Vigneto Torricella Orvieto Classico secco DOC 2025
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Produktbeschreibung
Seit 1980 eine eigene Lage: Bigis Orvieto Classico vom Lago di Corbara
Torricella heißt der Weinberg, dem dieser Weiße seinen Namen verdankt. Er liegt oberhalb des Lago di Corbara, eines Stausees, der in den 1960er-Jahren durch die Aufstauung des Tibers unweit von Orvieto entstand; von den Rebzeilen geht der Blick hinunter aufs Wasser. Seit dem Jahrgang 1980 keltert Bigi die Trauben dieser Parzelle als eigene Abfüllung. Das italienische Wort Vigneto auf dem Etikett bedeutet schlicht Weinberg und weist ihn als Lagenwein aus, dessen Trauben aus einer einzelnen, namentlich ausgewiesenen Fläche stammen. Italienische Weinführer von Gambero Rosso über Bibenda bis Veronelli haben den Torricella über viele Jahrgänge hinweg regelmäßig ausgezeichnet.
Die Lage gehört zum Classico-Gebiet, dem historischen Kern der Appellation. Bigi verschneidet hier die fünf traditionellen Sorten der Gegend: Trebbiano Toscano, Verdello, Grechetto, Malvasia Toscana und Drupeggio. Anschließend ruht der Wein nur wenige Monate im Edelstahltank.
Im Glas leuchtet er strohgelb. Der Duft ist fein und von Ginsterblüte geprägt – jenem gelb blühenden Strauch, der im Frühsommer die Hügel Mittelitaliens färbt. Dazu kommt Zitronenmelisse, ein Gartenkraut mit hellem, zitronigem Aroma, und im Hintergrund klingen exotische Früchte an.
Am Gaumen hat er die Substanz und spürbares gewicht. Die Textur ist cremig und weich, das Gefüge ausgewogen. Mit jedem Moment im Mund gewinnt die Frucht an Raum, bis zum Ende hin Pfirsich den Ton angibt.
Das Weingut empfiehlt ihn zu Vorspeisen, kräftigen ersten Gängen, Fisch und hellem Fleisch, und seine cremige Fülle hält mit Gerichten mit, die selbst einiges auf den Teller bringen. In Umbrien hieße das etwa Crostini mit Hühnerleber zum Auftakt, Strangozzi alla norcina mit Wurst, Sahne und schwarzem Trüffel oder Forelle aus der Valnerina vom Grill. Zu Coniglio in porchetta, Kaninchen mit wildem Fenchel und Knoblauch gefüllt und gebraten, passt er ebenso gut wie zu einem Perlhuhn aus dem Ofen.
Produkt Steckbrief
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Bigi
Die Herkunft
Umbrien
Umbrien bildet Italiens grünes Herz: hügelig, kalkhaltig, ohne Meeresküste; Kontinentalklima mit ausgeprägten Tag-Nacht-Unterschieden. Historische Orte, Wälder und Olivenhaine prägen das Bild. Weine sind bodenständig, ausgewogen. Sagrantino di Montefalco zeigt viel Tannin, dunkle Frucht, Gewürz und großes Lagerpotenzial. Sangiovese-Cuvées wirken kirschig, kräutrig, mittelgewichtig. Grechetto liefert kräftige, trockene Weißweine mit Mandel, Kräutern, gelbem Steinobst. Orvieto ist leicht, zitrisch, blumig. Insgesamt ehrliche Stile, sehr essensfreundlich. Trebbiano Spoletino zeigt Tiefe, Kräuter, Steinobst, feine Salzigkeit. In Höhenlagen entstehen straffere Profile; wärmere Zonen bringen Fülle, reifere Frucht. Trüffel passt hervorragend.
Die Rebsorte
Drupeggio
Drupeggio ist eine weiße autochthone Sorte, in Umbrien vor allem Bestandteil des Orvieto DOC (mit Grechetto, Procanico/Trebbiano Toscano, Verdello, Malvasia). Als Synonym von Canaiolo Bianco bringt sie meist moderate Säure, gute Zuckerreife und eine leicht phenolische Struktur (dickere Schale). Sensorik: Birne, gelber Apfel, weiße Blüten, feine Kräuter, oft eine Bittermandel im Finish. Ausbau überwiegend Edelstahl mit Feinhefelager; selten Holz. Rolle im Blend: gibt Körper, Duft und Textur, ohne die Frische zu dominieren. Stil: trocken, mittelgewichtig, essensfreundlich. Foodpairing: Fisch, Geflügel, Gemüse, umbrische Antipasti. Servieren 8–10 °C.