bei 15–17 °C; gute Exemplare reifen fünf bis zehn Jahre.