Le Fornaci Lugana Riserva DOC 2021
29,95 €
Sofort lieferbar
- Exklusive Vinolisa Clubvorteile
- 60 Tage Geld-zurück-Garantie
- Kostenloser Versand ab 120€
- Weine direkt vom Winzer
- Schneller Versand aus Deutschland
Produktbeschreibung
Tommasis Spitzen-Lugana aus Sirmione
Tommasi bringt die Turbiana in diesem Wein an ihre obere Grenze. Die Lugana-DOC ist eine kleine Appellation am Südufer des Gardasees, bekannt für sortenreine Weißweine aus der Turbiana — eine Rebsorte, die ausschließlich auf den lehmig-kalkhaltigen Moränenböden rund um Sirmione gedeiht. Die Reben für diese Riserva stehen in der Tenuta Le Fornaci direkt am Stadtrand der Halbinsel — der Kernzone der DOC, wo die Böden hart und mager sind und entsprechend wenig, dafür konzentriertes Lesegut hervorbringen. Die Riserva-Stufe verlangt einen längeren Ausbau als die Basisversion und wird in der Praxis nur von wenigen Häusern ernsthaft verfolgt. Tommasi füllt sie nur dann, wenn der Jahrgang die nötige Substanz mitbringt — kein Jahresgewächs, sondern ein erklärtes Ausnahmeprodukt.
Nach der Handlese werden die kompletten Trauben sanft gepresst. Anschließend vergärt er zehn bis zwölf Tage. Dann beginnt der lange Ausbau: Ein Viertel kommt in französische Holzfässer à 500 Liter, drei Viertel bleiben auf Edelstahl, beides achtzehn Monate lang. Die 500-Liter-Tonneaux geben deutlich weniger Eichenwürze ab als kleine Barriques. Erst danach wird verschnitten, abgefüllt und für weitere sechs Monate in der Flasche zur Ruhe gelegt.
Im Glas ein brillantes Strohgelb mit goldenen Reflexen — die Farbe eines Weißweins, der seine Zeit hatte. Die goldenen Reflexe sind das sichtbare Zeichen der Fassreife und der Flaschenzeit; ein junger Jahrgang wäre deutlich heller. Die Nase dicht und entwickelt: reife gelbe Früchte voran, dazu florale Anklänge, ein Zitrushauch, eine zarte Honignote und im Hintergrund Vanille und Walnuss. Es ist ein Bukett, das mit der Zeit aufgeht — direkt nach dem Öffnen schon präsent, nach einer Stunde im Glas reicher. Wer das nicht abwarten will, dekantiert ihn vorab. Am Gaumen trocken, mundfüllend, mit konzentriertem Geschmack und einer Frische, die das Gewicht trägt. Die Säure ist gut eingebunden und gibt der Konzentration Halt. Die Aromen vom Bukett kehren wieder, runden sich aus, das Finale klingt lang und einnehmend aus.
Klassisch wird er in der Tradition des Lago di Garda getrunken: ein einfacher Crostino, mit etwas Olivenöl extra, geriebener Zitronenschale, Basilikum und ein paar Oliven — eine Vorspeise, die die mediterrane Würze des Weins präzise spiegelt. Pastagerichte mit gehaltvollen, nicht tomatenlastigen Saucen funktionieren ebenso gut — Tagliatelle mit Steinpilzen, Risotto al limone, Spaghetti mit Bottarga. Auch mäßig gereifter Käse findet seinen Partner, etwa ein junger Pecorino oder ein Asiago Mezzano. Selbst zu hellem Fleisch wie geschmortem Kalb oder Pollo alla cacciatora in der weißen Version macht er eine gute Figur — die Vanille- und Walnussnoten finden in der geschmorten Geflügelhaut einen guten Anschluss. In den nächsten drei bis fünf Jahren verschiebt sich das Aromenbild: Die florale Seite tritt zurück, Honig, geröstete Nüsse und eine herbe Salzigkeit gewinnen an Raum. Im Sortiment einer der wenigen italienischen Weißen, deren Profil sich auch nach Jahren noch verändert.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
LAND:
TYP:
JAHRGANG:
REGION:
GESCHMACK:
REBSORTE:
ALKOHOLGEHALT:
QUALITÄTSSTUFE:
ANBAUGEBIET:
VERSCHLUSS:
ALLERGENE:
LAGERFÄHIGKEIT:
WEIN-STIL:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
REBSORTENANTEILE:
FARBE:
AUSBAUART:
AUSZEICHNUNGEN:
SPEISEN:
DUFT:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
HERSTELLER/IMPORTEUR:
AUSBAU:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
SPEISEEMPFEHLUNG:
Kundenbewertungen
Anmelden
Tommasi
Tommasi ist ein Familienweingut mit Sitz in Pedemonte, im Zentrum der Valpolicella Classica. Gegründet 1902, wird der Betrieb heute in vierter Generation geführt. Der Ursprung liegt im klassischen Valpolicella-Gebiet, doch über die Jahrzehnte hat sich Tommasi zu einem der bedeutendsten Weinerzeuger Venetiens entwickelt – mit eigenen Weinbergen in mehreren Regionen Italiens.
Im Fokus stehen Herkunft und Rebsorte. In Valpolicella arbeitet das Team vorrangig mit Corvina, Rondinella und Molinara, besonders bei der Herstellung von Amarone della Valpolicella. Die Trauben werden traditionell im Appassimento-Verfahren getrocknet, anschließend langsam vergoren und in großen Holzfässern ausgebaut – eine bewusste Entscheidung gegen den Barrique-Ausbau, um die Sortenstruktur nicht zu überlagern.
Neben der klassischen Linie betreibt Tommasi auch gezielte Parzellenprojekte und engagiert sich in nachhaltigen Bewirtschaftungsformen. Die Kombination aus traditionellem Handwerk, technischer Präzision und regionaler Streuung macht Tommasi zu einem der vielseitigsten Weingüter Norditaliens – mit klarer Herkunft und kompromissloser Orientierung am Weinberg.
Die Herkunft
Venetien
Venetien spannt sich vom Gardasee bis zur Adria: Moränenhügel, Dolomitenausläufer und Schwemmböden, gemäßigt durch Seen- und Meereswinde. Vielfalt prägt die Region, vom Voralpenrand bis in die Ebene. Valpolicella reicht von kirschfruchtig bis amarone-würzig; Ripasso wirkt füllig und samtig. Soave aus Garganega zeigt Mandel, gelbe Frucht und dezente Mineralität, Lugana ist cremig-frisch mit feiner Säure. Prosecco aus Conegliano-Valdobbiadene überzeugt mit feiner Perlage, floralen Noten, saftiger Birnenfrucht; Cartizze liefert Fülle, Glanz und Länge. Bardolino zeigt leichte rote Kirsche und Gewürze; Garda-Weißweine wirken frisch, kräutrig, salzig, vielseitig zur italienischer Küche.
Die Rebsorte
Turbiana
Turbiana ist die Weißweinsorte des Lugana-Gebiets zwischen Südufer Gardasee und der Moränenhügellandschaft um Sirmione. Genetisch eng mit Verdicchio verwandt, zeigt sie in Lugana einen eigenen, kühlen Seecharakter. Im Glas wirken die Weine trocken, mittelgewichtig und klar strukturiert, mit heller Zitrusfrucht, grünem Apfel, Birne, weißen Blüten, feiner Mandel und spürbarer, salziger Mineralität. Die Säure ist frisch, der Phenolik-Grip dezent. Ausbau meist im Edelstahl mit Feinhefe für Cremigkeit, vereinzelt großes Holz. Junge Lugana glänzen mit Zug und Trinkfluss, gereifte Versionen entwickeln Honig, Wachs und Mandelschale. Ideal zu Fisch, Risotti, Gemüse; servieren bei 9–11 °C.