Galatrona Val d'Arno di Sopra DOC 2022 (BIO)
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Produktbeschreibung
Galatrona Val d’Arno di Sopra DOC 2022 (BIO)
Ein toskanischer Merlot von Weltformat
Der auf ca. 500 Metern Meereshöhe befindliche Torre di Galatrona ist als visueller Fixpunkt quasi vom gesamten Arnotal aus gut sichtbar, und wer die Spitze des Turms erklimmt, wird mit einem phantastischen Panoramablick über die Hügelketten des Chianti belohnt. Dieser alte Wehrturm bezeugt als erhalten gebliebener Teil einer der bedeutendsten regionalen Burgen bewegte Zeiten und ist Namensgeber für einen der großartigsten Weine der Toskana. Galatrona, im Jahrgang 2015 von James Suckling zum zweitbesten Wein der Welt gekürt, wird reinsortig aus Merlot gekeltert, sein Schöpfer Luca Sanjust hat im Rahmen seiner Aufenthalte im Pomeral ganz offenbar ein allerfeinstes Händchen für diese Rebsorte entwickelt. Die wiederum findet hier bei Petrolo in einer kühlen, wunderhübsch bewaldeten Höhenlage mit ihren biologisch kultivierten, lehmhaltigen Galestro-Böden perfekte Bedingungen.
Die extrem kleine, selbstverständlich händisch eingebrachte Ernte wurde, wie es der Standard bei Petrolo ist, äußerst akkurat verarbeitet. Nach der Fermentation verfeinerte der Wein während 20 Monaten in Eiche aus Frankreich, wobei es sich mehrheitlich um Barriques handelte, etwa ein Viertel der kleinen Fässer bestanden aus neuem Holz.
Verkostungsnotiz
Mit der nahezu undurchdringlichen Farbe eines jungen Merlot, opaker Kern, mauvefarbene Reflexe. Aufregend und eindringlich präsentiert sich das Bouquet, es offenbart sukzessive betörende florale Düfte von Veilchen und Rosenblatt sowie reife rotbeerige Aromen nebst würzigen Anklängen wie Orangenzeste und hellem Tabak.
Am Gaumen zerbirst die massive, bis zum Rand mit Würze bepackte Frucht geradezu. Mineralische Noten von Jod und Eisen eskortieren ein Potpourri aus dunklen Beeren, Amarenakirsche, saftigen Pflaumen und Kräutern. Dann sind plötzlich rauchige Aspekte wahrnehmbar, dann wieder Tabak und Leder. Getragen wird das Gefüge von zwar fordernd-knackigen, gleichzeitig aber auch samtigen Gerbstoffen, die in diesem jungen Stadium noch nicht vollständig mit der überirdischen Frucht verwoben sind. Sie leiten in ein Finale, das von dunkelschokoladiger Würze geprägt ist und schier nicht endet.
Ein Wein wie aus einer anderen Dimension, in diesem Jahrgang 2022 überragend und sicher einer der größten Merlots überhaupt. Der Galatrona benötigt Zeit, wird erst in einigen Jahren sein gesamtes Potenzial offenbaren, spielt in seiner Klarheit aber bereits heute in einer eigenen Liga. Und keine der für diesen Wein-Giganten vergebene Höchstpunktzahl ist übertrieben.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
REBSORTE:
ALKOHOLGEHALT:
GESCHMACK:
QUALITÄTSSTUFE:
VERSCHLUSS:
REBSORTENANTEILE:
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
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AUSZEICHNUNGEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
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Fattoria Petrolo
Fattoria Petrolo liegt im Valdarno di Sopra (Toskana) zwischen Chianti und dem Pratomagno-Massiv. Geführt von Luca Sanjust, fokussiert das Gut auf präzise Lagenweine aus wenigen, klar definierten Parzellen. Herzstücke sind der Merlot „Galatrona“ (ein Cru von tonhaltigen, schiefer- und sandsteinreichen Böden), der Sangiovese „Bòggina“ aus alten Rebstöcken sowie „Torrione“, eine Sangiovese-dominierte Cuvée. Geringe Erträge, Handlese, spontane Vergärung und Ausbau in französischer Eiche (teils Zement und große Fässer) prägen den Stil. Seit Jahren arbeitet Petrolo biologisch mit hohem Augenmerk auf Bodengesundheit und Biodiversität; die Weine zeigen klare Herkunft, dichte, reife Frucht und präzise Tanninstruktur. Petrolo steht damit für Valdarno-Typizität auf Grand-Cru-Niveau – charakterstark, lagerfähig und kulinarisch vielseitig.Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Merlot
Merlot stammt ursprünglich aus Bordeaux und ist heute eine der meistangebauten roten Rebsorten weltweit – in Italien vor allem in Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol und der Toskana verbreitet. Die Rebe reift früh, ist anpassungsfähig an verschiedene Böden und Klimazonen und ergibt weiche, zugängliche Weine mit mittlerem bis vollem Körper und geschmeidigen, runden Tanninen. Im Duft Pflaume, rote Kirsche, Brombeere, dazu Kräuter, etwas Schokolade und in wärmeren Lagen ein Hauch getrockneter Veilchen; auf kalkhaltigen Böden zeigt Merlot oft eine feine mineralische Note und mehr Frische. Der Ausbau reicht vom fruchtbetonten Edelstahl bis zu Barrique mit Noten von Vanille, Tabak und Zedernholz. In Friaul und Venetien überzeugt Merlot sortenrein mit klarer Frucht und eleganter Struktur; in der Toskana spielt er als Cuvée-Partner in vielen Super-Toskanern eine tragende Rolle und verleiht Sangiovese oder Cabernet Sauvignon Fülle und Samtigkeit. Auch als Rosato ergibt Merlot fruchtige, geschmeidige Weine mit feiner Beerennote. Ein vielseitiger Essenswein zu Pasta mit Ragù, geschmortem Geflügel, Kalb, Pilzrisotto und mittelreifem Käse. Servieren bei 16–18 °C; lagerfähige Exemplare entwickeln über fünf bis acht Jahre zunehmend Komplexität mit Leder-, Tabak- und Gewürznuancen.