Poggio all´Oro Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2012
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Produktbeschreibung
Poggio all’Oro Brunello di Montalcino Riserva 2012
Es gibt Weine, die ihren Rang nicht behaupten müssen – sie verkörpern ihn. Der Poggio all’Oro Riserva ist das Kronjuwel im Portfolio von Castello Banfi: eine Einzellagen-Riserva, die ausschließlich in den großen Jahrgängen gefüllt wird und zu den seltensten Brunello-Abfüllungen Südmontalcinos zählt. Im Jahrgang 2012, vom Konsortium mit der Höchstnote von fünf Sternen bedacht, erreicht dieser Sangiovese eine Dimension, die weit über das Gewöhnliche hinausreicht.
Als die italoamerikanischen Brüder John und Harry Mariani 1978 erstmals die Hügel südlich von Montalcino betraten, lag das verschlafene Hilstädtchen noch im Dornröschenschlaf. Was folgte, gleicht einer der bemerkenswertesten Transformationen der italienischen Weingeschichte: Auf nahezu 2.830 Hektar – einem zusammenhängenden Mosaik aus Rebflächen, Olivenhainen, Steineichenwäldern und Pflaumenplantagen – errichtete die Familie ein Weingut, das den Begriff „Builders of Brunello“ nicht als Marketingformel, sondern als Gründungsversprechen trägt. Gemeinsam mit dem legendären Önologen Ezio Rivella, der das außergewöhnliche Potenzial der Terroirs sofort erkannte, und gestützt auf ein zehnjähriges Klonforschungsprojekt mit der Universität Mailand, legten sie den Grundstein für ein neues Kapitel Montalcinos.
Heute führt Cristina Mariani-May, Enkelin des Gründers und dritte Generation der Familie, das Erbe fort. Das mittelalterliche Castello di Poggio alle Mura, eine trutzige Festung aus dem 13. Jahrhundert, bildet das Herzstück des Anwesens – zugleich Wahrzeichen und lebendiges Zentrum toskanischer Gastfreundschaft.
Der Name Poggio all’Oro – „goldener Hügel“ – verrät, was die Einzellage im Gebiet Tavernelle in den Augen ihrer Begründer darstellt: pures Kapital. Auf 24 Hektar, in 250 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, genießen die 1978 gesetzten Sangiovese-Grosso-Reben ein Mikroklima von seltener Gunst. Böden aus Kalkstein, Mergel und Ton, durchsetzt von vulkanischen Einschlüssen, zwingen die Wurzeln in die Tiefe und erzeugen jene mineralische Spannung, die den Poggio all’Oro unverkennbar vom restlichen Banfi-Portfolio abhebt.
Die Hügellage im Süden Montalcinos, wo warme Tage auf kühle, vom Monte Amiata herabgleitende Nächte treffen, verlängert die Reifeperiode und bewahrt jene lebhafte Säurestruktur, die den langlebigen Sangiovese-Weinen der Region ihr Rückgrat verleiht. Es ist ein Terroir, das Geduld belohnt – sowohl im Weinberg als auch im Keller.
Der Jahrgang 2012 verlangte den Winzern Montalcinos alles ab. Einem harten Winter mit willkommenem Schneefall, der die ausgelaugten Wasserreserven des Vorjahres teilweise auffüllte, folgte ein relativ warmes Frühjahr. Der Sommer dann: erbarmungslos. Von Juli bis Mitte September fiel kein Tropfen Regen, drei Tage Scirocco-Glühhitze im August setzten den Reben zusätzlich zu. Das Ergebnis war die kleinste Ernte in zehn Jahren – die Erträge gingen um vierzehn Prozent zurück, bei vielen Erzeugern weit darüber hinaus. Doch gerade diese extremen Bedingungen brachten Beeren von außergewöhnlicher Konzentration hervor, deren winzige Größe ein Verhältnis von Schale zu Saft erzeugte, das die phenolische Dichte in seltene Regionen trieb. Die Abendbrisen der Höhenlagen bewahrten dabei eine erstaunliche Säurefrische – ein Umstand, der 2012 den Ruf eines Jahrgangs der „Majestät ohne Masse“ einbrachte.
Die streng selektierten Trauben der Einzellage Poggio all’Oro werden sorgsam von Hand gelesen und einer schonenden Vinifikation unterzogen. Die Vergärung vollzieht sich in Stahltanks, der anschließende Ausbau erstreckt sich über fünf Jahre, davon mindestens zwei in Barriques aus französischer Eiche. In der Stille des monumentalen Fasskellers von Castello Banfi – mehr als 7.000 Gebäude fassend – reift der Wein zu jener Tiefe heran, die ihn erst zur echten Riserva erhebt. Erst nach einer zusätzlichen Flaschenreife gelangt er in den Handel: ein Wein, der Geduld nicht nur toleriert, sondern kategorisch einfordert.
Dass der Poggio all’Oro Riserva nur in den herausragenden Jahrgängen gefüllt wird – seit der Erstauflage 1983 geschah dies nur zehnmal –, verleiht jeder Abfüllung den Charakter eines Dokuments: ein destillierter Ausdruck dessen, was Sangiovese Grosso auf diesem singulären Hügel in einem singulären Jahr hervorzubringen vermag. Der 2012er präsentiert sich heute, mehr als ein Jahrzehnt nach der Lese, in einem Stadium anmutiger Entfaltung – und doch spürt man, dass hier noch Reserven schlummern, die erst in den kommenden Jahren freigelegt werden. Die internationale Kritik honorierte den Wein mit Bewertungen zwischen 90 und 95 Punkten, darunter 95 Punkte von Doctor Wine, 94 Punkte von Wine Enthusiast und Jeb Dunnuck sowie 93+ Punkte von Vinous.
Im Glas zeigt sich ein tiefes, gereiftes Rubinrot, das zum Rand hin in zarte Granatreflexe übergeht – ein Farbbild von stiller Autorität. Das Bouquet entfaltet sich in bedachten Wellen: Zunächst steigen Noten von Schwarzkirsche, getrockneter Pflaume und Cassis empor, gefolgt von einer zweiten Schicht aus gerösteten Kaffeebohnen, dunklem Tabak und einem Hauch Lakritze. Mit zunehmender Belüftung tritt ein delikater Veilchenton hervor, unterlegt von Gewürznelken und einem diskreten, fast weihrauchartigen Anklang, der dem Ganzen eine meditative Tiefe verleiht.
Am Gaumen offenbart der Wein eine nahezu tektonische Präsenz: dicht gewoben, zupackend in seiner Struktur und dabei von bemerkenswerter Präzision. Die kompakte, gleichzeitig nuancenreiche Frucht wird von einem Tannin gehalten, das sich feinmaschig und in vielen Schichten entfaltet – edel gekörnt, reif und dennoch fordernd. Ein tragendes Säuregerüst durchzieht den Körper wie ein Nerv und führt in ein Finale von atemberaubender Länge, das mineralische und würzige Echos in sich trägt und sich scheinbar endlos am Gaumen behauptet.
Ein Brunello, der nicht zum schnellen Konsum einlädt, sondern zur stillen Einkehr. Das Trinkfenster erstreckt sich mühelos über die kommende Dekade – und vermutlich weit darüber hinaus.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
RESTZUCKER:
AUSBAU:
ALKOHOLGEHALT:
EAN:
GESCHMACK:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
REBSORTE:
VERSCHLUSS:
ANBAUGEBIET:
LAGERFÄHIGKEIT:
ALLERGENE:
REBSORTENANTEILE:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
WEIN-STIL:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
SPEISEN:
DUFT:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
SPEISEEMPFEHLUNG:
FARBE:
AUSZEICHNUNGEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
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Schön vollmunig und ein Duft wie ich ihn noch nie gerochen habe!
Bei jeder Bestellung habe ich überlegt mal einen eurer Raritäten mitzubestellen und zum Glück habe ich es beim letzten Mal gemacht.
Und euer Poggio all´Oro Riserva ist definitiv sein Geld wert! Schön vollmunig und ein Duft wie ich ihn noch nie gerochen habe! Ich bin gespannt, welche Rarität das nächste Mal in meiner Bestellung landet.
Banfi
„Wir arbeiten mit den Händen, wir denken mit dem Herzen.“
Dies ist der Leitgedanke bei jedem Schritt, der beim weltweit renommierten Castello Banfi unternommen wird. Und über die Jahrzehnte, seit der Gründung im Jahre 1978, sind es unzählige Schritte, die dieses Ausnahmeweingut zum dynamischen Motor in der Toskana avancieren ließen. Der Name Banfi ist zum Synonym für die Qualitätsoffensive in der Region und speziell in Montalcino geworden, der Heimat des berühmten Brunello.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese
Sangiovese prägt die Hügel der Toskana mit Galestro- und Alberese-Böden und zeigt je nach Lage kühle Eleganz oder sonnige Fülle. Typisch sind rote Kirsche und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, etwas Orangenzeste und mit Reife Tabak, Leder und Erde. Die Weine wirken trocken, mittel bis kräftig, mit hoher, klarer Säure und feinkörnigem, doch bestimmtem Tannin – ideal für Tischkultur und Reife. Ausdrucksorte: Chianti Classico (geradlinig, würzig), Brunello di Montalcino (tiefer, langlebiger), Vino Nobile di Montepulciano (kernig, würzig), Morellino di Scansano (sonniger, weicher). Ausbau vom Edelstahl bis großem Holz oder Barrique, stets auf Frische und Struktur bedacht. Passt zu Bistecca, Wild, Ragù, Pecorino, Pilzen. Servieren 15–17 °C.