Don Anselmo Aglianico del Vulture Superiore DOCG 2017
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Produktbeschreibung
Don Anselmo: Paternosters Aglianico aus alten Reben am Vulture
Don Anselmo ist das Erinnerungsetikett der Familie Paternoster – benannt nach dem Großvater des Gründungsstammes, der als einer der ersten ernsthaft auf das Potenzial des Aglianico aus dem Vulture-Gebiet gesetzt hat. Die Sorte galt lange als zu spätreif für Spitzenweine, doch der Vulkanboden am Fuß des Monte Vulture, durchsetzt von Tuff, liefert ihr genau das, was sie braucht: Struktur, Mineralität und die Lagerfähigkeit, die einen Aglianico zum Pendant des Nebbiolo aus dem Norden macht. Heute gilt der Wein als einer der großen italienischen Roten und steht bei nahezu allen Kritikern auf der Empfehlungsliste.
Die Trauben stammen aus vier Hektar in der Contrada Gelosia bei Barile – 50 Jahre alte Reben in 600 Metern Höhe, mit sehr niedrigen Erträgen von 35 bis 40 Doppelzentnern pro Hektar. Der Ausbau läuft über 24 Monate, zur Hälfte in großen Botti aus slawonischer Eiche, zur Hälfte in gebrauchten französischen Barriques. Diese Kombination gibt dem Wein Tiefe und Struktur, ohne den primären Geschmack frischer Fässer aufzudrücken. Danach folgt ein weiteres Jahr in der Flasche, bevor der Wein in den Verkauf geht – insgesamt rund vier Jahre Reife.
Im Glas steht der Wein in brillantem, tiefem Rubinrot. Die Nase öffnet sich breit und vielschichtig: rote Beeren und reife Pflaume vorn, dahinter ein deutlicher Lederton, balsamische Kräuter – ein bisschen Lorbeer, ein bisschen Salbei – und dunkle Gewürze, die in Richtung Nelke und schwarzer Pfeffer ziehen. Der vulkanische Hintergrund klingt als rauchige, fast ascheartige Note durch. Mit Luft tritt zunehmend eine kühle Mineralität hervor, die den Wein gegen die Wärme der Frucht balanciert.
Am Gaumen zeigt sich der Wein trocken und warm, mit jener alkoholisch unterfütterten Wärme, die zum Stil der Appellation gehört, ohne ihn brennend zu machen. Die Struktur ist groß: ein dichtes Tanningerüst, das den Wein über Jahrzehnte tragen kann, und eine Säure, die für die südliche Herkunft präsent bleibt. Trotz dieser Wucht behält der Don Anselmo eine eigene Eleganz – die Holztöne sind nahtlos eingebunden, die Frucht wirkt verdichtet statt konfitürig, und das Mittelgewicht ist genau auspariert. Aglianico-Trinker erkennen sofort die Sorte: konzentriert, mit einer dunklen Linie, die ihn von jedem Sangiovese oder Nebbiolo unterscheidet.
Der Abgang ist sehr lang. Die Aromen aus Beere, Kraut und vulkanischer Mineralität klingen über viele Sekunden nach, dazu zieht eine leicht bittere Schokoladennote hinten heraus. Junge Jahrgänge profitieren erheblich von der Karaffe – mindestens eine Stunde Luft tut diesem Wein gut, gereiftere Flaschen können auch direkt aus dem Glas Spaß machen. Der Wein hält in der Flasche zwei bis drei Jahrzehnte ohne Mühe.
Zu Lammrücken mit Kräuterkruste oder zu geschmortem Wildschwein nach lokaler Art. Auch zu reifem Pecorino di Filiano oder Caciocavallo Podolico ist der Wein eine gute Wahl. Wer ihn als Meditationswein trinken möchte, braucht keine Begleitung – das ist ein Wein, der für sich allein steht.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
RESTZUCKER:
JAHRGANG:
AUSBAU:
ALKOHOLGEHALT:
EAN:
GESCHMACK:
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AUSBAUART:
REBSORTE:
QUALITÄTSSTUFE:
VERSCHLUSS:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
WEIN-STIL:
REBSORTENANTEILE:
AUSZEICHNUNGEN:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
SPEISEEMPFEHLUNG:
DUFT:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
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Paternoster
Paternoster steht für charaktervollen Weinbau in der Basilikata, rund um den erloschenen Vulkan Monte Vulture. Der Familienbetrieb entstand 1925 in Barile und konzentriert sich seit jeher auf Aglianico del Vulture. Die Reben wachsen auf terrassierten Parzellen zwischen etwa 400 und 700 Metern Höhe. Vulkanischer Basalt, Asche und Tuff speichern Wärme, kühle Nächte sichern die Säurestruktur. Handarbeit dominiert: sorgfältiger Rebschnitt, Laubmanagement, selektive Lese in kleinen Kisten.
Im Keller arbeitet Paternoster chargenrein. Die Vergärung erfolgt temperaturgeführt in Stahl oder Zement. Je nach Lage und Jahrgang reifen die Weine in großen Fässern aus slawonischer Eiche und teils in Barriques, mit ruhigen Abstichen und langer Fassruhe. Ziel ist Dichte ohne Überextraktion und eine klare Herkunftssignatur des Aglianico del Vulture.
Die Herkunft
Basilikata
Basilikata ist gebirgig und karg; viele Weinberge liegen hoch um den erloschenen Vulkan Vulture. Basalt und Tuff speichern Wärme, Nächte bleiben kühl; langsame Reife bringt Tiefe. Stile: kernig, mineralisch, lagerfähig. Aglianico del Vulture zeigt dunkle Frucht, Veilchen, Rauch, Graphit und präsentes Tannin bei lebhafter Säure. Greco und Malvasia Bianca liefern straffe, zitrische, steinige Weißweine, teils mit Rauchspur. Insgesamt ernsthafte, charaktervolle Gewächse mit großem Essensbezug – hervorragend zu Lamm, Wild, Eintöpfen. Höhenlagen erlauben Frische und Präzision; wärmere Zonen ergeben Fülle. Traditionelle Erzeuger arbeiten geduldig, Qualitäten steigen konstant seit Jahren.
Die Rebsorte
Aglianico
Hochwertige rote Rebsorte aus Süditalien, vor allem in Kampanien (Taurasi) und Basilikata (Aglianico del Vulture) verbreitet. Aglianico ergibt tanninreiche, strukturierte Weine mit Aromen dunkler Beeren, Gewürzen und erdigen Noten. Die Weine sind langlebig, besitzen großes Reifepotenzial und einen markant würzigen Charakter. Taurasi gilt als "Barolo des Südens".