Colombaiolo Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2016
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Produktbeschreibung
Colombaiolo Riserva 2016
2016 gehört in Montalcino zu jenen seltenen Jahrgängen, die im Rückblick noch an Statur gewinnen. Hohe natürliche Säure, präzise Tannine, langer Atem. Casisanos Colombaiolo Riserva aus diesem Jahrgang bringt diese drei Eigenschaften kompromisslos zusammen – einer für den ruhigen Keller und lange Gedanken.
Das Gut steht auf einem der höher gelegenen Rücken südöstlich von Montalcino – und gerade darin liegt viel von dem, was diesen Wein ausmacht. Die Höhenlage verlangsamt die Reife, erhält die Säure und lässt den Sangiovese seine feinere, klar strukturierte Seite zeigen. Die Lesezeiten fallen entsprechend spät, die Erntebedingungen sind oft ruhiger als weiter unten im Tal. Was im Keller ankommt, trägt die Kühle des Ortes bereits in sich.
Für die Riserva kommen die Trauben aus einer einzigen Parzelle: rund zwei Hektar an der Hangkante, historisch die allererste Anlage des Weinguts. Entsprechend alt sind die Rebstöcke, entsprechend gering der Ertrag. Der Boden ist hart – Galestro, ein felsiger Mergel, der den Reben wenig leicht macht und die Früchte auf wenige, konzentrierte Beeren zusammenschrumpfen lässt. Dazwischen zieht sich Sandstein. Was hier ankommt, trägt die Dichte dieses Bodens.
Wer sich in Montalcino auskennt, weiß um 2016 Bescheid. Es gilt als das strukturierte Gegenstück zu 2015 – etwas kühler, etwas straffer, mit einer Säure, die den Weinen Geduld mitgibt. Zehn Jahre nach der Ernte wird der Rang bestätigt: 2016 liefert einige der präzisesten Brunelli dieser Periode, und gerade die Riserven stehen an der Spitze dessen, was die Denominazione zu bieten hat.
Vier Jahre Holz, ein halbes Jahr Flasche – so lautet das Protokoll. Das erste Jahr reift der 2016er in Tonneaux, die drei folgenden Jahre in den traditionellen slawonischen Eichenbotti von 18 und 25 Hektolitern. Im Glas zeigt diese lange Arbeit ihre klassische Casisano-Seite: Statt Fassnote schimmert ein feiner Gewürzton durch, die Tannine sind lange poliert, und die hohe Säure des Jahrgangs trägt das Ganze mit einer Energie, die sich in der Flasche noch weiter entfalten wird.
Verkostungsnotiz
Kirschrot mit granatfarbener Randpartie – das erste Bild, das der 2016er ins Glas wirft. Die Nase kommt frisch und fokussiert: rote Kirsche, Sauerkirsche, dunkle Waldbeere, dahinter süßliche Gewürze aus dem langen Fassausbau – Zimt, Piment, Nelke – und unten eine feine, getrocknet-kräutrige Note.
Am Gaumen greift die Struktur sofort: straffe Säure, feinkörnige Tannine, kühle Frucht, alles in eine aufrechte Linie gezogen. Das tertiäre Spektrum meldet sich zurückhaltend – etwas Tabak, trockene Küchenkräuter – während die primäre Fruchtenergie hier noch deutlich präsent ist. Das Finale ist lang, kühl und salzig, mit einem leichten Biss, der zum nächsten Schluck einlädt.
Zu diesem Profil passen ehrliche, kräftige Klassiker: Tagliata vom Chianina-Rind mit Rosmarin, ein Peposo alla Fornacina, Wildschwein-Ragù oder gereifter Pecorino Toscano mit Honig.
Auszeichnungen
Produkt Steckbrief
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Casisano
Die Familie Tommasi, seit 1902 im venetischen Weinbau verwurzelt, suchte beinahe zwanzig Jahre nach dem passenden Standort in Montalcino. 2015 wurden sie fündig: Casisano, ein 53 Hektar großes Panoramagut auf einer natürlichen Terrasse in 480 Metern Höhe, im Südosten der Appellation gelegen, mit Blick auf Sant'Angelo in Colle und die Abbazia di Sant'Antimo.
Die Böden aus Galestro, Sandstein, Mergel und vulkanischem Tuffstein sind karg und zwingen die Reben zur tiefen Verwurzelung. Mediterrane Brise und kühle Nordwinde sorgen für ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die dem Sangiovese Grosso eine langsame Reifung, lebendige Säure und mineralische Struktur ermöglichen.
Von den 22 Hektar Rebfläche sind neun den ältesten Cru-Weinbergen vorbehalten, komplett mit Sangiovese Grosso bestockt. Sieben Hektar liefern Rosso di Montalcino, sechs sind für Sant'Antimo reserviert. Das Herzstück bildet der Weinberg Colombaiolo – die älteste Einzellage des Gutes, aus der die Brunello di Montalcino Riserva entsteht.
Die Herkunft
Toskana
Die Toskana ist hügelig, von Galestro- und Alberese-Böden geprägt; kontinentales Inland trifft auf maritime Küstenlagen. Große Tag-Nacht-Amplituden erlauben langsame, aromatische Reife. Sangiovese dominiert: Kirsche, Kräuter, lebendige Säure, feinkörniges Tannin (Chianti Classico, Brunello). In Bolgheri verbinden Bordeaux-Rebsorten dunkle Frucht, Graphit und Struktur. Vernaccia und Vermentino liefern trockene, mineralische Weißweine mit salziger Ader. Insgesamt präzise, charaktervolle Stile, die elegant reifen und hervorragend zu toskanischer Küche passen. Maremma zeigt sonnigere Weine. Vino Nobile di Montepulciano ist kernig und würzig; Rosso di Montalcino trinkreif, saftig. Olivenöl, Wild, Pecorino und Pasta begleiten.
Die Rebsorte
Sangiovese Grosso
Sangiovese Grosso ist die Montalcino-Variante von Sangiovese und Basis für Brunello. Warme Tage, kühle Nächte und galestro-/alberesehaltige Böden bringen dichte, dennoch präzise Weine mit straffer Säure und feinkörnigem, bestimmtem Tannin. Im Duft rote und Sauerkirsche, Veilchen, Kräuter, Orangenzeste, mit Reife Tabak, Leder und balsamische Noten. Am Gaumen trocken, mittel bis kräftig, lang und mineralisch getragen. Vinifikation häufig im Edelstahl, Reife traditionell in großem slawonischem Holz oder behutsamem Barrique; Rosso di Montalcino wirkt früher zugänglich, Brunello zeigt großes Lagerpotenzial. Passt hervorragend zu Bistecca, Wild, Ragù, Trüffelgerichten und gereiftem Pecorino. Servieren bei 16–18 °C, junge, strukturreiche Weine gern karaffieren.