Masseto IGT 2022
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Produktbeschreibung
Masseto IGT 2022
Bolgheris Merlot-Monument
Der Masseto-Weinberg verdankt seine Existenz der Weitsicht von André Tchelistcheff: Der legendäre Önologe, der bereits im Napa Valley Weingeschichte geschrieben hatte, erkannte 1984 in den blauen Tonböden eines Küstenhügels bei Bolgheri jenes Potential, das im fernen Pomerol den Weltruhm von Pétrus begründet hatte. Lodovico Antinori folgte seinem Rat und pflanzte Merlot – damals in der Toskana kaum verbreitet. Die steinharten Lehmklumpen, die „massi“, gaben dem Weinberg seinen Namen.
Heute umfasst der Masseto-Weinberg rund sieben Hektar, gegliedert in drei Parzellen von unterschiedlichem Charakter: Masseto Alto, auf etwa 120 Metern Höhe gelegen, liefert durch seine kieseldurchsetzten Lehmböden Struktur und aromatische Präzision. Masseto Centrale, das Herzstück mit der höchsten Konzentration an kompaktem blauem Ton und zehnprozentigem Gefälle, schenkt dem Wein seine monumentale Dichte und tanninisches Rückgrat. Masseto Junior schließlich, die jüngsten Pflanzungen am unteren Hang, bringt samtene Großzügigkeit ein, die das Gesamtwerk zur Balance führt.
Seit 2012 wird biologisch bewirtschaftet, seit 2019 vinifiziert man in der eigenen, unterirdisch angelegten Kellerei mit modernster Schwerkraft-Technologie. Zwölf perfekte 100-Punkte-Bewertungen bezeugen den Status eines Gewächses, das Jean-François Moueix, Eigentümer von Pétrus, bei einer denkwürdigen Verkostung 2004 als „Zwilling“ seines berühmten Pomerol bezeichnete. Nach dem Weggang von Axel Heinz, der Masseto fast zwei Jahrzehnte geprägt hatte, verantwortet seit September 2023 Marco Balsimelli als neuer Technischer Direktor die Geschicke des Hauses – der 2022er trägt erstmals seine Handschrift. Der Jahrgang erzählt von Widerstandskraft: Eine Dürre von mehr als 70 Tagen zwang die Reben zur Atempause, erst die erlösenden Augustschauer und kühlen Septembernächte brachten die Balance zurück. Reinsortiger Merlot, eine Rückkehr zur puristen Tradition des Hauses.
Verkostungsnotiz
Leuchtendes Rubinrot mit purpurvioletten Reflexen. Die Nase offenbart sich mineralisch geprägt – ein Hauch von Graphit und nassem Schiefer, durchzogen von balsamischen Weihrauchnoten und dem wächsernen Schmelz gereifter Frucht. Schwarze Pflaume und Damaszener-Zwetschge verweben sich mit Lavendelblüte, während Salbei und pfeffrige Akzente würzige Konturen setzen. Mit Belüftung schälen sich Schichten von Kakao, Lakritze und dunkler Schokolade heraus, unterlegt von Macchia-Kräutern und schwarzem Trüffel.
Am Gaumen verblüfft zunächst eine lebhafte, knackige Säure. Der Körper zeigt sich voll, doch von seidiger Geschmeidigkeit durchzogen; dichte dunkle Beerenfrüchte verschmelzen mit würzigen Akzenten zu samtener Textur. Die Tannine präsentieren sich ultrafein gewoben, poliert und strukturgebend, ohne je aufdringlich zu wirken. Mineralische Salzigkeit durchzieht die gesamte Gaumenarchitektur, ein Anklang von gesalzenem Karamell. Der Nachhall beeindruckt durch schier grenzenlose Ausdehnung; helle Kirsche kehrt als zarter Refrain wieder, das Finish besitzt jene lineare Energie, die den 2022er von opulenteren Vorgängern unterscheidet. Wer diesem Masseto Zeit gewährt, wird belohnt: Trinkfenster 2028–2058+.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
REBSORTE:
GESCHMACK:
ALKOHOLGEHALT:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
VERSCHLUSS:
AUSBAU:
REBSORTENANTEILE:
WEIN-STIL:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
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HERSTELLER/IMPORTEUR:
AUSZEICHNUNGEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
DUFT:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Kundenbewertungen
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Tenuta dell´Ornellaia
Die Tenuta dell’Ornellaia liegt in Bolgheri an der toskanischen Küste, eingebettet zwischen Hügeln, Pinienwäldern und dem Tyrrhenischen Meer. Gegründet 1981, gilt das Weingut als einer der Wegbereiter des modernen Weinbaus in der Maremma. Die Rebflächen verteilen sich auf unterschiedliche Lagen mit kargen, mineralstoffreichen Böden und maritimer Prägung. Angebaut werden vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot.
Jeder Weinberg wird separat bewirtschaftet und vinifiziert. Der Fokus liegt auf kontrollierter Ertragsreduktion, selektiver Handlese und präziser Kellerarbeit. Der Ausbau erfolgt je nach Jahrgang differenziert in Barriques oder Betontanks. Die stilistische Handschrift der Tenuta dell’Ornellaia ist geprägt von Struktur, Tiefe und Balance – keine Überreife, keine Effekthascherei.
In der Geschichte der Supertuscans nimmt Ornellaia eine zentrale Rolle ein, ohne sich je über ihren Namen zu definieren. Entscheidend bleibt die Verbindung von Herkunft, Rebsorte und Detailarbeit – Jahr für Jahr, Parzelle für Parzelle.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Merlot
Merlot stammt ursprünglich aus Bordeaux und ist heute eine der meistangebauten roten Rebsorten weltweit – in Italien vor allem in Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol und der Toskana verbreitet. Die Rebe reift früh, ist anpassungsfähig an verschiedene Böden und Klimazonen und ergibt weiche, zugängliche Weine mit mittlerem bis vollem Körper und geschmeidigen, runden Tanninen. Im Duft Pflaume, rote Kirsche, Brombeere, dazu Kräuter, etwas Schokolade und in wärmeren Lagen ein Hauch getrockneter Veilchen; auf kalkhaltigen Böden zeigt Merlot oft eine feine mineralische Note und mehr Frische. Der Ausbau reicht vom fruchtbetonten Edelstahl bis zu Barrique mit Noten von Vanille, Tabak und Zedernholz. In Friaul und Venetien überzeugt Merlot sortenrein mit klarer Frucht und eleganter Struktur; in der Toskana spielt er als Cuvée-Partner in vielen Super-Toskanern eine tragende Rolle und verleiht Sangiovese oder Cabernet Sauvignon Fülle und Samtigkeit. Auch als Rosato ergibt Merlot fruchtige, geschmeidige Weine mit feiner Beerennote. Ein vielseitiger Essenswein zu Pasta mit Ragù, geschmortem Geflügel, Kalb, Pilzrisotto und mittelreifem Käse. Servieren bei 16–18 °C; lagerfähige Exemplare entwickeln über fünf bis acht Jahre zunehmend Komplexität mit Leder-, Tabak- und Gewürznuancen.