Colombaiolo Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2015
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Produktbeschreibung
Colombaiolo Riserva 2015
2015 gilt in Montalcino als einer jener Jahrgänge, auf die man später zurückblickt. Das Gut spricht selbst von einem Ausnahmejahr – hohe natürliche Säure, feste Tannine, eine seltene aromatische Komplexität. Gleichzeitig markiert 2015 den Einstieg der venezianischen Familie Tommasi bei Casisano. Der Colombaiolo Riserva dieser Lese ist der erste, der unter neuer Regie entstanden ist.
Das Anwesen erstreckt sich über 53 Hektar im südöstlichen Teil der Denominazione, davon 22 Hektar Rebfläche. Bestockt ist ausschließlich Sangiovese Grosso, verteilt auf zehn Parzellen, die jede für sich beobachtet und entsprechend Boden, Exposition und Rebenalter bewirtschaftet werden. Die Höhenlage bleibt die prägende Konstante: Sie verlängert die Vegetationszeit, sorgt für beständigen Wind und ein markantes Tag-Nacht-Gefälle – Bedingungen, die den Weinen Frische und Kontur geben.
Für den Riserva reserviert das Haus die älteste Parzelle: rund zwei Hektar ganz oben am Hang, von den ersten Anlagen des Guts übriggeblieben. Der Boden ist geprägt von Galestro – einem harten, steinig-schieferigen Mergel, der die Wurzeln in die Tiefe zwingt und die Weine mit einer kühlen, kreidig-salzigen Mineralität ausstattet. Dazu kommen Einlagerungen von Sandstein. Aus diesen Rebstöcken kommen Trauben mit besonders dichter Aromatik, die schon zur Lese hin das Potenzial für einen langen Fassausbau erkennen lassen.
Was den 2015er unter Kennern zum Referenzwein seiner Dekade macht, lässt sich schwer in einem Wort zusammenfassen. Es war schlicht ein Jahr, in dem alles zusammenkam: hohe natürliche Säure, feine und zugleich tragfähige Tannine, ein aromatisches Spektrum, das schon bei der Lese Tiefe ahnen ließ. Zehn Jahre nach der Ernte bestätigt sich, was die Verkoster damals vermuteten – die Weine gehen nicht in die Breite, sondern in die Länge.
Vier Jahre Holz und sechs Monate Flasche bilden das Protokoll der Riserva. Sie kommt zunächst in kleinere Eichenfässer, danach für drei Jahre in große Fässer aus slawonischer Eiche. Im 2015er schmeckt man diese lange Arbeit besonders gut: Nichts fällt aus dem Rahmen, alles sitzt an seinem Platz, und die Energie dieser Lese trägt einen Wein, der auch nach der langen Lagerung noch Vorwärtsschub hat.
Verkostungsnotiz
Die Farbe ist tiefes Granat, mit einem dunklen Kern, der noch nicht ganz losgelassen hat. Der Duft entfaltet sich in Schichten: Schwarzkirsche, Dörrpflaume, angetrocknete Rosenblätter, darüber süßliche Gewürze aus der langen Fasslagerung – Zimtrinde, Piment, Sandelholz – und unten eine nasse, steinig-feuchte Komponente, wie man sie aus den hohen Lagen Montalcinos kennt.
Am Gaumen setzt er breit an und führt dann geradlinig in die Länge. Die kraftvolle Säure ist spürbar – sie trägt die Struktur und gibt dem Wein eine fast jugendliche Spannung, obwohl die Aromatik längst im tertiären Bereich angekommen ist. Dörrkirsche, kandierte Orangenschale, Tabakasche, dunkle Kräuter. Die Tannine sind rund, aber präsent. Das Finale ist lang und salzig, mit einem leisen Nachhall aus bitterer Schokolade.
Als Begleiter bieten sich kräftige, lange gekochte Gerichte an: Tagliatelle mit Wildhasen-Ragù, ein klassischer Brasato, 24 Monate gelagerter Parmigiano oder ein Filet mit Steinpilzen.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
TYP:
LAND:
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QUALITÄTSSTUFE:
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AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
SPEISEEMPFEHLUNG:
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Casisano
Die Familie Tommasi, seit 1902 im venetischen Weinbau verwurzelt, suchte beinahe zwanzig Jahre nach dem passenden Standort in Montalcino. 2015 wurden sie fündig: Casisano, ein 53 Hektar großes Panoramagut auf einer natürlichen Terrasse in 480 Metern Höhe, im Südosten der Appellation gelegen, mit Blick auf Sant'Angelo in Colle und die Abbazia di Sant'Antimo.
Die Böden aus Galestro, Sandstein, Mergel und vulkanischem Tuffstein sind karg und zwingen die Reben zur tiefen Verwurzelung. Mediterrane Brise und kühle Nordwinde sorgen für ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die dem Sangiovese Grosso eine langsame Reifung, lebendige Säure und mineralische Struktur ermöglichen.
Von den 22 Hektar Rebfläche sind neun den ältesten Cru-Weinbergen vorbehalten, komplett mit Sangiovese Grosso bestockt. Sieben Hektar liefern Rosso di Montalcino, sechs sind für Sant'Antimo reserviert. Das Herzstück bildet der Weinberg Colombaiolo – die älteste Einzellage des Gutes, aus der die Brunello di Montalcino Riserva entsteht.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese Grosso
Sangiovese Grosso ist die Montalcino-Variante von Sangiovese und Basis für Brunello. Warme Tage, kühle Nächte und galestro-/alberesehaltige Böden bringen dichte, dennoch präzise Weine mit straffer Säure und feinkörnigem, bestimmtem Tannin. Im Duft rote und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, Orangenzeste, mit Reife Tabak, Leder und balsamische Noten. Am Gaumen trocken, mittel bis kräftig, lang und mineralisch getragen. Vinifikation häufig im Edelstahl, Reife traditionell in großem slawonischem Holz oder behutsamem Barrique; Rosso di Montalcino wirkt früher zugänglich, Brunello zeigt großes Lagerpotenzial. Passt hervorragend zu Bistecca, Wild, Ragù, Trüffelgerichten und gereiftem Pecorino. Servieren bei 16–18 °C, junge, strukturreiche Weine gern karaffieren.