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Produktbeschreibung


Montecucco, der kleine Nachbar von Montalcino

Castello ColleMassari keltert den Rigoleto aus drei roten Sorten der Toskana: 70 Prozent Sangiovese, dazu je 15 Prozent Ciliegiolo und Montepulciano. Ciliegiolo trägt die Kirsche schon im Namen, eine alte toskanische Rebe, die man selten allein auf dem Etikett liest. Es ist der jüngste und zugänglichste Rotwein des Guts, gemacht für den Alltag und schon kurz nach der Füllung zu trinken.

Die Reben stehen in der nördlichen Maremma, auf den Hängen rund um das namensgebende Schloss bei Cinigiano. Montecucco ist eine kleine, noch wenig bekannte Appellation gleich neben Montalcino, mit etwas mehr Sonne als die berühmtere Nachbarschaft. Der Montecucco-Sangiovese fällt denn auch weicher und früher trinkbar aus als der strenge Brunello von nebenan. Die Weinberge liegen auf rund 300 Metern Höhe, auf brüchigem Sandstein und kalkhaltigen Mergeltonen. Im Rücken liegt der Monte Amiata, ein erloschener Vulkan; von seinen Höhen fällt nachts kühle Luft in die Lagen, während die Tage warm bleiben. Dieser tägliche Wechsel hält den Trauben ihre lebendige Säure und ihre wachen Aromen. Das gesamte Gut wird von Anfang an biologisch bewirtschaftet, und gelesen wird bewusst früh, solange Duft und Spannkraft auf ihrem Höhepunkt stehen.

Im Keller bleibt der Eingriff gering. Der Most vergärt kühl im Edelstahl, danach ruht der Wein neun Monate auf der Feinhefe, ein Teil davon in großen Holzfässern. Auf die Flasche kommt der Rigoleto erst im Sommer nach der Ernte.

Im Glas steht ein kräftiges Rubinrot. In der Nase saftige Waldbeeren, schwarze Kirsche, dazu Pfeffer, Thymian und ein Hauch kalter Rauch. Am Gaumen wirkt er geschmeidig und ausgeglichen, eher schlank als wuchtig. Die dunkle Beere steht vorn, getragen von einer lebhaften Säure; die Gerbstoffe sind feinkörnig und weich. Der Abgang ist mittellang, mit dunkler Frucht und einer würzigen Spur.

Dazu passen eine Platte gemischter Antipasti, Pasta mit Tomatensauce oder eine Lasagne, ebenso gegrillter Fisch, Ente oder ein gereifter Pecorino.

Auszeichnungen


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Falstaff - 90 Punkte
90 luca maroni.svg
Luca Maroni - 90 Punkte
Vinum - 90 Punkte
Vinum - 90 Punkte

Produkt Steckbrief


TYP:
Rotwein
LAND:
Italien
JAHRGANG:
2023
REGION:
Toskana
ALKOHOLGEHALT:
14
GESCHMACK:
Trocken
QUALITÄTSSTUFE:
DOC
FARBE:
Leuchtendes Rubinrot
SPEISEN:
Fisch, Käse, Pasta
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
14 - 16
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
BIO
AUSZEICHNUNGEN:
Falstaff, Luca Maroni, Vinum
REBSORTE:
Ciliegiolo, Montepulciano, Sangiovese
AUSBAUART:
Edelstahltank, Flaschenreife, Holzfass
REBSORTENANTEILE:
15 % Ciliegiolo, 15 % Montepulciano, 70% Sangiovese
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Falstaff - 90 Punkte, Luca Maroni - 90 Punkte, Vinum - 90 Punkte
AUSBAU:
Für 10 Monate in Edelstahltanks und anschließend für weitere 6 Monate in der Flasche., Holzfass
HERSTELLER/IMPORTEUR:
ColleMassari S.p.A. - Società Agricola, Via di Porta Pinciana, 6, 00187 Roma, Italien
SPEISEEMPFEHLUNG:
Perfekt zu Antipasti, Pasta mit Tomatensauce, Lasagne, grilliertem Fisch, Ente und reifen Käsesorten.
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Leicht vom Gehalt, in sich ruhend und sehr aus- geglichen. Kaum im Glas offenbart er seinen fruchtig, verführerischen Charakter
DUFT:
Geprägt von saftigen Waldbeerenaromen, die ganz dicht und fleischig sind. Auch erkennt man Aromen von Pfeffer, schwarzen Kirschen, Thy- mian und etwas kalten Rauch

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Castello ColleMassari

Im Jahr 1999 erwarben Maria und Claudio Tipa gemeinsam mit seiner Schwester Maria Iris Tipa-Bertarelli das Castello ColleMassari im toskanischen Anbaugebiet Montecucco, um ihre Ideen Gestalt annehmen zu lassen: nämlich den Rebsorten der Region, allen voran dem Sangiovese, eine klar terroirbezogene Interpretation zu verleihen und als visionäre Vorreiter dem gesamten Gebiet eine breitere Aufmerksamkeit und höheres Ansehen zu verleihen. Die Voraussetzungen dafür waren gut, denn das Landgut befindet sich in Cinigiano, gelegen in der nördlichen Maremma, auf 320 Metern über dem Meer. Hier herrscht ein bestens geeignetes Mikroklima für die mehr als 50 Jahre alten Reben.


Ebenso wichtig für die Verwirklichung der Ziele waren aber auch erhebliche Investitionen in die steilen Weinberge und Keller des Gutes. Und schon seit dem ersten Jahrgang wird nach ökologischen Kriterien gearbeitet, ColleMassari ist eine nach ICEA-Standards biozertifizierte 1.200 ha weite Oase, in der unter anderem tausendjährige Olivenbäume stehen.


Die Moste werden rein mit Hilfe der Schwerkraft, also unter Verzicht mechanischer Verfahren verarbeitet. Auch modernistische Barriques sind im beeindruckenden, vom Stararchitekten Milesi errichteten Keller nur spärlich und ausschließlich für Cabernet Sauvignon zu finden. Stattdessen reifen die Spitzenweine im großen Holz und werden mit viel Fingerspitzengefühl zu finessenreichen Gewächsen mit ausgeprägtem Terroircharakter verfeinert.


Mit dem Milleniumsjahrgang wurde der erste auf ColleMassari erzeugte Wein in Flaschen gefüllt, und bereits im Jahr 2014 ernannte der „Gambero Rosso“, jene „Bibel“ für Gewächse aus Italien, den Betrieb mit der höchstmöglichen Auszeichnung zum „Weingut des Jahres“ – ein Zeugnis für die rasante Entwicklung von ColleMassari.

Castello ColleMassari
Toskana

Die Herkunft

Toskana

Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.

Die Rebsorte

Ciliegiolo

Ciliegiolo ist eine rote italienische Sorte (namensgebend: ciliegia = Kirsche), genetisch eng mit Sangiovese verwandt. An- und Ausbau: meist in der Toskana (Maremma, Colline Lucchesi), Liguriens Küstenhügeln und in Umbrien; häufig als IGT oder in DOCs wie Maremma Toscana und Riviera Ligure di Ponente zu finden. Im Glas zeigt er helle bis mittlere Farbe, rote Kirsche, Erdbeere, Veilchen, Kräuter; am Gaumen mittelgewichtig, mit frischer Säure und weichen, feinkörnigen Tanninen. Stilistisch oft saftig und zugänglich, selten stark extrahiert. Ausbau überwiegend im Edelstahl oder Beton, teils großes Holz; als Rosato sehr trinkig. Reinsortig gewinnt er an Profil (alte Reben, Ertragsdisziplin); in Cuvées rundet er Sangiovese ab. Foodpairing: Pasta al pomodoro, Pizza, gegrilltes Huhn, Porchetta, Salumi, halbfeste Käse. Servieren bei 14–16 °C; gute Beispiele reifen 3–7 Jahre.

Ciliegiolo