Poggio all´Oro Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2016
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Produktbeschreibung
Poggio all’Oro Brunello di Montalcino Riserva 2016
Manche Jahrgänge erzählen von Widrigkeiten, die überwunden wurden. Andere tragen die Signatur müheloser Perfektion. 2016 gehört zur zweiten Kategorie – ein Jahr, das die Winzer Montalcinos mit einem Wort zusammenfassen: Idealjahrgang. Der Poggio all’Oro Riserva, ohnehin nur den außergewöhnlichsten Ernten vorbehalten, findet in diesem Fünf-Sterne-Jahrgang einen Ausdruck von diamantener Klarheit, wie er selbst in der langen Geschichte dieses Crus selten erreicht wird. Exakt 15.976 Flaschen wurden gefüllt – jede einzelne ein Zeugnis eines nahezu makellosen Vegetationsjahres.
Die Geschichte von Castello Banfi beginnt mit einer transatlantischen Vision. 1978, als Montalcino kaum mehr als ein stiller Winzerort mit großer Vergangenheit und ungewisser Zukunft war, erwarben die italoamerikanischen Brüder John und Harry Mariani ein Anwesen von überwältigenden Dimensionen: 2.830 Hektar, erstreckt vom südlichen Montalcino bis an die Grenzen der Val d’Orcia. Was als unternehmerische Wette begann, wurde zum Katalysator einer ganzen Appellation. Unterstützt vom visionären Önologen Ezio Rivella und einer Klonselektionsstudie, die von 650 registrierten Sangiovese-Klonen fünfzehn ideale Varianten identifizierte, formte die Familie einen Betrieb, der Tradition und technologischen Forscherdrang untrennbar miteinander verschränkt.
Unter der Führung von Cristina Mariani-May, CEO in dritter Generation, hat sich Castello Banfi längst über den Brunello hinaus diversifiziert – nach Bolgheri, ins Chianti Classico, in die Maremma. Doch das Epizentrum der Qualität bleibt Montalcino, und sein leuchtendstes Zeichen ist nach wie vor die Einzellagen-Riserva vom goldenen Hügel.
Poggio all’Oro – der „goldene Hügel“ – ist weit mehr als ein poetischer Name. Die 24 Hektar umfassende Parzelle im Gebiet Tavernelle, auf 250 Metern Höhe gelegen und seit 1978 mit Sangiovese Grosso bestockt, repräsentiert das absolute Herzstück der Banfi-Weinberge. Braune, tonig-schluffige Sedimente, durchsetzt von Kalksteinkieseln und Geröll unterschiedlicher geologischer Herkunft, bilden ein Bodensubstrat von ungewöhnlicher Komplexität. Die Erziehung erfolgt im Spornschnitt bei einer Pflanzdichte von 2.100 Reben pro Hektar – ein bewusst gewähltes Verhältnis, das den Rebstöcken Raum gibt und zugleich Erträge von nur 40 bis 50 Doppelzentnern pro Hektar sicherstellt.
Die exponierte Kuppe profitiert von einer natürlichen Belüftung, die Pilzkrankheiten fernhält, während die Abschirmung durch den Monte Amiata im Süden für milde Wintermonate sorgt. Entscheidend jedoch sind die ausgeprägten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die eine langsame, gleichmäßige Reife ermöglichen – und dem Sangiovese jene vibrierende Säurefrische bewahren, die dem Poggio all’Oro seine unverwechselbare Spannung verleiht.
Wenn sich Winzer den perfekten Jahrgang am Thermostat einstellen könnten, 2016 wäre die gewählte Temperatur – so brachte es ein Montalcino-Erzeuger auf den Punkt. Nach einem gemäßigten Winter, der den Reben die nötige Ruhephase gewährte, lieferte ein regenreiches Frühjahr üppige Wasserreserven für die Sommermonate. Der Sommer selbst verlief warm und trocken, doch ohne die extremen Hitzespitzen, die andere Jahrgänge geprägt hatten. Entscheidend: die markanten Temperaturamplituden zwischen heißen Tagen und frischen Nächten verlangsamten die Zuckerentwicklung in den Beeren und bewahrten eine außergewöhnliche Aromafeinheit. Ein kurzer Regenschauer Mitte September – 100 Millimeter in wenigen Tagen – ließ Nerven flattern, doch die anschließend trockene, von der Tramontana durchlüftete Witterung belohnte jene Erzeuger, die den Mut hatten, auf den späten Herbst zu warten. Banfi las die Trauben Ende September in makelloser Verfassung – perfekt ausgereift und von strahlender Gesundheit.
Die Vinifikation des 2016er Poggio all’Oro vollzog sich in den innovativen Horizon-Gärbehältern – einem von Banfi mitentwickelten Hybridtank, der die Vorzüge von französischer Eiche und temperaturgesteuertem Edelstahl vereint. Die Gärung mit Mazeration erstreckte sich über zwei Wochen bei 25 bis 30 °C. Der anschließende Ausbau dauerte dreieinhalb Jahre: 70 Prozent des Weines ruhten in großen französischen Eichenfässern von 60 bis 90 Hektolitern, die verbleibenden 30 Prozent in 350-Liter-Barriques – eine bewusste Abkehr vom reinen Barrique-Ausbau früherer Jahrgänge, die dem Wein mehr Transparenz und weniger Holzsüße verleiht.
Die Resonanz der internationalen Kritik auf den Poggio all’Oro 2016 war überwältigend. Luca Gardini vergab die Höchstnote von 100 Punkten und sprach vom „Streben nach dem maximalen Ausdruck des Cru“. James Suckling honorierte den Wein mit 97 Punkten, Monica Larner vom Wine Advocate mit 96+ Punkten und einem Trinkfenster bis 2045. Michaela Morris attestierte im Decanter 95 Punkte und hob hervor, wie meisterhaft Banfi die massige Struktur der Lage mit Fruchtfülle und Ausdruckstiefe in Einklang bringe. Wine Spectator und Falstaff notierten jeweils 94 Punkte. Selbst für ein Haus, das an Auszeichnungen gewöhnt ist, markiert dieser Riserva-Jahrgang einen Gipfelpunkt – der vielleicht beste Poggio all’Oro, der je gefüllt wurde.
Dunkles Rubingranat mit einem leuchtenden Kern – ein Wein, der bereits optisch Kraft und Konzentration signalisiert. In der Nase entrollt sich ein vielschichtiges Panorama: reife Sauerkirsche und frische Pflaume verschmelzen mit Noten von Waldveilchen, feuchter Erde und Zimt. Darunter liegen filigrane Anklänge an Espresso, Kampfer und balsamische Kräuter, die dem Bouquet eine herb-würzige Tiefenschicht verleihen. Mit zunehmender Belüftung treten Orangenzeste und ein Hauch von wilden Rosenblättern hervor – ein aromatisches Kaleidoskop, das sich über Stunden im Glas weiterentwickelt.
Am Gaumen ist dieser Brunello von geradezu skulpturaler Präsenz: vollmundig, breit aufgefächert und doch von einer inneren Straffheit getragen, die verblüfft. Das Tannin präsentiert sich reif und seidig gewoben, mit einer salzigen Griffigkeit, die an feinkörnigen Sandstein erinnert. Eine präzise Säureader durchzieht den gesamten Körper und verleiht dem Wein jene pulsierende Lebendigkeit, die den 2016er vom opulenteren 2015er unterscheidet. Das Finale zieht sich in gleichmäßigen Wellen über den Gaumen – Steinobst, Eisen und mediterrane Gewürze hallen nach, getragen von einer mineralischen Undurchdringlichkeit, die keine Eile kennt.
Ein Wein von monumentaler Architektur, der nicht nebenbei getrunken werden will – sondern mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Das Trinkfenster öffnet sich ab 2025 und reicht mühelos bis weit in die 2040er Jahre.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
SÄURE:
TYP:
LAND:
JAHRGANG:
REGION:
RESTZUCKER:
AUSBAU:
ALKOHOLGEHALT:
EAN:
GESCHMACK:
AUSBAUART:
QUALITÄTSSTUFE:
REBSORTE:
VERSCHLUSS:
ANBAUGEBIET:
LAGERFÄHIGKEIT:
ALLERGENE:
REBSORTENANTEILE:
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
WEIN-STIL:
HERSTELLER/IMPORTEUR:
SPEISEN:
DUFT:
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
SPEISEEMPFEHLUNG:
FARBE:
AUSZEICHNUNGEN:
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
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Banfi
„Wir arbeiten mit den Händen, wir denken mit dem Herzen.“
Dies ist der Leitgedanke bei jedem Schritt, der beim weltweit renommierten Castello Banfi unternommen wird. Und über die Jahrzehnte, seit der Gründung im Jahre 1978, sind es unzählige Schritte, die dieses Ausnahmeweingut zum dynamischen Motor in der Toskana avancieren ließen. Der Name Banfi ist zum Synonym für die Qualitätsoffensive in der Region und speziell in Montalcino geworden, der Heimat des berühmten Brunello.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese
Sangiovese prägt die Hügel der Toskana mit Galestro- und Alberese-Böden und zeigt je nach Lage kühle Eleganz oder sonnige Fülle. Typisch sind rote Kirsche und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, etwas Orangenzeste und mit Reife Tabak, Leder und Erde. Die Weine wirken trocken, mittel bis kräftig, mit hoher, klarer Säure und feinkörnigem, doch bestimmtem Tannin – ideal für Tischkultur und Reife. Ausdrucksorte: Chianti Classico (geradlinig, würzig), Brunello di Montalcino (tiefer, langlebiger), Vino Nobile di Montepulciano (kernig, würzig), Morellino di Scansano (sonniger, weicher). Ausbau vom Edelstahl bis großem Holz oder Barrique, stets auf Frische und Struktur bedacht. Passt zu Bistecca, Wild, Ragù, Pecorino, Pilzen. Servieren 15–17 °C.