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Produktbeschreibung


Santa Caterina – Trerose und die Bio-Einzellage in der Pieve di Valiano

Auf dem Hügel Santa Caterina, mitten in den Weinbergen der Tenuta Trerose, steht eine kleine Kapelle. Hier kamen früher die Bauern zusammen, um die heilige Katharina um Schutz für ihre Ernte zu bitten. Der biologisch erzeugte Sangiovese, der heute am Hang wächst, trägt ihren Namen.

Die Reben stehen auf Sandstein und salzhaltigem Ton, in der Pieve di Valiano – einer von zwölf Subzonen, in die die DOCG seit 2021 unterteilt ist. Valiano liegt etwas weiter vom Zentrum Montepulcianos entfernt als die anderen Pievi, auf 300 bis 350 Metern Höhe, mit ausgeprägten Tag-Nacht-Schwankungen. Die Lage prägt die Aromatik spürbar: kühler im Profil, mehr Salinität im Mund, samtiger in der Gerbstoffstruktur als der Durchschnitt der Appellation. Die mineralische Note, die später am Gaumen auftaucht, kommt direkt aus diesem Untergrund.

Im Glas ist reiner Prugnolo Gentile – der heimische Biotyp des Sangiovese in Montepulciano. Der Name spielt auf die länglichen Beeren an, die an kleine Pflaumen erinnern, und auf das vergleichsweise weiche Tannin der Sorte. Die Reben auf dieser Lage sind im Schnitt 25 Jahre alt. Nach der Gärung reift der Wein zwölf Monate in Botti, großen Holzfässern mit 60 bis 70 Hektolitern Inhalt.

Im Glas leuchtet ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase öffnet sich mit roter Frucht – Kirsche in Likör, Johannisbeere, Brombeere – und legt florale, kräutrige Töne dazu: Bitterorange, Myrte, ein Hauch Rosenblatt und Salbei. So riecht der Hausstil, den das Gut bewusst pflegt: präzise, mit Schwerpunkt auf Frische und Klarheit. Die Aromen wirken reif, aber nicht überreif, die Würze bleibt fein.

Am Gaumen kommt der Wein voll und plüschig an, mit einer süßlichen Beerennote, die sofort den Mundraum füllt. Die Tannine sind weich, fast samtig – typisch für den Prugnolo Gentile aus dieser Ecke Montepulcianos, wo die Gerbstoffe von Natur aus weniger streng ausfallen als anderswo in der Toskana. Eine helle Säure trägt das Ganze und sorgt dafür, dass die Fülle leicht über die Zunge zieht. Durch die Mitte schiebt sich eine kreidig-salzige Note – das Erbe der Sandstein- und Tonböden, die unter dem Hügel liegen.

Der Abgang ist lang und einnehmend, mit nachklingender Frucht und einem fein bitteren Hauch von Myrte – ein Sortenmerkmal, das zum Profil dazugehört. Das Gut beschreibt seinen Stil bewusst als eleganter und frischer, als die Appellation ihn oft hervorbringt. Im Santa Caterina wird greifbar, was gemeint ist: ein Vino Nobile, der seine Klasse über die Ausgewogenheit definiert und gerade darin die Pieve di Valiano verkörpert.

Zum geschmorten Rindfleisch mit Rosmarin passt dieser Vino Nobile genauso wie zu Pici al ragù oder einem Wildschweinragout. Auch ein gereifter Pecorino, der schon ein paar Monate auf dem Brett liegt, spielt gut mit – die mineralische Würze antwortet dem Käse. Wer es kühler mag, probiert ihn zu gegrilltem Lamm mit grünen Kräutern; die florale Seite kommt dann besonders zur Geltung. Die heilige Katharina war im bäuerlichen Süden der Toskana die Schutzpatronin der Ernte; ihr Festtag am 25. November fiel mit dem Ende der Weinlese zusammen. Dass ihr Name auf dem Etikett steht, ist weniger Folklore als Kalender.

Auszeichnungen


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James Suckling - 91 Punkte
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Falstaff - 91 Punkte
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WinesCritic.com - 93 Punkte
Decanter World Wine Awards - 88 Punkte
Decanter World Wine Awards - 88 Punkte
Vinum - 92 Punkte
Vinum - 92 Punkte

Produkt Steckbrief


TYP:
Rotwein
LAND:
Italien
JAHRGANG:
2021
REGION:
Toskana
ALKOHOLGEHALT:
14,5
AUSBAUART:
Barrique
QUALITÄTSSTUFE:
DOCG
REBSORTE:
Sangiovese
ALLERGENE:
enthält Sulfite
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
16 - 18
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
BIO
SPEISEN:
Gebratenes Fleisch, Käse
ANBAUGEBIET:
Vino Nobile di Montepulciano
FARBE:
Leuchtendes Rubinrot mit brillantem Kern.
AUSBAU:
In Barriques, 10-hl-Fässern und 30 - 40-hl-Fäs- sern gereift.
AUSZEICHNUNGEN:
Decanter World Wine Awards, Falstaff, James Suckling, Vinum, WinesCritic.com
SPEISEEMPFEHLUNG:
Perfekte Begleitung zu roten Fleischgerichten, wie Braten und Gegrilltem sowie zu mittelreifem Käse.
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Angelini Wines & Estates Società Agricola a r.l., Via Roma 117, 60031 Castelplanio (AN), Italien
DUFT:
Offenherzige und einladende Nase nach satten Himbeeren, Kirschen, zartes Veilchen, weißer Pfeffer, salziger Anflug.
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Falstaff - 91 Punkte, James Suckling - 91 Punkte, WinesCritic.com - 93 Punkte, Decanter World Wine Awards - 88 Punkte, Vinum - 92 Punkte
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Am Gaumen sehr saftig und klar, breitet sich mit feinmaschigem Tannin aus, drückt im Abklang an- genehm auf den Gaumen - ein toller Sangiovese.

Kundenbewertungen

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TreRose

Tenuta Trerose liegt in Valiano di Montepulciano, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, in der Weinberge, Olivenhaine und weite Felder ein harmonisches Mosaik formen. Die Geschichte des Besitzes reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück – auch wenn der heutige Kern des Engagements durch modernes Denken geprägt ist.

Über fünf Hügel erstreckt sich das Weingut, mit rund 100 Hektar Rebfläche, vornehmlich bestockt mit Sangiovese (Prugnolo) – dort, wo Klima und Böden das zentrale Terroir dieser Region prägen. Die Ausrichtung erfolgt bewusst sortenrein: Die Trauben werden selektiv geerntet, reifen langsam in Edelstahl, Zement oder großen Holzfässern. Damit soll der eigene Charakter zur Geltung kommen – keine Überholung durch Technik, sondern Unterstützung der Herkunft.

Der Stil von Trerose bleibt auf Linie: weiche Struktur, Tiefe und klare Typizität, niemals überladen. Besonders interessant: Mit der Linie „Santa Caterina“ entstand eine gezielte Selektion vom gleichnamigen Hügel, um die Eigenheiten dieser Parzelle zu betonen. Trerose ist Teil von Bertani Domains – und profitiert so vom Erfahrungsaustausch rund um Sangiovese in der Toskana.

Viele Parzellen sind in biologischer Umstellung oder bereits nachhaltig bewirtschaftet. Der Betrieb betrachtet Rebsortenpflege, Bodenbalance und ressourcenschonende Maßnahmen als Teil seines Selbstverständnisses.

TreRose
Toskana

Die Herkunft

Toskana

Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.

Die Rebsorte

Sangiovese

Sangiovese prägt die Hügel der Toskana mit Galestro- und Alberese-Böden und zeigt je nach Lage kühle Eleganz oder sonnige Fülle. Typisch sind rote Kirsche und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, etwas Orangenzeste und mit Reife Tabak, Leder und Erde. Die Weine wirken trocken, mittel bis kräftig, mit hoher, klarer Säure und feinkörnigem, doch bestimmtem Tannin – ideal für Tischkultur und Reife. Ausdrucksorte: Chianti Classico (geradlinig, würzig), Brunello di Montalcino (tiefer, langlebiger), Vino Nobile di Montepulciano (kernig, würzig), Morellino di Scansano (sonniger, weicher). Ausbau vom Edelstahl bis großem Holz oder Barrique, stets auf Frische und Struktur bedacht. Passt zu Bistecca, Wild, Ragù, Pecorino, Pilzen. Servieren 15–17 °C.

Sangiovese