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Produktbeschreibung


Umbriens Antwort auf die Frage, was heute Abend auf den Tisch kommt

Montefalco Rosso steht oft im Schatten des großen Sagrantino – dabei ist er der Wein, den die Umbrer selbst am häufigsten auf den Tisch stellen. Còlpetrone füllt diese DOC mit einer Cuvée aus Sangiovese, Sagrantino und Merlot, wobei der Sangiovese rund siebzig Prozent ausmacht und das Grundgerüst liefert: helle Beerenfrucht, eine lebhafte Säure, eine gewisse Direktheit. Der Sagrantino-Anteil ist klein, seine Wirkung im Glas dagegen deutlich spürbar. Die Rebsorte bringt von Natur aus enormen Gerbstoff mit, und schon eine bescheidene Beimischung gibt dem Wein eine Griffigkeit, die über den typischen Sangiovese-Charakter hinausgeht. Merlot glättet die Kanten und steuert eine satte, dunkle Beerigkeit bei, die sich nahtlos einfügt.

Im Glas zeigt sich ein kräftiges Rubinrot mit violetten Reflexen, dicht und leuchtend. Die Nase öffnet sich mit Himbeere und Brombeere, dazu ein pfeffriger Kräuterton, der an getrockneten Thymian erinnert. Dahinter liegen dezente Gewürznoten, die dem Duftbild Tiefe geben, ohne es zu überladen. Mit etwas Luft schiebt sich ein erdiger Unterton nach vorn, eine Waldboden-Anmutung, die den Wein in seiner umbrischen Herkunft verankert.

Am Gaumen fällt zuerst die Fülle auf. Der Montefalco Rosso ist saftig und umhüllend, mit reifer Beerenfrucht, die den Mund ausfüllt, ohne süßlich zu werden. Die Tannine melden sich deutlich – präsent, zupackend, mit einer leicht körnigen Textur, die auf das Sagrantino-Konto geht. Die Säure hält dagegen, frisch und belebend, und gibt dem Schluck eine Spannung, die am Gaumen lebendig bleibt. Im mittellangen Abgang stehen Himbeere und eine herbe, leicht bittere Note, die zum Weitertrinken einlädt.

Zum Essen zeigt er seine stärkste Seite. Gegrilltes Lamm mit Rosmarin, ein herzhafter umbrischer Linseneintopf oder eine Platte mit Norcineria – den würzigen Wurst- und Schinkenspezialitäten Umbriens – passen bestens. Auch ein kräftiger Pecorino hat hier einen ebenbürtigen Partner. Eine Viertelstunde Luft tut ihm gut, dann entfaltet er sich am besten.

Auszeichnungen


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James Suckling - 91 Punkte
90 doctorwine.svg
Doctor Wine by Daniele Cernilli - 90 Punkte
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Falstaff - 89 Punkte

Produkt Steckbrief


SÄURE:
5,1
TYP:
Rotwein
LAND:
Italien
JAHRGANG:
2018
REGION:
Umbrien
RESTZUCKER:
0,9
AUSBAU:
Barrique
ALKOHOLGEHALT:
14
EAN:
8007555010340
GESCHMACK:
Trocken
AUSBAUART:
Barrique
QUALITÄTSSTUFE:
DOC
LAGERFÄHIGKEIT:
8 Jahre
VERSCHLUSS:
Naturkorken
ANBAUGEBIET:
Montefalco
ALLERGENE:
enthält Sulfite
EMPF. TRINKTEMPERATUR:
16 - 18
FARBE:
Reiches, brillantes Rubinrot
REBSORTE:
Merlot, Sagrantino, Sangiovese
SPEISEN:
Aufschnitt, helles Fleisch, Käse, rotes Fleisch
REBSORTENANTEILE:
15% Merlot, 15% Sagrantino, 70% Sangiovese
AUSZEICHNUNGEN:
Doctor Wine by Daniele Cernilli, Falstaff, James Suckling
DUFT:
Herrlich intensive Noten reifer rote Früchte und delikate Spuren von Vanille.
HERSTELLER/IMPORTEUR:
Còlpetrone, Via Ponte La Mandria, 8/1, 06035 Marcellano PG, Italien
SPEISEEMPFEHLUNG:
Besonders zu dunklem und hellem Fleisch, zu Schnittchen und würzigen Käse.
AUSZEICHNUNGEN (BEWERTUNG):
Falstaff - 89 Punkte, Doctor Wine by Daniele Cernilli - 90 Punkte, James Suckling - 91 Punkte
GESCHMACKS-BESCHREIBUNG:
Voller Körper, reichhaltig, Aromen roter Johannisbeeren, schwarzer Kirschen und Veilchen, trocken mit imponierend langem Abklang.

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Còlpetrone

Wenn vermeintlich kenntnisreiche Menschen über die bedeutenden Rebsorten und großen Weine Italiens diskutieren, werden in der Regel  die Nebbiolo-Gewächse Barbaresco und Barolo aus dem Piemont sowie toskanischer Brunello di Montalcino genannt. Nur äußerst selten wird diese kurze Liste der Top-Rotweine durch weitere Nennungen ergänzt. Dabei gibt es durchaus Kreszenzen, die ganz unbedingt Teil einer solchen Aufstellung sein sollten. Und der Sagrantino zählt ganz sicher dazu.

Beim Sagrantino handelt es sich um eine autochthone Rebsorte, die ihre Heimat im der Toskana benachbarten Anbaugebiet Umbrien hat. Sie gilt als eine der ältesten Varietäten Italiens überhaupt und ergibt kräftige, maskuline Rotweine mit viel Extrakt und Gerbstoff sowie enormer Alterungsfähigkeit. Allerdings war die Sorte über lange Zeit in Vergessenheit geraten und sogar beinahe vollkommen verschwunden.

Doch seit den 1980er Jahren erlebt der Sagrantino dank des Einsatzes einiger weitblickender Winzer in Umbrien eine Renaissance. Auch bei Còlpetrone, einem der wichtigsten Erzeuger in der DOCG Montefalco, dem bedeutendsten Sagrantino-Anbaugebiet in Umbrien, wurde das phantastische Potenzial der Sorte erkannt. Auf dem Weingut entstehen aus ihr heute zwei begeisternde Gewächse, die Struktur und Komplexität mit Zugänglichkeit verbinden und – unter anderem – exzellente Speisenbegleiter abgeben. Der extrem hohe qualitative Standard wird bei Còlpetrone durch ein ganzes Maßnahmenbündel erreicht, unter anderem werden die Erträge auf 75 % der im Gebiet zugelassenen Mengen begrenzt, wodurch die Weine an Konzentration und aromatischer Tiefe gewinnen.

Über die beiden bereits genannten Kreszenzen hinaus wird bei diesem Spitzenbetrieb eine Cuvée erzeugt, die ebenfalls Sagrantino enthält, jedoch auf Sangiovese basiert und mit Merlot einen weiteren hochkarätigen Partner besitzt. Für das höchste qualitative Niveau mag als Beleg gelten, dass alle drei hier vorgestellten Weine im Rahmen des wichtigen Wettbewerbs „Mundus Vini“ im Frühjahr 2021 mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurden!

Còlpetrone
Umbrien

Die Herkunft

Umbrien

Umbrien bildet Italiens grünes Herz: hügelig, kalkhaltig, ohne Meeresküste; Kontinentalklima mit ausgeprägten Tag-Nacht-Unterschieden. Historische Orte, Wälder und Olivenhaine prägen das Bild. Weine sind bodenständig, ausgewogen. Sagrantino di Montefalco zeigt viel Tannin, dunkle Frucht, Gewürz und großes Lagerpotenzial. Sangiovese-Cuvées wirken kirschig, kräutrig, mittelgewichtig. Grechetto liefert kräftige, trockene Weißweine mit Mandel, Kräutern, gelbem Steinobst. Orvieto ist leicht, zitrisch, blumig. Insgesamt ehrliche Stile, sehr essensfreundlich. Trebbiano Spoletino zeigt Tiefe, Kräuter, Steinobst, feine Salzigkeit. In Höhenlagen entstehen straffere Profile; wärmere Zonen bringen Fülle, reifere Frucht. Trüffel passt hervorragend.

Die Rebsorte

Merlot

Merlot stammt ursprünglich aus Bordeaux und ist heute eine der meistangebauten roten Rebsorten weltweit – in Italien vor allem in Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol und der Toskana verbreitet. Die Rebe reift früh, ist anpassungsfähig an verschiedene Böden und Klimazonen und ergibt weiche, zugängliche Weine mit mittlerem bis vollem Körper und geschmeidigen, runden Tanninen. Im Duft Pflaume, rote Kirsche, Brombeere, dazu Kräuter, etwas Schokolade und in wärmeren Lagen ein Hauch getrockneter Veilchen; auf kalkhaltigen Böden zeigt Merlot oft eine feine mineralische Note und mehr Frische. Der Ausbau reicht vom fruchtbetonten Edelstahl bis zu Barrique mit Noten von Vanille, Tabak und Zedernholz. In Friaul und Venetien überzeugt Merlot sortenrein mit klarer Frucht und eleganter Struktur; in der Toskana spielt er als Cuvée-Partner in vielen Super-Toskanern eine tragende Rolle und verleiht Sangiovese oder Cabernet Sauvignon Fülle und Samtigkeit. Auch als Rosato ergibt Merlot fruchtige, geschmeidige Weine mit feiner Beerennote. Ein vielseitiger Essenswein zu Pasta mit Ragù, geschmortem Geflügel, Kalb, Pilzrisotto und mittelreifem Käse. Servieren bei 16–18 °C; lagerfähige Exemplare entwickeln über fünf bis acht Jahre zunehmend Komplexität mit Leder-, Tabak- und Gewürznuancen.

Merlot