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Produktbeschreibung


Còlpetrones erster Sagrantino – und bis heute der, an dem man sich messen muss

Sagrantino gehört zu den gerbstoffreichsten Rebsorten Italiens, und wer ihn reinsortig ausbaut, macht keine halben Sachen. Còlpetrone hat genau das von Anfang an getan: Die Memoira war der erste Sagrantino, den das Weingut in Gualdo Cattaneo je gefüllt hat, und sie ist bis heute das Flaggschiff geblieben. Der Name spielt mit dem italienischen „Memoria" und dem griechischen „Moira" – Erinnerung und Schicksal in einem Wort. Großes Versprechen für eine Flasche. Ob sie es hält, zeigt sich im Glas.

Die Farbe gibt schon einen Hinweis: ein tiefes, dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen, fast undurchsichtig im Kern. Wer da hineinsieht, ahnt, dass dieser Wein Substanz mitbringt. Die Nase bestätigt das sofort. Brombeere und Pflaume stehen im Vordergrund, reif und dunkel, dazu Gewürznoten – schwarzer Pfeffer, Nelke – und ein feiner Vanilleschleier, den die Monate in französischer Eiche hinterlassen haben. Dahinter liegen Trockenfrüchte und ein Hauch dunkler Schokolade, die dem Duft eine warme, fast konfekte Süße geben.

Am Gaumen zeigt der Memoira seine ganze Wucht. Sagrantino bringt von Natur aus enorme Tannine mit, und in diesem Wein sind sie präsent und konzentriert – sie packen zu, lassen den Mund eng werden, fordern Aufmerksamkeit. Die reife Frucht steht dem kraftvoll gegenüber: Brombeere, dunkle Pflaume, Spuren von Tabak und Schokolade füllen den Gaumen aus. Die Holznoten sind eingebunden und drängen sich nicht vor. Im langen Abgang klingt ein feiner Bittermandelton nach, der typisch für Sagrantino ist und dem Schluck eine herbe Eleganz gibt. Der Wein ist samtig und gleichzeitig straff – eine Spannung, die ihn interessant macht und die über Jahre weicher werden wird.

Die DOCG-Vorschriften verlangen für Sagrantino di Montefalco eine Reifezeit von insgesamt mindestens 37 Monaten, davon zwölf in Holz. Còlpetrone gibt dem Memoira danach zusätzlich Zeit in Stahl und Flasche. Ein junger Memoira braucht Luft – eine gute halbe Stunde im Dekanter lässt die Tannine geschmeidiger werden und die Frucht nach vorn treten. Mit einigen Jahren Flaschenreife werden die Gerbstoffe weicher, und Sekundäraromen wie Leder und getrocknete Kräuter können sich entwickeln.

Am Tisch verlangt dieser Sagrantino nach kräftigen Partnern. Geschmortes Wildschwein, eine Lammkeule aus dem Ofen oder gereifter Pecorino mit dunklem Honig halten seinem Zugriff stand. Ein Wein für Abende, an denen man Zeit mitbringt.

Auszeichnungen


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Falstaff - 91 Punkte
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Mundus Vini - Frühling Gold
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Luca Maroni - 90 Punkte

Produkt Steckbrief


SÄURE:
5
TYP:
Rotwein
LAND:
Italien
JAHRGANG:
2014
REGION:
Umbrien
RESTZUCKER:
2,1
AUSBAU:
Barrique
ALKOHOLGEHALT:
14
EAN:
8007555000105
GESCHMACK:
Trocken
AUSBAUART:
Barrique
QUALITÄTSSTUFE:
DOCG
REBSORTE:
Sagrantino
FARBE:
Tiefes Dunkelrot
VERSCHLUSS:
Naturkorken
ANBAUGEBIET:
Montefalco
ALLERGENE:
enthält Sulfite
LAGERFÄHIGKEIT:
10 - 12 Jahre
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
16 - 18
SPEISEN:
Käse, Lamm, rotes Fleisch, Wild
AUSZEICHNUNGEN:
Falstaff, Luca Maroni, Mundus Vini
DUFT:
Angenehme Noten reifer, roter Früchte und Spuren von Vanille und Gewürzen.
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Còlpetrone, Via Ponte La Mandria, 8/1, 06035 Marcellano PG, Italien
SPEISEEMPFEHLUNG:
Ausgezeichneter Begleiter zu gebratenem Fleisch, Wild, Lamm und würzigem Käse.
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Luca Maroni - 90 Punkte, Falstaff - 91 Punkte, Mundus Vini - Frühling Gold
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Reife Früchte, perfekt integrierte Holznoten, sinnliche Tannine, kraftvoll aber samtig mit leichtem Bittermandelton im Abgang.

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Còlpetrone

Wenn vermeintlich kenntnisreiche Menschen über die bedeutenden Rebsorten und großen Weine Italiens diskutieren, werden in der Regel  die Nebbiolo-Gewächse Barbaresco und Barolo aus dem Piemont sowie toskanischer Brunello di Montalcino genannt. Nur äußerst selten wird diese kurze Liste der Top-Rotweine durch weitere Nennungen ergänzt. Dabei gibt es durchaus Kreszenzen, die ganz unbedingt Teil einer solchen Aufstellung sein sollten. Und der Sagrantino zählt ganz sicher dazu.

Beim Sagrantino handelt es sich um eine autochthone Rebsorte, die ihre Heimat im der Toskana benachbarten Anbaugebiet Umbrien hat. Sie gilt als eine der ältesten Varietäten Italiens überhaupt und ergibt kräftige, maskuline Rotweine mit viel Extrakt und Gerbstoff sowie enormer Alterungsfähigkeit. Allerdings war die Sorte über lange Zeit in Vergessenheit geraten und sogar beinahe vollkommen verschwunden.

Doch seit den 1980er Jahren erlebt der Sagrantino dank des Einsatzes einiger weitblickender Winzer in Umbrien eine Renaissance. Auch bei Còlpetrone, einem der wichtigsten Erzeuger in der DOCG Montefalco, dem bedeutendsten Sagrantino-Anbaugebiet in Umbrien, wurde das phantastische Potenzial der Sorte erkannt. Auf dem Weingut entstehen aus ihr heute zwei begeisternde Gewächse, die Struktur und Komplexität mit Zugänglichkeit verbinden und – unter anderem – exzellente Speisenbegleiter abgeben. Der extrem hohe qualitative Standard wird bei Còlpetrone durch ein ganzes Maßnahmenbündel erreicht, unter anderem werden die Erträge auf 75 % der im Gebiet zugelassenen Mengen begrenzt, wodurch die Weine an Konzentration und aromatischer Tiefe gewinnen.

Über die beiden bereits genannten Kreszenzen hinaus wird bei diesem Spitzenbetrieb eine Cuvée erzeugt, die ebenfalls Sagrantino enthält, jedoch auf Sangiovese basiert und mit Merlot einen weiteren hochkarätigen Partner besitzt. Für das höchste qualitative Niveau mag als Beleg gelten, dass alle drei hier vorgestellten Weine im Rahmen des wichtigen Wettbewerbs „Mundus Vini“ im Frühjahr 2021 mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurden!

Còlpetrone
Umbrien

Die Herkunft

Umbrien

Umbrien bildet Italiens grünes Herz: hügelig, kalkhaltig, ohne Meeresküste; Kontinentalklima mit ausgeprägten Tag-Nacht-Unterschieden. Historische Orte, Wälder und Olivenhaine prägen das Bild. Weine sind bodenständig, ausgewogen. Sagrantino di Montefalco zeigt viel Tannin, dunkle Frucht, Gewürz und großes Lagerpotenzial. Sangiovese-Cuvées wirken kirschig, kräutrig, mittelgewichtig. Grechetto liefert kräftige, trockene Weißweine mit Mandel, Kräutern, gelbem Steinobst. Orvieto ist leicht, zitrisch, blumig. Insgesamt ehrliche Stile, sehr essensfreundlich. Trebbiano Spoletino zeigt Tiefe, Kräuter, Steinobst, feine Salzigkeit. In Höhenlagen entstehen straffere Profile; wärmere Zonen bringen Fülle, reifere Frucht. Trüffel passt hervorragend.

Die Rebsorte

Sagrantino

Sagrantino ist Umbriens kraftvollste rote Sorte, heimisch rund um Montefalco auf kalkhaltigen Ton- und Mergelböden mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Die Traube hat extrem dicke Schalen und zählt zu den tanninreichsten überhaupt. Im Duft zeigen sich Schwarzkirsche, Brombeere und Pflaume, dazu Veilchen, getrocknete Kräuter, Pfeffer, oft Leder, Tabak und balsamische Noten. Am Gaumen dicht, trocken, mit hoher, frischer Säure und massivem, doch feinkörnigem Tannin; lange Reife ist Pflicht. Ausbau traditionell in großem Holz, modern auch teilweise Barrique, Riserva mit zusätzlicher Fass- und Flaschenreife. Große Lagerfähigkeit, die Frucht wandelt sich zu Gewürz, Erde und Teer. Ideal zu Lamm, Wild, geschmortem Rind, kräftigen Eintöpfen und gereiftem Pecorino. Servieren bei 16–18 °C; junge Weine karaffieren.

Sagrantino